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Kingdom Hearts: Birth by Sleep

Entwickler: Square Enix
Publisher: Square Enix

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 35 €

Systeme: PSP

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Nun ist es schon ein paar Jährchen her, dass wir mit Sora, Donald und Goofy auf der Suche nach Kingdom Hearts waren. Seither gab es keine Fortsetzung der Geschichte, sondern lediglich Zwischenepisoden, mit denen die verworrenen Hintergründe ein wenig aufgeklärt werden sollten. In dem zeitlich noch vor dem ersten Teil angesiedelten Birth by Sleep erfahren wir nun, wie der große Oberbösewicht der Serie seine Anfänge feierte.

Meinung:
Terra, Aqua und Ventus sind die drei Protagonisten des Spiels und angehende Schlüsselschwert-Meister. Am Tage ihrer Prüfung mischt sich allerdings der finstere Meister Xehanort ein und lässt Terras dunkle Seite hervorschimmern, woraufhin diesem der Meistertitel verwehrt wird. Zu allem Überfluss erscheinen in den verschiedensten Welten auch noch Monster, sogenannte Unversierte, sodass Terra und Aqua auf eine Aufklärungsmission geschickt werden. Der jüngere Ventus zieht auf eigene Faust los, um seine Freunde zu unterstützen.

Wähle deinen Pfad
Jeder der drei Charaktere erlebt seine eigene Geschichte, von denen jede separat gespielt werden muss. Die Figuren besuchen zwar die gleichen Welten, treffen dabei aber auf unterschiedliche Charaktere, erleben andere Ereignisse und bereisen auch so manche abweichende Lokalität. In Schlüsselmomenten treffen die Figuren hin und wieder aufeinander und bekämpfen beispielsweise zusammen den gleichen Boss. Um die komplette Story zu entschlüsseln, muss man natürlich alle drei Geschichten spielen, um alle Blickwinkel miteinander verbinden zu können. Hat man alle Geschichten durchgespielt und für jede ein "Durchspiel-Save" angelegt, kann das große Finale gespielt werden.

Zwar ist es durchaus interessant, die komplexe Story aus drei Winkeln zu betrachten und verschiedene Hintergründe zu erfahren, leider wirkt sich das spielerisch ein wenig demotivierend aus. Hat man die erste Story nach ungefähr 10 bis 12 Stunden durchgespielt und freut sich gerade über den starken Charakter, fängt man bei der nächsten Geschichte wieder bei Null an. Das ist vor allem im Hinblick auf das Fähigkeitensystem ärgerlich.

Ich kann was, was du nicht kannst
Die drei Figuren unterscheiden sich nicht nur in der Story sondern auch spielerisch voneinander. Terra ist dabei die stärkste Figur und ist auf Kraft ausgelegt, während Ventus seinen Mangel an Stärke mit Geschwindigkeit ausgleicht. Aqua ist magisch sehr begabt. Die Fähigkeiten, die alle Figuren nutzen können, sind im Großen und Ganzen aber gleich. Jeder hat eine bestimmte Anzahl an Slots, in denen Fähigkeiten angelegt werden können. Diese Fähigkeiten können unterwegs in Kisten gefunden, von Gegnern fallengelassen oder gekauft werden. Jede Fähigkeit lässt sich aufleveln und erhält auf ihrem Maximum einen Stern. Aufgelevelte Fähigkeiten können in der Fusion miteinander kombiniert werden, um neue Fähigkeiten zu erschaffen.

Kombiniert man zwei hochlevelige Feuer-Zauber beispielsweise miteinander, kommt die nächste Stufe - der Feura-Zauber - dabei heraus. Werden zusätzlich noch bestimmte Gegenstände als Katalysatoren verwendet, erhalten die neuen Fähigkeiten außerdem noch spezielle Eigenschaften, die den Charakter stärken. Auf diese Art können sehr starke Fähigkeiten erschaffen werden. Leider muss auch hier jeder Charakter am Anfang seiner Story bei Null anfangen. Das ewige Leveln der immer gleichen Fähigkeiten kann daher schnell frustrierend werden.

