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Let's Watch: No Way Out - Gegen die Flammen
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no_way_outMit No Way Out – Gegen die Flammen brachte StudioCanal kürzlich ein Action-Drama auf den Markt, das einen der verheerendsten Waldbrände der jüngeren US-Geschichte thematisiert.

Eric Marsh (Josh Brolin) ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele und bildet sein 19-köpfiges Team (u.a. Taylor Kitsch) gerade zur renommierten Hotshot-Crew aus. Diese Elite-Einheit macht sich im wahrsten Sinne des Wortes die Hände schmutzig und kämpft an vorderster Front gegen das Feuer. Als sich der mit Drogenproblemen kämpfende Brandon „Donut“ McDonough (Miles Teller) bei Marshs Einheit bewirbt, gibt dieser ihm eine Chance. McDonough wird schnell ein unverzichtbares Mitglied der eingeschworenen Truppe. Mit der Unterstützung des Chefs der örtlichen Feuerwache, Duane Steinbrink (Jeff Bridges), und hartem Training, schafft es das Team um den erfahrenen Marsh, zur offiziellen Hotshot-Crew zu avancieren und bekämpft fortan Waldbrände in der ganzen Region – bis es zu jenen tragischen Ereignissen kommt, die alles für immer verändern...

Filmkritik
Wir schreiben den 29. Juni 2013, im Laufe des Vormittags in den Weaver Mountains, nahe Yarnell, Yavapai County, Arizona: Die örtliche Feuerwehr wird zu einem Waldbrand gerufen, der tags zuvor gegen 17:30 Uhr durch einen Blitzschlag entstand. Zunächst scheint es ein Einsatz wie jeder andere zu sein, schließlich sind Waldbrände in den USA nichts Seltenes. Doch dieser Brand soll anders werden. Aufgrund des unwegsamen Geländes und durch die große Hitze und Trockenheit angefacht, breitet sich der Brand schnell aus, sodass selbst Brandschneisen und der Einsatz von Löschflugzeugen nicht ausreichen und die Situation bis zum Abend vollkommen eskaliert. Da der Brand bereits erste Siedlungen bedroht, werden ein bundesstaatliches Notfallteam sowie drei Interagency Hotshot Crews, also Elitefeuerwehrgruppen, die landesweit bei Waldbränden eingesetzt werden, angefordert.
Als Erstes treffen die 20-Mann starken Granite Mountain Hotshots rund um Eric Marsh ein, die sich am Vormittag des 30. Juni auch direkt aufmachen, ihre Arbeit zu verrichten, um das Feuer einzudämmen. Obwohl sie alle Möglichkeiten ausschöpfen, gelingt ihnen dieses Unterfangen leider nicht – und noch schlimmer, am frühen Nachmittag werden sie vom Feuer eingeschlossen. Gegen 16:35 Uhr melden sie sich ein letztes Mal per Funk, bevor die 19 Feuerwehrmänner, unter ihren Fire Shelters liegend, vom Feuer überrollt werden und sterben. So sollte aus einem anfänglich unscheinbaren Blitzeinschlag der opferreichste Waldbrand der US-amerikanischen Feuerwehr seit dem Griffin Park Fire von 1933 und zum opferreichsten Ereignis der US-Feuerwehr seit den Terroranschlägen am 11. September 2001 werden.

Der Film No Way Out – Gegen die Flammen versucht die Geschichte der Granite Mountain Hotshots, die sie an diesem Tag miterleben mussten, zu rekonstruieren und die dramatischen Geschehnisse aufzuzeigen. Dies gelingt dem Film auch sehr gut, was vor allem daran liegt, dass Regisseur Joseph Kosinski (Tron Legacy, Oblivion) auf das sonst Hollywood-typische Actionkino mit einem Held, der alle rettet, verzichtet und sich tatsächlich an die Tatsachen und Fakten hält. Das allein reicht auch aus, denn allein dadurch, dass man die Feuerwehrmänner kennenlernt, ihr Miteinander in der Truppe sieht und sogar zu sehen bekommt, wie schwer es mit diesem Beruf ist, ein funktionierendes Familienleben zu leben, ist man dermaßen gefesselt und fasziniert, dass man gar keine heroische Geschichte um einen „Held“, der ganz alleine alle rettet, braucht – hier werden nämlich echte Helden gezeigt.

