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„B.s Eltern fanden B. schwierig, genauer gesagt fühlten sie sich, ihre Tochter betreffend, seit längerer Zeit hilflos, und der Knock-out war ihre Ankündigung gewesen, neun Buchstaben aus ihrem Namen zu streichen und nur einen zu behalten. B.!.“
So beginnen Simons Beobachtungen bezüglich B., die unerwartet die Ferien mit ihm, seinem Vater und seiner kleinen Schwester Käptn verbringt. Es wartet ein Sommer auf ihn, der noch lange nachhallen wird, denn B. löst viel bei ihm aus: Faszination, Überforderung, Wissbegierde und auch Sorge.
Nikola Huppertz hat einen Roman über zwei Jugendliche geschrieben, der auf der einen Seite leise Töne anschlägt und die Zerbrechlichkeit der jugendlichen Seele thematisiert, auf der anderen Seite die Härte der Realität skizziert. Die Geschichte wirft Fragen über Schuld, psychische Gesundheit, Freundschaft und Liebe auf, die nachhallen und zum Nachdenken anregen.

Nikola Huppertz, Tage mit B., Tulipan, 17,00 € (D), 17,50 € (A), CHF 24,50*, HC, Pappband, 208 Seiten, ET: 27.05.2026
Über Tage mit B.: Simon kennt sie kaum, die mysteriös wirkende Patentochter seines Vaters, die mit in den Familienurlaub an der Elbe kommt. Die fünfzehnjährige B. gilt als „schwierig“. Sie trägt einen langen Mantel in der sommerlichen Hitze, liest Bücher, deren intellektuelle Tiefe ihn maßlos überfordern, schläft auf dem Fußboden und verweigert fast gänzlich Nahrung. Je mehr er über sie erfährt, ihre Kompromisslosigkeit und Stärke kennenlernt, desto faszinierter ist er von der ihm unverständlichen B.
In der spätsommerlichen Flusslandschaft entsteht zwischen Simon und B. eine intensive, eigentümliche Verbindung. Er fühlt sich von ihr gesehen und zugleich zurückgestoßen und hofft auf die Augenblicke, in denen er in B.s Welt eingelassen wird. Doch auch wenn eine Katastrophe ihr Zusammensein abrupt beendet, bleiben die Spuren dieses Sommers unauslöschlich in Simons und B.s Erinnerung.
Über die Autorin: Nikola Huppertz, geboren 1976 in Mönchengladbach, studierte Violine und Psychologie. 2007 gewann sie mit dem Manuskript ihres Debütromans „Karla, Sengül und das Fenster zur Welt“ den Literaturwettbewerb der Bonner Buchmesse Migration. Seitdem hat sie mehr als 30 Kinder- und Jugendbücher, Lyrik und Kurzprosa für Erwachsene sowie Geschichten für den Rundfunk veröffentlicht. Ihre Arbeiten wurden in bislang 15 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Evangelischen Buchpreis, einer Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis und mit einem Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds. Sie lebt in Hannover.
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