Die Unversehrten
Die Kämpfe laufen prinzipiell in klassischer Kingdom Hearts-Manier ab. Ihr betretet ein Gebiet und eine Gruppe Feinde erscheint. Diese werden in Echtzeit von euch mit dem Schlüsselschwert vermöbelt, wobei automatisch der nächststehende Gegner anvisiert wird. Da das meist in einem heillosen Chaos endet, kann auch eine LockOn-Funktion genutzt werden, um bestimmte Gegner aufzuschalten. Neben dem Schlüsselschwert können natürlich auch die vorher angelegten Fähigkeiten benutzt werden. Dabei ist zu beachten, dass jede Fähigkeit auch einen eigenen Cooldown besitzt, also eine bestimmte Dauer, bis diese Fähigkeit erneut eingesetzt werden kann. Heilzauber wollen daher mit Bedacht eingesetzt werden.

Der Schwierigkeitsgrad ist sehr schwankend. Während die meisten Standardgegner oft problemlos ausgelöscht werden können, zieht die Schwierigkeit bei Bosskämpfen in der Regel drastisch an. Bereits auf normalen Level kann eine Combo ausreichen, den gesamten Lebensbalken zu leeren. Hier hilft meist nur leveln, um selbst mehr Schaden austeilen zu können. Anzumerken ist hierbei, dass die Geschichte von Terra vom Entwickler als erste gedacht ist, aber den höchsten Schwierigkeitsgrad aufweist.

Multifunktionswunder
Beim Kampfsystem gibt es aber noch mehr Möglichkeiten. Zum einen darf man in verschiedene Kommando-Stile wechseln. Je nachdem mit welchen Attacken man seine Comboleiste gefüllt hat, kann man bei voller Anzeige einen Abschlussangriff ausführen oder in einen anderen Kommandostil wechseln. Hat man verstärkt Blitzattacken benutzt, wechselt man in einen Zustand, der Blitzschaden austeilt. Dieser Zustand ist zeitlich begrenzt und endet ebenfalls in einem gewaltigen Abschlusskommando. Diese Stile werden mit der Zeit freigeschaltet und können danach eingesetzt werden.

Außerdem kann zu verschiedenen Charakteren, mit denen man Freundschaft schließt, ein D-Link erstellt werden. Prinzipiell werden damit die Beschwörungen der vorherigen Teile abgelöst. Anstatt aber die Figuren zur Unterstützung zu rufen, eignet man sich deren Fähigkeiten an und ersetzt damit seine eigenen. Dadurch können starke Fähigkeiten verwendet werden, die man sonst nicht in seinem Repertoire hat. Natürlich ist auch dieser Zustand zeitlich begrenzt.

Disney-Nachfolge
Grafisch gibt es nichts zu meckern. Das Spiel schafft es ohne Problem den Stil der PS2-Titel einzufangen und kann mit schönen Animationen und Effekten dienen. Lediglich die eine oder andere Umgebung sieht ein wenig kahl aus. Dadurch dass Gegner nur erscheinen, wenn man in einen bestimmten Radius kommt und wieder verschwinden, wenn man diesen Radius verlässt, sind auch nie zu viele Feinde auf dem Bildschirm, um Einbrüche in der Framerate zu provozieren.

Die Welten basieren auf Klassikern der Disney-Filme wie Cinderella, Dornröschen, Schneewittchen und Peter Pan, aber auch neue Filme sind durch Lilo & Stitch vertreten, wobei hier leider kein Ausflug nach Hawaii gemacht wird, sondern wir uns auf einem Raumschiff vergnügen. Das obligatorische Kolosseum von Herkules darf natürlich auch nicht fehlen. Ohne direkte Filmvorlage findet sich Disney Stadt und die spätere Zuflucht der Final Fantasy-Charaktere Radiant Garden. Mit Ausnahme von Zack aus Crisis Core treffen wir aber auf kaum eine Figur aus älteren Square-Titeln.

