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Let's Watch: Into the Blue
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Let_s_watch


into_the_blueInto the Blue
ist kein neuer Film, ja, es gab sogar schon einmal vor Jahren eine Blu-ray Veröffentlichung von ihm. Dennoch ist diese seit dem 31.08.2018 getätigte DVD- und Blu-ray-Neuveröffentlichung durch capelight pictures selbst für diejenigen interessant, die den Film schon in ihrer Sammlung haben.

Bei einem Tauchgang vor den Küsten der Bahamas entdecken die vier Freunde Jared (Paul Walker), Sam (Jessica Alba), Bryce und Amanda das Wrack eines gesunkenen Schiffes. Sie können ihr Glück kaum fassen, denn es könnte sich um das verschollene, mit unzähligen Goldbarren beladene Schiff eines legendären Piraten handeln. In der Nähe stoßen sie zudem auf ein abgestürztes Transportflugzeug mit einer nicht minder wertvollen Fracht an Bord: Im Laderaum befinden sich große Mengen Kokain. Um die Bergung des Schiffswracks finanzieren zu können, beschließen Bryce und Amanda, einen Teil des Kokains zu verkaufen. Die einstigen Besitzer der heißen Ware sind ihnen jedoch schon bald auf der Spur. Für die Freunde beginnt ein gnadenloser Überlebenskampf gegen die skrupellosen Drogengangster, die auch vor Mord nicht zurückschrecken.

Filmkritik

Obwohl Into the Blue 2005 an den Kinokassen nur mäßig erfolgreich war, umgibt den Film heutzutage so etwas wie ein Kultfaktor. Zurückzuführen ist dieser vor allem auf die damaligen (Jung)Darsteller. Sam-Darstellerin Jessica Alba (Sin City, Fantastic Four, El Camino Christmas) ist heute ein absoluter Weltstar und Paul Walker, der Jared verkörperte, spielte wenig später in der äußerst erfolgreichen Fast and Furious-Reihe eine Hauptrolle, bevor er 2013 durch einen tragischen Autounfall viel zu früh von uns ging.
Wenn man all dies einmal ausblendet und nur den reinen Film an sich betrachtet, kann man den Kultfaktor hingegen nicht ganz nachvollziehen. Klar gibt es haufenweise wundervolle Bilder (für die Unterwasseraufnahmen wurde damals sogar extra eine neuartige Linse entwickelt, die gestochen scharfe Bilder aufnehmen konnte) und ebenso ansehnliche, braungebrannte Körper zu sehen, doch dem gegenüber stehen Charaktere, die nicht klischeebehafteter sein könnten. Zum einen wären da die braven und immer frisch verliebten Jared und Sam, denen nichts wichtiger zu sein scheint, als die Natur. Als Gegenpart stehen deren Freunde Bryce und Amanda, die für Geld selbst über Leichen gehen würden. Nicht zu vergessen seien natürlich auch die wahren Bösewichte, die (wie sollte es auch anders sein) glatt aus einem frühen 00er-Gangsterrap-Video entsprungen sein könnten. Alles wenig originell und schon dutzende Male gesehen. Gleiches gilt auch für die Story, die im Grunde auch nichts wirklich Neues zu bieten hat. Nichtsdestotrotz hat es John Stockwell (Blue Crush, Cannabis Kid) hervorragend geschafft, all dies so zu erzählen, dass man sich über die gesamte Spieldauer hinweg gut unterhalten fühlt und ab der Mitte sogar einige unerwartete Wendungen zu sehen bekommt. Was man dabei sicher nicht machen darf, ist alles zu hinterfragen, denn zugegebenermaßen wirken einige Szenen doch sehr hanebüchen. Doch wenn man sich einfach so berieseln lässt, fällt einem all das gar nicht auf – genau das macht gutes Popcornkino aus! Was die schauspielerische Leistung angeht, konnte hier vor allem Jessica Alba ihr Können unter Beweis stellen und bewies schon damals, dass sie mehr als nur ein schönes Äußeres zu bieten hat. Schon hier zeigte sie, dass sie viele Facetten hat, wie sie in ihrer weiteren Karriere ja auch das eine oder andere Mal gezeigt hat. Was selbst heutzutage noch eindrucksvoll ist, ist wie harmonisch Alba und Walker zusammenspielen, so als ob sie vorher nie etwas anderes gemacht hätten. Scott Caan (Hawaii Five-0) und Ashley Scott (Jericho – Der Anschlag, UnREAL) als geldgieriges Pärchen Jared und Sam machen ihre Arbeit ebenfalls sehr ordentlich, wobei Ashley Scott meiner Meinung nach aber durchaus eine etwas größere Rolle hätte spielen können. Im Vergleich zu den anderen bleibt ihre Rolle nämlich doch etwas im Hintergrund. Nicht zu vergessen ist natürlich auch Josh Brolin (Deadpool 2, Guardians of the Galaxy, Avengers 4), der damals schon ein gestandener Filmstar war und in Into the Blue eindrucksvoll unter Beweis stellte, warum dies so war.

