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Eine Donau im Ausnahmezustand
Obermair bewältigte die 72 Stunden unter außergewöhnlichen Bedingungen. Wochenlange Hitze und anhaltende Trockenheit hatten die Wasserstände auf historische Tiefstände sinken lassen – teilweise stand Obermair in nur hüfthohem Wasser. In einzelnen Regionen wurden die niedrigsten Werte seit Beginn der Messungen aufgenommen. Die Strömung, fest in Obermairs Rekordplanung eingerechnet, brach auf einzelnen Abschnitten von den erwarteten sechs Kilometern pro Stunde auf teilweise nur noch einen Kilometer pro Stunde ein.
Hinzu kamen mehrere Tage und Nächte im Wasser, anhaltender Schlafmangel, nur kurze Versorgungsstopps, Schiffsverkehr und Treibgut. Die zunehmende Erschöpfung führte zeitweise zu Halluzinationen. Wegen drohender Unterkühlung wurde das Schwimmen mehrfach von der DLRG unterbrochen.
Nach 72 Stunden war das offizielle Zeitfenster des Rekordversuchs ausgeschöpft. Am Begleitboot beendete Obermair die Challenge und brachte sich aus eigener Kraft an Bord – begleitet von seinem Team, der DLRG und tausenden Fans im Livestream. Sein erster Wunsch nach den 72 Stunden auf Wasser: „touching land“.
Hans Sigl alias Der Bergdoktor: „Typen wie Marinus, das sind Worldchanger. Darum geht’s. Dass man Dinge tut und andere inspiriert.“
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