Ein wenig traurig ist das verschenkte Potenzial der Zwischensequenzen. Während es ein gerendertes Introfilmchen gibt, in dem Szenen aus späteren Zwischensequenzen vorkommen, werden alle Sequenzen im Spiel in Spielgrafik dargestellt. Dadurch wirkt das Intro ein wenig wie eine Karotte an einer Angel, der man als Esel hinterherläuft, sie aber doch nicht bekommt. Das hätte schöner umgesetzt werden können.

Hier wird Deutsch gesprochen
Nachdem wir dank der Disney-Lizenzen in den PS2-Titeln mit einer wundervollen deutschen Synchronisation verwöhnt worden sind, ist es enttäuschend, dass Birth by Sleep ausschließlich über englischen Ton verfügt. Zwar gibt es deutsche Untertitel, diese sind aber nicht immer sehr gut übersetzt worden. Auf der anderen Seite überzeugt vor allem Leonard Nimoy als Xehanort und auch Mark Hamill glänzt in den wenigen Szenen, die er hat. Terra, Aqua und Ventus sind nach anfänglichen Schwierigkeiten auch recht ordentlich. Dennoch sind deutsche Kingdom Hearts-Spieler andere Standards gewöhnt.

Musikalisch wird das Ohr dafür mit den besten Klängen der Serie verwöhnt. Die Kampfmusiken und Charakter-Songs stechen besonders hervor. Die abgewandelten Disney-Themen können allerdings auf Dauer anstrengend werden. Vor allem Bibidi babidi boo wird schnell nervtötend.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Obwohl die PSP immer mit dem fitzeligen Analogplättchen zu kämpfen hat, geht die Steuerung sehr einfach von der Hand. Mit den Schultertasten kann die Kamera angepasst und Ziele ausgewählt werden. Die Buttons dienen zum Springen, Angreifen, Fähigkeiten nutzen und Ausweichen. Lediglich der LockOn schafft es immer wieder, sich in den unmöglichsten Momenten einfach abzuschalten oder das Ziel zu wechseln.

Spieldauer
Die Dreiteilung der Geschichte ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen ist Birth by Sleep das längste Kingdom Hearts bisher, da jede der drei Geschichten bereits 10 bis 15 Stunden Spielzeit umspannt. Damit ist allerdings nur die nackte Story abgehakt. Um 100% zu erhalten und womöglich das geheime Ende sehen zu können, wird die Spielzeit noch einmal ordentlich angehoben. Hier wollen alle Minispiele gemeistert, Truhen und Sticker gefunden und Fähigkeiten fusioniert werden. In der Arena warten außerdem noch jede Menge Zusatzherausforderungen. Mit allen drei Charakteren die gleichen Sachen immer wieder zu machen, wird aber schnell eintönig und wiederholend.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf kaiKingdom Hearts: Birth by Sleep ist ein Muss für jeden Kingdom Hearts-Fan. Man sollte zumindest Teil I und II gespielt haben, um der Story vernünftig folgen zu können.
Wer sich dann auf die Dreiteilung einlässt, bekommt jede Menge Inhalt für sein Geld in einer wunderschönen grafischen und musikalischen Verpackung. Selbst Neulinge der Serie finden hier ein Action-RPG der Spitzenklasse.
Wer keine PSP hat, sollte für dieses Spiel ernsthaft über einen Kauf des Handhelds nachdenken.

Kingdom Hearts: Birth by Sleep - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.625 Grafik: 9.50
Sound: 8.00
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.50
Wertung: 8.625
  • Super Grafik
  • 3 verflochtene Handlungsstränge
  • Gute Steuerung
  • Gute englische Synchro
  • Abwechslungsreiches Kampfsystem
  • Keine deutsche Synchro
  • Dreimal bei Null anfangen
  • Keine Rendersequenzen

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Rezension vom: 11.10.2010
Kategorie: Action
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