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Stromausfall: Superhelden – Die Physik hinter Lichtschwert, Batmobil, Todesstern, Kryptonit und Co
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804261_superheldenSuperhelden sind heutzutage allgegenwärtig. Doch nicht erst seitdem Batman, Iron Man und Co. ihren Comics entwachsen sind und uns nun auch in TV-Serien, Videospielen, in Werbung, auf Klamotten, Tassen, Schulranzen und natürlich auch in den Kinos entgegenblicken, wollten wir doch alle schon einmal selber ein Superheld sein. Wer hat nicht schon mal geträumt, von der einen Sekunde auf die nächste unsichtbar werden zu können, mit einem Laserschwert zu kämpfen oder mit dem Batmobil eine Runde zu drehen? Doch wäre das überhaupt möglich? Wie funktionieren all die coolen Gadgets, die wir aus Star Wars und den ganzen Superheldenfilmen kennen, und wären sie im realen Leben auch brauchbar? Genau dieser Frage versucht Lois H. Gresh in ihrem neuesten Buch Superhelden – Die Physik hinter Lichtschwert, Batmobil, Todesstern, Kryptonit und Co zu beantworten.

Wer gerne Science-Fiction-Romane liest, wird mit Sicherheit schon einmal etwas von Lois Harriet Gresh gelesen haben. Schließlich hat sie bereits zehn Science-Fiction-Romane und Story-Sammlungen sowie siebzehn Bücher zu Populärwissenschaft und Popkultur veröffentlicht. In ihren Werken verbindet sie sehr oft die Wissenschaft der Computertechnologie mit Biologie, Botanik und Post-Cyberpunk, was bereits sechs dieser Werke Plätze auf der renommierten New York Times-Bestsellerliste bescherte. Die Autorin weiß also durchaus, über was sie hier schreibt.

Wer befürchtet, dass Gresh dabei staubtrocken und rein wissenschaftlich vorgeht, den kann ich beruhigen. Es wird zwar durchaus versucht zu erklären, wie etwa der Todesstern aus Star Wars oder der Warpantrieb bei Star Trek funktionieren, welche physikalischen Gesetze dort in Kraft treten bzw. welchen Treibstoff man für den Warpantrieb benötigt und wo dieser zu beschaffen wäre. Doch da es sich schlussendlich ja doch immer „nur“ um Science-Fiction handelt, wird vieles auch nur genauestens beschrieben.
Ein gutes Beispiel dafür ist das Batmobil. Um zu erklären, wo das Batmobil seinen Ursprung hat, wie es funktioniert und wie es zusammengebaut ist, trägt Gresh Fakten aus Batman-Comics und -Filmen zusammen und zeigt so, wie kompliziert (und kostspielig) es wäre, ein Batmobil für jedermann zu bauen.
So oder zumindest so ähnlich geht Gresh bei jeder Frage vor. „Wie funktioniert das Teleportieren in Star Trek?“, „Wie funktioniert Kryptonit?“, selbst Fragen zur Persönlichkeit von bestimmten Figuren, wie etwa dem Joker, geht sie so auf den Grund. Es handelt sich hier also eher um eine gute Recherche, als um knallharte wissenschaftliche Fakten, was aber nichts daran ändert, dass es sehr interessant ist, die Fragen endlich einmal beantwortet zu bekommen.

Wer harte Fakten haben möchte, der wird aber auch fündig. Denn Gresh geht auch der Frage nach, wie wir Menschen wirklich Superkräfte erringen können, und nennt dazu einige Beispiele, an denen momentan tatsächlich gearbeitet wird bzw. die es sogar schon gibt. Wie bei den Superhelden-Comics werden die meisten dieser Superkräfte auch in der Realität vor allem beim Militär genutzt. So wird bei der US-Army etwa an besonderen, neuartigen bionischen Rüstung gearbeitet, die den Soldaten schneller, wendiger, aber auch kräftiger machen sollen. Ebenso wird an Tarnanzügen gearbeitet und fünf Waffen, die aus Sci-Fi-Romanen stammen könnten, sind sogar schon heute Realität. Das Buch zeigt also, dass wir gar nicht soweit davon entfernt sind, Superkräfte zumindest zu imitieren.

Was mir an Gresh's Buch besonders gut gefallen hat, ist die Schreibweise. Denn auch wenn es durchaus mal etwas wissenschaftlicher vonstattengeht, schreibt die Autorin immer so, dass man auch ohne Doktortitel immer alles versteht. Zudem schafft sie es, den Leser mit ins Geschehen einzubeziehen, indem sie immer mal wieder ein Superhelden-Quiz einstreut, bei dem das gerade „Erlernte“ abgefragt wird. Das ist eine schöne Idee und lockert das Ganze immens auf.

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Fazit:
Superhelden – Die Physik hinter Lichtschwert, Batmobil, Todesstern, Kryptonit und Co ist kein rein wissenschaftliches Buch, wie der Titel eventuell vermuten lassen könnte. Dennoch schafft es Gresh die Fragen, die sich wohl schon jeder Superhelden- oder Sci-Fi-Fan gestellt hat, mehr als befriedigend zu beantworten. Die Schreibweise ist dabei immer verständlich und die Superhelden-Quizze, die die Autorin immer wieder einstreut, sorgen für eine schöne Auflockerung und Interaktivität.
Wer schon immer wissen wollte, wie der Warpantrieb funktioniert oder ob wir bald wirklich über Superkräfte verfügen könnten, der wird mit diesem Buch also seine Freude haben.

Zu erwerben gibt es Superhelden – Die Physik hinter Lichtschwert, Batmobil, Todesstern, Kryptonit und Co für 22 € bei Amazon, im Buchhandel oder direkt bei Komplett Media.
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Special vom: 27.11.2018
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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