Noch nie wurde so schonungslos, zärtlich und feinhumorig über das Alleinsein geschrieben.
Jeder sechste Mensch leidet unter Einsamkeit. Die WHO hat Ende Juni 2025 erstmals einen umfangreichen Bericht zu den gesundheitlichen Folgen von Alleinsein und Einsamkeit vorgelegt. Einsamkeit wird für etwa 880.000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich gemacht. Sie erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kognitiven Abbau und psychische Leiden wie Depressionen.
Daniel Haas begibt sich nach dem Suizid seiner Eltern und dem eigenen Burn-out und Beziehungsaus auf die Suche nach den Ursprüngen der Einsamkeit, die seine Familie seit jeher heimzusuchen scheint – eine höchst intime und poetische Auseinandersetzung, die beweist: Selbst in Einsamkeit sind wir nicht allein.
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Daniel Haas, Einsamsein, Goldmann, 22,00 € (D), 22,70 € (A), CHF 30,90*, HC, Geb. mit SU, 224 Seiten, ET: 11.02.2026
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Daniel Haas
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Einsamsein
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Eine Befreiungsgeschichte
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Wenn man plötzlich alles verloren hat – den Job, die Partnerin, Freunde und Freundinnen sowie alle Zukunftsperspektiven –, hält die Einsamkeit Einzug. Und wenn sich dann auch noch die Mutter das Leben nimmt, nachdem schon der Vater Suizid begangen hat, dann beginnt man, sich Fragen zu stellen. Wie ist man bloß in diese Situation hineingeraten?
Daniel Haas‘ Auseinandersetzung mit der Einsamkeit, die sich als bestimmendes Element generationenweit durch seine Familiengeschichte zieht, gerät zu einer Befreiungsgeschichte. Er beschreibt, wie er sich durch Groll, Ängste, Selbstzweifel und Misstrauen immer wieder selbst isoliert und schließlich mehr und mehr begreift, worauf es ankommt: auf Akzeptanz und Wohlwollen anderen und dem Leben gegenüber. Am Ende steht ein Ausblick auf ein Leben, frei von den Fesseln der Einsamkeit, hinter denen etwas Neues zum Vorschein kommt: Hoffnung auf Verbundenheit jenseits gesellschaftlicher Vorgaben und Zwänge.
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Daniel Haas, Jahrgang 1967, lebt als freiberuflicher Journalist und Autor in Hamburg. Von 2004 bis 2010 war er Kulturredakteur bei SPIEGEL ONLINE, es folgten Stationen bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Zeit sowie der Neuen Zürcher Zeitung. Er schreibt über Literatur, Film und gesellschaftspolitische Fragen. Das Thema Einsamkeit beschäftigt ihn seit Langem. Er verlor beide Eltern durch Suizid, ein Burn-out isolierte ihn für mehrere Jahre. So wurde Einsamkeit eine prägende Erfahrung – und eine Chance, sich und andere besser zu verstehen.
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