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Shift 2 Unleashed

Entwickler: Slightly Mad Studios
Publisher: Electronic Arts

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 46,48 €

Systeme: PC, PlayStation 3, Xbox 360

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Mittels realistischem Fahrverhalten und einer noch nie dagewesenen Cockpitansicht bewies EA bzw. Slighty Mad 2009, dass ihre Need for Speed-Reihe mehr sein kann als arcadige Untergrund-Rennen oder Polizei-Verfolgungen. Mit dem nun erschienenen Shift 2 Unleashed gehen Publisher und Entwickler sogar noch einen Schritt weiter und sehen ihr neustes Spiel in direkter Konkurrenz zu den beiden Fahrsimulations-Giganten Gran Turismo und Forza Motorsport. Dafür haben sie wieder einige Neuerungen und Veränderungen vorgenommen. Doch reicht das wirklich, um in nur zwei Teilen aus einem Fun-Racer eine ernstzunehmende Simulation zu machen? Der Test wird es zeigen.

Meinung:
Der erste Schritt Richtung ernstzunehmender Simulation war die Ankündigung das Shift 2 Unleashed eben Shift 2 Unleashed heißt, und nicht etwa Need for Speed: Shift 2 Unleashed. Schließlich steht Need for Speed für Arcade-Racing und das will Shift 2 Unleashed ja gerade nicht sein. Trotzdem steht der berühmte NfS-Schriftzug auf dem Cover, jedoch eher zu Werbezwecken denn als Teil des Namens. Allerdings ist das nur Haarspalterei, denn viel wichtiger sind ganz andere Veränderungen.

So wurde der Fuhrpark im Vergleich zum ersten Teil mehr als verdoppelt. Zwar ist die Anzahl von 120 Fahrzeugen immer noch nicht mit denen der beiden Gerne-Könige zu vergleichen, doch dafür sind in Shift 2 Unleashed, bis auf ein paar Ausnahmen, ausschließlich PS-Starke Flitzer im Sortiment vorhanden. Unter anderem darf man sich in das Cockpit des Audi R8 LMS, Bugatti Veyron 16.4, Lamborghini Reventon, Mercedes Benz SLS AMG oder Nissan GT-R setzen.

Intensives Fahrgefühl
Die Cockpit-Ansicht , die ein noch nie dagewesenes „Mittendrin-Gefühl“ vermittelte, war ohne Frage eines der Highlights des ersten Teils. Doch das genügte Slighty Mad diesmal nicht. Neben der selbst heute noch einzigartigen Cockpit-Ansicht gibt es diesmal die sogenannte Helmperspektive. Hier schaut man direkt aus den Augen des virtuellen Fahrers, was bedeutet, dass man nicht nur einen Teil des Visiers zu sehen bekommt, sondern auch die Bewegungen des Kopfes nachempfunden werden.

Bei schnellen Kurven oder scharfen Bremsmanövern neigt sich der Kopf in die entsprechende Richtung. Auch das Vorrausschauen auf den Scheitelpunkt einer Kurve oder einer Biegung wird dargestellt. Zusammen mit dem ohnehin schon vorhandenen Unschärfeeffekt, der bei Crashs oder hohen Geschwindigkeiten einsetzt, vermittelt diese neuartige Perspektive ein intensives Fahrgefühl. Allerdings hat sie auch ihre Nachteile. Dadurch dass der Kopf die ganze Zeit über in Bewegung ist, kann es im Wirrwarr des Renngeschehens schon mal unübersichtlich und hektisch werden. Außerdem sieht man aus den Augen des Fahrers leider weniger von den sehr schön nachempfundenen Cockpits, weshalb ich persönlich die „alte“ Cockpit-Ansicht präferiere.

