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Stromausfall - Split Second - Zurück in der Zeit
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Stromausfall_neu

Richards_DESplitSecond_ZurueckidZeit_189337Zeit ist laut der Physik die vierte Dimension. Genau diese können wir nicht überwinden. Wir sind in ihrem normalen Ablauf gefangen und können nicht in ihr rückwärtsreisen, auch wenn das in vielen Science Fiction-Romanen möglich ist. In Douglas E. Richards' Split Second! Zurück in der Zeit ist es ebenfalls das zentrale Thema.

Nate Wexler ist ein Physiker, der eines Tages das Unmögliche schafft. Er entdeckt eine Möglichkeit, wie man in der Zeit zurückreisen kann. Zwar nur für den Bruchteil einer Sekunde, trotzdem sind die Konsequenzen daraus enorm! Doch dann werden er und seine Freundin Jenna Morrison verfolgt, wobei er umgebracht wird.

Für die überlebende Jenna stellt sich die Frage, wer hinter dieser Aktion steckt. Am Ende ihrer Weisheit heuert sie schließlich den Privatdetektiven Aaron Blake an, der ihr helfen soll. Gemeinsam mit ihm gerät sie schon bald in ein aufregendes Abenteuer, bei dem sich schnell herausstellt, dass diverse Geheimdienste hinter der Entdeckung ihres Freundes her sind.

Split Second ist nach Zweipunktnull jetzt der zweite Roman, der von Douglas E. Richards hierzulande veröffentlicht wird. Der Autor studierte Molekularbiologie und war viele Jahre in der Biologietechnologie als Führungskraft tätig. Des Weiteren hat er eine Menge an Artikeln unter anderem für den National Geographic und die BBC verfasst. Er lebt mit seiner Familie in San Diego, California.

Der Roman von Douglas E. Richards wird vom Verlag als "Science Thriller" bezeichnet, also als ein spannender Roman, der auf wissenschaftlichen Fakten basiert. Gleichzeitig weist das Buch auch einige wenige "Science Fiction"-Elemente auf, allerdings nicht genügend, um eine dauerhafte Einsortierung dieser Geschichte in jenem Genre zu erreichen.

Die Story fängt dabei äußerst actionreich an. Die ersten 50 Seiten schlägt Douglas E. Richards ein enorm hohes Handlungstempo an. Die Ereignisse überschlagen sich und es geschehen jede Menge Überraschungen. So hätte man zum Beispiel nicht damit gerechnet, dass der augenscheinliche Protagonist Nate Wexler bereits zu Beginn ins Gras beißt, während seine Entdeckung weiterhin für Unruhe sorgt.

Schnell entwickelt man für Jenna Morrison Sympathien. Trotz aller Umstände wird sie als aktiv beschrieben, als überlegt handelnd. Sie trauert zwar um ihren Freund, lässt sich davon allerdings nicht mitreißen. Sie wirkt wie eine vielversprechende Protagonistin, bis sie das Heft der Handlung an Aaron Blake weitergibt und danach bis auf wenige Passagen sehr passiv wird, wodurch natürlich ihre bisherige, charakterliche Entwicklung auf einmal bedeutungslos geworden ist.

Denn im Vergleich zu ihr ist Aaron Blake wesentlich dynamischer, actionreicher und intelligenter. Er ist ein ehemaliger Soldat, Mitglied einer Eliteeinheit, der das Militär wegen Unzufriedenheit verlässt. Damit ist ebenso klar, dass man es hier mit einem Charakter zu tun hat, der jede Situation versucht zu dominieren und dies auch meistens schafft. Selbst dann, wenn er in Bedrängnis ist, verliert er nie seinen kühlen Kopf. Kurz: Er ist ein Standardheld, wie man ihn aus vielen anderen Büchern und vor allem Thrillern her kennt.

Dass die Ereignisse des Romans übrigens in der nahen Zukunft stattfindeen, wird nur in einer Passage erwähnt. Da wird nebenbei eine Jahreszahl erwähnt und ein paar Technologien, die so heutzutage nicht existieren. Doch bleibt es bei dieser einen Stelle, da man weder davor noch danach das Gefühl hat, dass die Handlung bis auf die Entdeckung von Nate Wexler wirklich Elemente benutzt, die darauf schließen lassen, dass man sich in einer zukünftigen Zeit befindet, denn der Autor orientiert sich zu sehr an der Gegenwart und wagt es nicht, sich von dieser zu lösen.

Wie bereits erwähnt, wird der Roman als ein "Science Thriller" tituliert und während die "Thriller"-Elemente gut eingebaut wurden, wirken die "Science"-Elemente erzwungen und langweilig. Immer wieder versucht Douglas E. Richards mit der Brechstange zu beweisen, dass das, worüber er schreibt, auf harten, wissenschaftlichen Fakten basiert. So schreibt er seitenlang wissenschaftliche Diskussionen, bei denen man sich schon nach wenigen Absätzen langweilt und weiterblättert. Das Problem ist auch, dass das Handlungstempo während dieser Seiten auf nahezu Null abgebremst wird und man sich dementsprechend langweilt.

Split Second ist damit unterm Strich ein unterdurchschnittlicher Roman, der nicht zu empfehlen ist.

Wer Split Second - Zurück in der Zeit kaufen möchte, kann dies über Amazon machen oder direkt über die Buchseite des Heyne-Verlags. Der Roman kostet 14,99€.

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Special vom: 07.06.2018
Autor dieses Specials: Götz Piesbergen
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