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Kurz vorgestellt: Tokyo School Life
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Visual Novels gibt es wie Sand am Meer und auch auf Nintendos Switch finden sich immer mehr dieser Titel ein. Um aus dieser Masse herauszustechen, müssen Entwickler sich schon ein wenig was einfallen lassen. PQube wagen sich nun mit Tokyo School Life in diesen Sektor vor. Als Alleinstellungsmerkmal dient die Tatsache, dass wir nebenbei auch ein wenig Japanisch lernen sollen.

Die Story könnte zunächst einmal nicht klischeehafter sein. Unser Protagonist hat ein zweimonatiges Stipendium in Japan gewonnen und als großer Otaku freut er sich natürlich einen Ast. Dank der ausufernden Geschichten seines Senpai hat er auch schon ganz klare Vorstellungen davon, wie sein Leben in Japan verlaufen soll und dass er sich natürlich eine süße, kleine Japanerin angeln wird. Wie das Leben aber so spielt, wird er in einem Wohnheim mit drei Mädels untergebracht, die ihn direkt suspekt finden und so beginnt der kurze Aufenthalt im Land der Sonne.

Die Figur des Protagonisten ist mehr als seltsam geschrieben. Einerseits soll er ein totaler Otaku sein, der sein Leben lang auf den Japanaufenthalt hingearbeitet hat, andererseits kommt er mit den gängigsten Begriffen und Bräuchen nicht klar. Der Rest der Geschichte ist darüberhinaus extrem linear. Zwar wird vollmundig angepriesen, dass die Entscheidungen, die man im Verlauf des Spiels trifft, die Handlung beeinflussen sollen, jedoch gibt es von der ohnehin schon spärlichen Auswahl an Entscheidungsmöglichkeiten lediglich eine, an der sich das Spiel in drei Handlungsstränge aufteilt, für jedes Mädchen einen. Das war's. Dadurch gibt es ernüchternde drei Enden und eine Handvoll CGI-Bilder für jede Dame. Abwechslung und Einflussnahme sehen anders aus.

Dafür ist die Präsentation ganz ordentlich. Die Charakterdesign sind stimmig und detailliert und die Hintergrundmusik passt gut zur Slice of Life-Thematik. Die japanischen Sprecherinnen machen ihre Sache ebenfalls sehr gut. Mit zur Präsentation gehört auch das Feature des Japanischlernens. Zwar können Anfänger hier keinen Einstieg in die Sprache erwarten, wer aber bereits die Grundlagen der Schriftsysteme und Grammatik beherrscht, kann zu den englischen Bildschirmtexten gleichzeitig eine Darstellung auf Japanisch dazustellen. Dadurch kann man gut Vokabeln lernen und die Grammatik vertiefen.



Fazit:
Tokyo School Life ist leider kein Highlight unter den Visual Novels. Die Geschichte ist extrem vorhersehbar und klischeehaft und wirklich einflussnehmende Entscheidungsmöglichkeiten gibt es kaum. Jedes der drei Mädchen hat einen eigenen Storypfad, der zu einem fixen Ende führt. Da hilft auch die gelungene Präsentation nicht. Das Feature, gleichzeitig englischen und japanischen Text anzeigen zu lassen, um ein wenig Vokabeln und Grammatik zu vertiefen, ist ganz nett, dürfte aber für die wenigsten ein Kaufgrund sein.

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Special vom: 04.03.2019
Autor dieses Specials: Kai Wommelsdorf
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