Tunen wie die Profis
Genau wie der Fuhrpark wurden auch die Tuningmöglichkeiten erweitert. Konnte man im ersten Teil lediglich ein paar Veränderungen vornehmen, so darf man diesmal nahezu alle Aspekte des Wagens ganz nach Belieben einstellen. Sei es der Reifendruck, die Bremsbalance oder die Werte des Stoßdämpfers, alles kann individuell angepasst werden. Zudem darf der Spieler seine Wagen mit Hilfe von Upgrades, wie etwa verbesserten Abgasanlagen, Reifen, Bremsanlagen oder Fahrwerken, aufrüsten. Allerdings sollte man dies mit Bedacht tun. Denn durch einen besseren Motor ändert sich nicht nur das Fahrverhalten, der Wagen wird auch so stark, dass er in eine höhere Wagen-Klasse eingestuft und somit für bestimmte Rennen unbrauchbar wird. Weniger gefährlich ist es hingegen seinen fahrbaren Untersatz mit neuen Vinyls und Decals aufzuhübschen.

Vom Nürburgring bis nach Bathurst
Nachdem man alle erforderlichen Umbauten getätigt hat, geht es endlich auf die Strecke. Beim „schnellen Rennen“ hat man die freie Auswahl aus insgesamt 80 Strecken bzw. Streckenvarianten. Neben den altbekannten Austragungsplätzen des Erstlings kann man sich auch auf ganz neuen Asphaltbändern austoben. Wie es sich gehört, sind die meisten neuen Rennpisten natürlich auch wieder Originalstrecken. So kann man sich nun neben Brands Hatch, Spa-Franchorchamps und Hockenheim z.B. auch auf dem F1-Kurs des Nürburgrings, auf der Traditionsstrecke von Monza, in Laguna Seca (durch die weltberühmte Corcscrew-Schikane bekannt) sowie im japanischen Suzuka versuchen.
Außerdem wurden mit Miami, Schanghai und Riviera drei hübsche Phantasiestrecken ins Programm aufgenommen.

Das absolute Highlight ist Bathurst, auf dem jedes Jahr das Bathurst 1000 der australischen Tourenwagen Meisterschaft (V8 Supercars) ausgetragen wird. Hier gibt es nicht nur viele lange Geraden sondern auch eine steile Kurvensektion, die über den Mount Panorama führt. Zudem ist die Strecke in manchen Teilen außergewöhnlich eng, was sie noch schwieriger macht. Vor allem nachts muss man vorsichtig sein, damit man nicht plötzlich in der Leitplanke landet.

Die Karriereleiter hinauf
In der Karriere kann man sich leider nicht aussuchen, auf welcher Strecke oder zu welcher Tageszeit man gerne fahren möchte. Stattdessen werden hier, wie es für einen Karriere-Modus üblich ist, nach und nach neue Rennen aufgezeigt, an denen man teilnehmen kann. Erst wenn man erfolgreich war und sich eine Stufe hochgearbeitet hat, werden die nächsten Rennen freigeschaltet. Um dies zu schaffen, muss man aber nicht zwingend jedes Rennen gewinnen. Auch ein zweiter oder dritter Platz bringt reichlich XP ein. Außerdem gibt es auch diesmal wieder für besondere Leistungen extra XP zu gewinnen. Anders als beim ersten Teil sind diese Aufgaben aber diesmal nicht in „gut oder schlecht“ aufgeteilt. Es reicht einfach, einen Gegner sauber zu überholen, auf der Ideallinie zu bleiben oder Kurven exakt zu durchfahren.

Feingefühl ist gefragt
Shift 2 Unleashed bietet viele Herausforderungen. Die Lenkung zum Beispiel reagiert sehr direkt, wodurch ein gefühlvolles Zusammenspiel von Gas und Bremse unvermeidbar ist. Wenn man dies nicht beachtet, dreht man sich oder findet sich schneller neben der Strecke wieder, als es einem lieb ist. Ganz besonders gilt dies für die Driftevents. Hier scheint die richtige Dosierung zwischen Gas, Bremse und Einlenkpunkt noch diffiziler zu sein. Das hat zur Folge, dass man, ohne langes Training, irgendwann gewillt ist den Controller in die Ecke zu werfen, da man einfach keine ordentlichen Drifts auf den Asphalt bekommt.

Zum Glück kann man diese Events in der Karriere einfach ignorieren. Oder aber, und dieses Vorgehen favorisiere ich, man stellt sich der Herausforderung und nimmt sich die Zeit das richtige Driften zu erlernen. Denn wenn man es einmal drauf hat, macht das Schliddern durch die Kurven jede Menge Spaß.

