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Let's Watch: Parasyte - the maxim-
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parasyte_1_2Dich interessieren skurrile Horror-Geschichten? Dann dürfte die Anime-Serie Parasyte -the maxim-, von der KAZÈ Anime mittlerweile die ersten beiden von insgesamt drei Volumens herausgebracht hat (wobei die erste in einer schicken Limited Edition mit Schuber für alle folgenden Volumens erschien).

Parasitäre Aliens infiltrieren die Menschheit. Sie graben sich tief in das Gehirn und erlangen so die Kontrolle über ihren Wirt. Zudem können sie unterschiedliche Formen annehmen, um sich von ihrer nichtsahnenden Beute zu ernähren. Auch der 17-jährige Shinichi Izumi wird eines Abends zum Opfer eines dieser unersättlichen Wesen. Er kann den Übergriff auf sein Gehirn gerade noch abwehren, aber der Parasit, den er Migi nennt, nistet sich in seiner rechten Hand ein. Für Shinichi der Beginn eines Alptraums. Doch um zu überleben, müssen sich beide miteinander arrangieren, denn immer mehr Menschen werden von den blutrünstigen Lebewesen befallen. Niemand weiß, wer bereits ein willenloser Handlanger des Grauens geworden ist, außer Migi...

Kritik
Wie so viele andere Anime-Serien, basiert auch Parasyte -the maxim- auf einem Manga. Der Unterschied ist allerdings, dass die Anime-Serie erst viel später als der gleichnamige Manga erschien, denn während die Vorlage von Hitoshi Iwaaki zwischen 1988 und 1995 erschien, fand die Anime-Serie erst 2014 ihren Weg ins japanische Fernsehen. Das ist aber nicht das einzig ungewöhnliche an Parasyte. Auch die Story ist nicht gerade alltäglich, viele würden sagen „eben typisch japanisch“. Dabei erscheint die Rahmenhandlung zunächst einmal nur allzu bekannt: Eine parasitäre Alienform nistet sich in einen Menschen ein und ernährt sich so von ihr. Iwaaki hat sich aber einen besonderen Clou einfallen lassen. Im Gegensatz zu den anderen Menschen bemerkt der 17-jährige Hauptprotagonist Shinichi Izumi den Versuch des Aliens ihn zu befallen und reagiert ganz schnell, so dass er den Parasiten davon abhalten kann in sein Hirn vorzudringen, wo er Kontrolle über ihn übernehmen und ihn langsam töten würde. Stattdessen hängt dieser nun in seiner Hand fest. Natürlich bringt diese Konstellation einige Probleme mit sich. Nicht nur dass der Parasit, den Shinichi fortan Migi nennt (was im japanischen rechts heißt), die Hand ganz nach Belieben formen kann, nein, obendrein ist er auch noch eine echte Labertasche (was auch Humor in die Serie bringt). Das sind aber nicht die einzigen Probleme mit denen sich Shinichi und sein unfreiwilliger Partner fortan herumärgern müssen. Schließlich gibt es auch Aliens, denen der Zugang zu ihren Wirten besser gelungen ist und diese von innen aufgefressen haben, weshalb eine mysteriöse Mordserie die Stadt heimsucht. Natürlich sind die anderen Aliens alles andere als glücklich darüber, dass mit Shinichi ein Wirt den Angriff ihres Artgenossen überlebt hat, weshalb sie alles daran setzen ihn doch noch erfolgreich anzugreifen. All dies sorgt für eine Menge Spannung, die gepaart mit der guten Portion Gesellschaftskritik, die immer wieder aufkommt, sowie einer Romantikgeschichte, dafür Sorge trägt, dass Parasyte etwas Besonderes ist und sich von den sonst üblichen Anime-Serien abhebt.