Bild & Ton
Wie sagt man doch so schön? "Der Film ist gut gealtert". Diese Aussage trifft auf das Bild von Into the Blue auf jeden Fall zu. Klar kann es in Sachen Detailreichtum und Plastizität nicht mit aktuellen Filmen mithalten, doch wenn man bedenkt, dass Into the Blue immerhin schon 13 Jahre auf dem Buckel hat, sind selbst diese Kriterien als gut zu bewerten. Was die Farben anbelangt, ist er, selbst für heutige Verhältnisse, sogar als sehr gut zu bezeichnen. Dank eines gewollt überhöhten Kontrasts sind die Farben jederzeit wunderbar kräftig, wobei gerade das Meer im schönsten Blau erstrahlt. Schattenseite des überhöhten Kontrast ist jedoch, dass gerade in helleren Szenen Details verschluckt werden. Dafür ist aber der Schwarzwert wieder schön knackig und da es auch sonst keinerlei Probleme zu bemängeln gibt, kann man mit dem Bild mehr als zufrieden sein.
Selbiges lässt sich im Prinzip auch für den Sound sagen. Sowohl die deutsche als auch die englische DTS-HD Master Audio 5.1-Tonspur bieten nämlich nicht nur eine hervorragende Räumlichkeit, sondern auch ebenso toll klingende Soundeffekte, die alle Boxen sowie den Subwoofer gekonnt nutzen. Dabei wurde aber so auf die Abmischung geachtet, das auch die Dialoge nie (aufpassen Wortspielerei!) untergehen.

Bonusmaterial
Als Bonusmaterial hat die Blu-ray so einiges zu bieten. Neben einem äußerst interessanten Audiokommentar von Regisseur John Stockwell, gibt es auch zehn entfallene Szenen, die knapp 17 Minuten lang andauern und ebenfalls wahlweise mit Audiokommentar des Regisseurs zu hören sind, das 20:35 Minuten lange „Tauch ein in Into the Blue“, wohinter sich ein ausführliches Making-of verbirgt, das einige tolle Einblicke in die Produktion zeigt, fast 6 Minuten Probeaufnahmen von Scott Caan, Paul Walker und Tyson Beckford, den Kinotrailer, der natürlich nicht fehlen darf, sowie ein Wendecover ohne USK-Logo. Zudem gibt es die Blu-ray wahlweise auch in einem schön gestalteten Schuber, auf dem das eigentliche Cover schön glänzt und der Hintergrund silbern schimmert. Da das Ganze zum Glück mit einem abziehbaren USK-Logo versehen ist, ist es ein wirklich schöner Anblick, der sich in jedem Regal gut macht.
Insgesamt ein wirklich interessantes Paket, vor allem mit dem Hintergrundwissen, dass die bisherigen Blu-ray-Veröffentlichungen immer ohne Extras auskamen mussten. Somit ist diese Blu-ray also selbst für diejenigen Interessant, die den Film schon seit Jahren ihr Eigen nennen.


Fazit:
Auch 13 Jahre nach Erscheinen ist Into the Blue noch wunderschön anzuschauen, erst recht auf der Blu-ray, die alle Farben regelrecht erstrahlen lässt und einem ein satt blaues Meer präsentiert. Doch nicht nur deswegen ist diese Neuveröffentlichung empfehlenswert. Auch die Tatsache, dass man erstmals Bonusmaterial (der Audiokommentar und das Making-of sind besonders zu empfehlen!) erhält, trägt dazu bei, dass selbst diejenigen, die den Film eigentlich schon in ihrer Sammlung haben, sich den Kauf von capelight pictures Neuveröffentlichung nicht entgehen lassen sollten und wer den Film bisher noch nicht kannte, kann auch getrost zugreifen. Neben tollen Bildern und hübschen Menschen bekommt man hier nämlich auch perfektes Popcornkino präsentiert, welches einen auch heute noch gut unterhält.


Originaltitel: Into the Blue
Darsteller: Ashley Scott, Chris Taloa, Clifford McIntosh, Dwayne Adway, James Frain, Javon Frazer, Jessica Alba, Josh Brolin, Paul Walker, Peter R.V. Bowleg Jr., Scott Caan, Tyson Beckford
Regisseur(e): John Stockwell
Veröffentlichung: 31. August 2018
Studio/Verleih: capelight pictures
Spieldauer: 110 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 12 Jahren

Wer jetzt Interesse daran hat, sich Into the Blue zu kaufen, der kann dies u.a. über Amazon machen. Den Film gibt es ab 12,99 Euro auf DVD und Blu-ray. 

© capelight pictures
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Special vom: 01.09.2018
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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