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Let's Watch: Black Butterfly: Der Mörder in mir
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black_butterflyAntonio Banderas als gescheiterter Autor und Jonathan Rhys Meyers als offenbar hilfsbereiter Fremder, das sind die Zutaten des Thrillers Black Butterfly: Der Mörder in mir, der seit einigen Tagen als Direct-to-Video-Veröffentlichung auf Blu-ray und DVD erhältlich ist.

Paul (Antonio Banderas), ein vom Glück verlassener, trinkender Schriftsteller, lernt – vermeintlich durch Zufall den mysteriösen Vagabunden Jack (J. R. Meyers) kennen und gewährt ihm Unterschlupf. Noch ahnt er nicht, wen er bei sich aufgenommen hat und kurz darauf findet er sich als Gefangener in seinem eigenen Haus wieder, der gezwungen wird, ein mörderisches Drehbuch mit tödlichem Ende zu schreiben. Die Opfer: real!

Kritik

Wenn man sich Black Butterfly: Der Mörder in mir anschaut, wird man unweigerlich an Stephen Kings Misery erinnert. Doch obwohl die beiden Filme tatsächlich viele Gemeinsamkeiten aufweisen, ist Black Butterfly aber doch das Remake eines ganz anderen Films - des französischen Thrillers Papillon noir.
Während im französischen Original Ex-Fussball-Star Eric Cantona die Hauptrolle des gescheiterten Autors spielt, ist es hier der ehemalige Hollywood-Star Antonio Banderas. Das dieser in den letzten Jahren kaum mehr gefragt war, ist in Anbetracht seiner Leistung, die er hier abliefert, wirklich bedauerlich. Der Spanier spielt seine Rolle nicht nur souverän, sondern wirklich exzellent. Man nimmt ihm die Rolle gänzlich ab und baut eine echte Sympathie zu Paul auf. Sein Gegenüber wird von Jonathan Rhys Meyers gespielt, der für die Rolle als mysteriöser Psychopath geradezu prädestiniert ist. Kaum verwunderlich, dass auch er die Figur perfekt zu Leben erweckt.
Leider kann die tolle schauspielerische Leistung der beiden aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Story des Films einige Schwachstellen aufweist. Dabei fängt alles zunächst vielversprechend an. Der Film nimmt sich die Zeit die Charaktere genau vorzustellen, weshalb man eine Verbindung zu ihnen aufbaut. Zudem wird die Spannung mit gut gestreuten Wendungen stetig gesteigert. Doch spätestens, wenn Paul und Laura flüchten, fängt der Film an zu bröckeln. In einer Szene ist klar zu sehen, wie die beiden weit vor Jack sind, nur damit dieser im nächsten Bild plötzlich vor ihnen steht. Zwar wird diese Szene sowie weitere durch die letzte und alles auflösenden Wendung erklärt, doch genau dort liegt das nächste Problem. Die Auflösung des ganzen Geschehens ist, ohne zu viel verraten zu wollen, absolut plump und einfallslos und ändert die (positive) Meinung, die man sich vorher über den Film gebildet hat, schlagartig. Ein durchdachteres, vielschichtigeres Ende wäre hier sicherlich die bessere Wahl gewesen.

Bild & Ton
Das Bild der Blu-ray befindet sich leider nicht auf höchstem Niveau. Gerade was die Auflösung bei Totalen angeht, ist das Bild doch recht unscharf. Zudem wirkt es bei schnelleren Szenen ein wenig unruhig. Der Kontrast sowie der Schwarzwert hätten ebenfalls ein wenig knackiger ausfallen können. Es ist aber nicht alles schlecht. Bei Close-Ups sieht das Bild zum Beispiel sehr ordentlich aus und auch die Farben wissen durch eine schöne aber nie unnatürlich wirkende Intensität zu überzeugen. Ärger mit Körnung gibt es nicht.
Soundtechnisch weiß der Film mehr zu gefallen. Zwar ist der Ton des Films eher ruhig, dennoch kann der DTS-HD MA 5.1.-Ton, in dem sowohl die englische als auch die deutsche Tonspur gehalten sind, hier überzeugen. Die Dialoge sind stets klar verständlich und wenn es dann doch ausnahmsweise etwas actionreicher zugeht, wissen auch die Dynamik, der Raumklang und der Bass was sie zu tun haben. Besonders erwähnenswert sind hier zudem noch die Hintergrundgeräusche, die wirklich gut gelungen sind und den ganzen Raum einnehmen.

Bonusmaterial
Die Extras, die man auf der Blu-ray findet, sind sehr übersichtlich. Neben einigen Trailern gibt es nämlich nur noch ein Featurette, das einen Blick hinter die Kulissen gewährt. Anders als viele andere Hinter-den-Kulissen-Featurettes ist dies hier auch tatsächlich der Fall, weshalb das rund neun minütige Featurette wirklich sehr interessant ist.


Fazit:
Die erste Hälfte von Black Butterfly: Der Mörder in mir ist sehr gut und baut eine spannende, bedrohliche Stimmung auf. Doch dann kommt die zweite Hälfte und somit auch die ersten Vorboten auf das Finale, welches dermaßen plump und einfallslos wirkt, wie es nur sein kann. Dennoch lohnt sich der Film, denn was man hier schauspielerisch zu sehen bekommt, ist zumindest eine kleine Wiedergutmachung für das schlimme Finale. Antonio Banderas und Jonathan Rhys Meyers spielen ihre Rollen wirklich exzellent und das, obwohl sie die gesamte Geschichte so gut wie alleine tragen müssen. Von Anstrengung oder Verkrampftheit ist aber dennoch nichts zu spüren, so dass es eine wahre Freude ist, ihnen bei ihrer Arbeit zuzusehen.
Die Blu-ray selber ist wie der Film ein einziges Auf und Ab. Zu einem etwas unscharf wirkenden Bild gesellen sich kräftige Farben und ein klarer Ton, nur um wenig später mit einem überschaubaren Angebot an Bonusmaterial zu enttäuschen. Dies kann aber durch die gute Qualität des Featurettes zum Teil aufgefangen werden – ich sag es ja, ein einziges Auf und Ab.


Originaltitel: Black Butterfly
Darsteller: Antonio Banderas, Jonathan Rhys Meyers, Piper Perabo, Katie McGovern
Regisseur(e): Brian Goodman
Veröffentlichung: 17. August 2017
Studio/Verleih: EuroVideo Medien GmbH
Spieldauer: 92 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 16 Jahren

Wer jetzt Interesse daran hat, sich Black Butterfly: Der Mörder in mir zu kaufen, kann dies u.a. über Amazon machen. Den Film gibt es dabei ab 9,99 Euro auf DVD und Blu-ray.
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Special vom: 31.08.2017
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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