Der Blick in den Rückspiegel
Manchmal hilft selbst Feingefühl und Training nicht weiter. Da packt die KI einfach den Hammer aus und drückt einen ohne Rücksicht auf Verluste ins Kiesbett oder in die Leitplanke. Schon im mittleren Schwierigkeitsgrad wird man das krachende Geräusch zweier sich berührender Wagen leider immer wieder hören. Besonders ärgerlich sind solche Rempeleien, wenn sie in der letzten Runde eines Rennens geschehen und einem eventuell sogar einen sicher geglaubten Sieg kosten. Da man einen Unfall nicht mehr rückgängig machen kann, gilt es nicht nur seinen Wagen immer unter Kontrolle zu haben, sondern auch ab und an einen Blick in den Rückspiegel zu werfen.

Zeigs Deinen Freunden
Nachdem man ein Rennen mehr oder weniger erfolgreich abgeschlossen hat, darf man seine gefahrene Zeit, dank des Autolog-Systems sofort mit denen der Freunde vergleichen. Dies sorgt natürlich für einen extra Schub an Motivation, denn schließlich will jeder mit seiner Zeit ganz oben in der Bestenliste stehen.

Lass es uns auf der Strecke auskämpfen
Wer nicht nur über die Zeit beweisen will, wie schnell er unterwegs ist, kann sich natürlich auch im Mehrspieler-Modus mit seine Freunden treffen. Hier kämpft man im 1 vs. 1-Duell, einer Duell-Aufholjagd, einer Gruppen-Aufholjagd mit bis zu 12 Fahrern, einem normalen Rennen oder in einer Duell-Meisterschaft, in der man im KO-Prinzip insgesamt sechs Duelle absolvieren muss. All dies funktioniert erfreulicherweise reibungslos und ohne jeglichen Lag oder Ruckler. Lediglich die Aufmachung hätte ein wenig peppiger sein können.

Ein prächtiges Farbenspiel
Ganz egal ob man nun im Multiplayer oder alleine unterwegs ist, die Grafik ist meisterschaftswürdig. Das gilt nicht nur für die Wagenmodelle und deren Cockpits. Auch abseits der Strecke wurde mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. So kann man zum Beispiel sehen, wie der Wind die Bäume zum Wiegen und die Flaggen zum Wehen bringt oder wie Zuschauer begeistert winken. Hübsch anzuschauen sind auch die verschiedenen Tageszeiten, wobei die Dämmerung das absolute Highlight darstellt. Wenn die Sonne gerade untergeht, beobachtet man prächtige Farbspiele und Spiegelungen.

Ein Genuss für Motorsport-Fans
Auch am Sound haben die Entwickler tolle Arbeit geleistet und den Klang der Motoren so kernig gestaltet, wie man sich das bei PS-Hämmern wünscht. Im Zusammenspiel mit den Getriebegeräuschen, dem Quietschen der Reifen und den Sounds der umher fahrenden Boliden entsteht eine Kulisse, die das Ohr jedes Motorsport-Fans begeistert.


Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert stefanShift 2 Unleashed ist ein absoluter Pflichtkauf! Auch wenn es am Ende keine reinrassige Simulation geworden ist, hat der Racer einiges zu bieten: Angefangen bei den 120 verschiedenen Traumwagen, den zahlreichen Strecken über die vielen Tuningmöglichkeiten, der tollen Grafik bis hin zum markerschütternden Sound.

Selbst die Tatsache, dass die KI etwas zu rabiat und die Lenkung einen Tick zu direkt ist, motiviert mehr als dass sie frustriert. Schließlich will man gefordert werden.
Somit bleibt mir nur noch eines zu sagen: Anschnallen und Gas geben!

Shift 2 Unleashed - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.125 Grafik: 9.00
Sound: 10.00
Steuerung: 8.75
Gameplay: 8.75
Wertung: 9.125
  • Noch intensiveres Rennfeeling
  • Überragender Sound
  • Fuhrpark verdoppelt
  • 12-Mann Online-Rennen
  • Zahlreiche Tuningmöglichkeiten
  • Helmperspektive etwas chaotisch
  • Driften sehr schwer
  • Viele unnötige kleinere Fehler
  • KI sehr aggressiv

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Rezension vom: 11.04.2011
Kategorie: Sport
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