Bild & Ton

Wer sich in Sachen Anime ein wenig auskennt, wird Wissen, dass das Studio Madhouse eines der renommiertesten Animationsstudios Japans ist und unter anderem auch für Serien wie Death Note, Overlord oder No Game No Life zuständig war. Folgerichtig ist es auch wenig überraschend, dass auch die Animationen in Parasyte -the maxim- hervorragend aussehen, erst recht auf Blu-ray. Es ist zwar alles ein wenig auf Oldschool getrimmt, doch das ist gewollt und eine gelungene Abwechslung zu den unzähligen polierten und meist gleich aussehenden Mainstream-Anime-Serien. Außerdem ist es ja nicht so, dass das Bild deswegen unscharf oder ähnliches ist. Ganz im Gegenteil, auch hier bekommt man einen fantastischen Schärfegrad, tollen Kontrast und knackigen Schwarzwert zu sehen. Was man auch zu sehen bekommt, ist eine Menge Blut, wofür Horror-affine Zuschauer wohl gleich noch einen Extrapunkt geben werden. Übertrieben wurde damit aber nicht, weshalb sich der Ekelfaktor in erträglichen Grenzen hält.
Eines der größten Kritikpunkte an Anime-Serien, die in Deutschland erscheinen, ist wohl die Synchronisation. In diesem Fall gibt es aber wirklich gar keinen Grund zu meckern. Die deutsche Synchronisation ist nämlich einfach nur perfekt. Herausragend agiert dabei Cathlen Gawlich, die Migi ihre Stimme geliehen hat. Aber auch Julian Tennstedt, der als Shinichi zu hören ist, macht eine tolle Arbeit. Dass all dies lediglich im DTS-MA HD 2.0-Format zu hören ist (wie die japanische Originaltonspur übrigens auch) macht dabei nichts aus, denn die Dialoge, auf die es hier in erster Linie ankommt, sind auch so stets gut verständlich. Dank der guten Abmischung präsentieren sich aber auch Actionszenen und andere Effekte überraschend kraftvoll, weshalb man sich über den Ton also nur positiv äußern kann.

Bonusmaterial

Als Bonusmaterial hat sich KAZÈ Anime mal etwas ganz anderes einfallen lassen. Anstatt den üblichen Making-ofs oder Trailern bietet die Limited Edition der Volume 1 einen schönen Sammelschuber (in dem auch Platz für die folgenden Episoden ist, die in den kommenden Monaten in drei weiteren Volumes erscheinen werden), eine Leseprobe zu „Fire Punch“ und ein Brillenputztuch, auf dem das Cover (natürlich ohne USK-Logo) zu sehen ist. Ein wirklich netter Einfall, der mal etwas Frisches bietet und für Fans sicherlich eine tolle Dreingabe ist.
Volume 2 ist leider nicht ganz so prallgefüllt. Aber auch hier hat sich der Herausgeber etwas nettes ausgedacht und sechs Tattoos mit rein gepackt. Leider konnte ich diese nicht selber unter die Lupe nehmen, weshalb ich zu deren Qualität oder Motive nichts sagen kann. Wie ich KAZÈ kenne, dürfte beides aber sehr gut sein.

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Fazit:

Parasyte -the maxim- ist eine ganz außergewöhnliche Anime-Serie. Wie schon der Manga schafft es auch die Serie ernst und brutal, aber gleichzeitig auch locker zu sein. So etwas erlebt man nur ganz selten, ganz gleich ob in Anime-Serien oder Realfilmen. Aber nicht nur inhaltlich unterscheidet sich Parasyte von den allermeisten Anime-Serien. Auch optisch geht es mit seiner liebevoll und per Hand gezeichneten Welt und Animationen einen ganz eigenen Weg, der die Serie von den immer gleich aussehenden Mainstream-Animes abhebt.
Kurz gesagt: Parasyte -the maxim- ist eine echte Anime-Perle, die auch für all diejenigen geeignet ist, die sonst nichts mit den japanischen Zeichentrickserien am Hut haben.


Originaltitel: Kiseijuu: Sei no Kakuritsu - Season 1
Darsteller: -
Regisseur(e): Kenichi Shimizu u.a.
Veröffentlichung: Volume 1: 25. Mai 2018, Volume 2: 27. Juli 2018
Studio/Verleih: KAZÉ Anime
Spieldauer: Volume 1: 150 Minuten, Volume 2: 150 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 16 Jahren 

Wer jetzt Interesse daran hat, sich Parasyte -the maxim- zu kaufen, der kann dies u.a. über Amazon machen. Sowohl Volume 1 als auch Volume 2 gibt es dabei ab jeweils 37,99 Euro auf DVD und Blu-ray.

© KAZÉ Anime
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Special vom: 20.07.2018
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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