Dass der Einstieg in den Film ein wenig behäbig wirkt, nehme ich dabei gerne in Kauf. Denn wie bereits gesagt, lernt man so die Charaktere besser kennen und fiebert danach dementsprechend mit ihnen. Dass die Charaktere dermaßen ans Herz wachsen, liegt aber nicht nur an deren Geschichte, sondern auch zu einem ganz großen Teil an der Darbietung der Darsteller. Zuallererst muss hier klar und deutlich Josh Brolin (American Gangster, Grindhouse) genannt werden, der den Kopf der Granite Mountain Hotshots, Eric Marsh, unfassbar gut spielt. Aber auch Jennifer Connelly (Requiem for a Dream), die dessen Ehefrau Amanda spielt und die sich beide in einer großen Ehekrise befinden, zeigt hier ihr ganzes Können. Wenn man die beiden so sieht, möchte man sie gerne öfters zusammen schauspielern sehen, so gut passen die zwei zusammen. Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir Taylor Kitsch (Battleship), der den angeberischen Christopher darstellt sowie Miles Teller (War Dogs), der hier als Brandon „Donut“ McDonough noch immer mit den Auswirkungen seiner früheren Drogenabhängigkeit kämpft. Aber auch James Badge Dale (World War Z) und Geoff Stuits (Enlisted), spielen ihre Rollen absolut überzeugend. Etwas schade ist, dass einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler, Jeff Bridges (The Big Lebowski), der hier Duane Steinbring, den Freund und Lehrmeister von Eric Marsh, spielt, keine größere Rolle spielt. Dennoch weiß auch er, genau wie die ebenfalls nur allzu bekannte Andie MacDowell (Und täglich grüßt das Murmeltier), vollends zu überzeugen. Ich könnte die Liste jetzt noch lange weiterführend, denn im Grunde machen alle, die hier vor der Kamera zu sehen sind, eine tolle Arbeit.

Bild & Ton
Am Bild gibt es nichts auszusetzen und die Blu-ray bietet, trotz des nachträglich eingeführten Korns, ein wunderbar scharfes Bild. Auch der Detailgrad ist sehr gut, wenn überhaupt, dann könnte man hier kritisieren, dass in dunkleren Szenen einige Details geschluckt werden. Nichts zu bemängeln gibt es hingegen an den Farben, die immer natürlich und mit einem wunderbaren Kontrast daherkommen. Auch der Schwarzwert ist tadellos und die Dreidimensionalität ist teilweise so gelungen, dass man manchmal glaubt, die Darsteller oder Gegenstände tatsächlich anfassen zu können.
Beim Ton gibt es im Grunde auch nichts zu bemängeln, obwohl die deutsche Tonspur im Gegensatz zum englischen Dolby Atmos 7.1-Ton nur in Dolby Digital 5.1 vorliegt. Logisch, dass sich der englische Ton dann auch vor allem in Sachen Surround Sound etwas besser anhört. Aber auch die deutsche Tonspur kann überzeugen und lässt zum Beispiel genau hören, aus welcher Richtung das Feuer knistert. Die Dialoge sind jederzeit einwandfrei verständlich und der Subwoofer wird ebenfalls gut eingesetzt, etwa bei den Hubschraubergeräuschen, die wummernd durch den ganzen Raum kreisen.
Insgesamt zeigt sich die Blu-ray in Sachen Bild und Ton also auf einem sehr guten Niveau.

Bonusmaterial

An Bonusmaterial mangelt es der Blu-ray nicht. Absolutes Highlight ist der Audiokommentar von Josh Brolin und Regisseur Kosinski. Ebenfalls sehr interessant sind auch die drei Featurettes „Den Helden zu Ehren: Die wahren Geschichten“ (ca. 8 Minuten), in dem die tatsächlichen Geschehnisse thematisiert werden und auch die Angehörigen der damaligen Fire Fighter zu Wort kommen, das 7 Minuten lange „Das Team“, wo gezeigt wird, mit welcher Hingabe versucht wurde, den wahren Vorbildern gerecht zu werden, sowie das rund 9 minütige „Boot Camp: Ausbildung zum Hotshot“, wo gezeigt wird, welche Strapazen die Darsteller beim Dreh auf sich nehmen mussten. Hinzu kommt noch das Musikvideo „Hold the Light“ von Dierks Bentley (ca. 5 Min.), 2 Minuten geschnittener Szenen und ein Making of, welches aber leider nur drei Minuten lang ist. Zum Abschluss gibt es zudem noch ein paar Trailer zu anderen Filmen.


Fazit:
Mit No Way Out - Gegen die Flammen schuf Regisseur Joseph Kosinski einen filmischen Nachruf auf eine Gruppe tapferer Feuerwehrmänner, die bei der Ausübung ihrer Tätigkeit und dem Versuch, andere vor den Flammen zu beschützen, verstorben sind. Das Schöne dabei ist, dass der Film dabei sehr sachlich bleibt und auf die ansonsten Hollywood-typischen übermenschlichen Heldenbilder verzichtet.
Aber nicht nur der Film weiß zu überzeugen, auch die Blu-ray genügt technisch höchsten Ansprüchen und bietet obendrein auch noch interessante Extras.


Originaltitel: Only the Brave
Darsteller: Alex Russell, Andie MacDowell, Ben Hardy, Dylan Kenin, Geoff Stults, Jake Picking, James Badge Dale, Jeff Bridges, Jennifer Connelly, John Trejo, Josh Brolin, Miles Teller, Pell James, Rachel Singer, Scott Haze, Taylor Kitsch
Regisseur(e): Joseph Kosinski
Veröffentlichung: 11. Oktober 2018
Studio/Verleih: StudioCanal
Spieldauer: 134 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 12 Jahren 

Wer jetzt Interesse daran hat, sich No Way Out - Gegen die Flammen zu kaufen, der kann dies u.a. über Amazon machen. Den Film gibt es dabei ab 12,99 Euro auf DVD und Blu-ray. 
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Special vom: 26.10.2018
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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