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Saints Row: The Third

Entwickler: Volition
Publisher: THQ

Genre: Action
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 47,97 €

Systeme: PC, PlayStation 3, Xbox 360

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Der Irrsinn hat einen Namen: Saints Row. Seit ihrem ersten Auftritt im Jahr 2006 ist Volations Gangster-Serie der Inbegriff total überdrehter Action. In Zeiten, in denen Battlefield, Call of Duty und Grand Theft Auto auf Realismus setzen, versucht Saints Row genau das Gegenteil und alles zu überspitzen. Zweimal ist das den Entwickler bisher gut gelungen. Doch im Vergleich zum nun erschienenen dritten Teil, Saints Row: The Third, soll alles bisher Dagewesene nur ein Vorspiel gewesen sein.

Meinung:
Die Story von Saints Row: The Third knüpft an die des zweiten Teils an: Nachdem sich die Third Street Saints die Vorherrschaft in Stilwater gesichert haben, sind sie nach Steelport gezogen und leben dort wie Popstars. Neben einem eigenen Klamottenlabel, verkaufen sie einen Saints Enegry-Drink - und ein Film über sie ist auch noch in der Mache. Im Grunde genommen hätten sie es gar nicht mehr nötig ihren früheren, illegalen Geschäften nachzugehen. Doch wie das mit Gangstern ist, können sie ihr altes Leben niemals ganz hinter sich lassen…

Das ging in die Hose
Allerdings geht der Banküberfall, den sie mit riesigen Masken ihres eigenen Antlitz durchführen, gehörig in die Hose. Statt den Safe in aller Ruhe auszuräumen, müssen sich die Saints mit den bis an die Ohren bewaffneten Angestellten auseinander setzen. Auch der Plan, den Safe per Helikopter herauszubringen, funktioniert nicht. Und als ob das nicht schon genug wäre, finden sich die drei Chef-Saints bald gefesselt in Philippe Loren’s Flugzeug wieder.

Loren, seines Zeichen Oberhaupt der Gangster-Vereinigung „The Syndicate“, macht den Gefangenen schnell klar, dass er für ihre Pechsträhne verantwortlich ist. Sollten sie lebendig aus dem Flugzeug aussteigen wollen, müssen sie ihm zwei Drittel ihrer Einkommen überlassen. Natürlich sind die Saints damit nicht einverstanden. Nachdem sie sich von ihren Fesseln befreit haben, geht im Flugzeug eine wilde Schießerei los, bei der Johnny tödlich getroffen wird. Nach einer irrsinnigen Flucht per Fallschirm schwören die übrigen Saints Rache zu nehmen.

Hauptsache abgedreht
Die Story ist zwar gut und spannend erzählt, aber nicht ganz auf GTA-Niveau. Doch das ist eigentlich nebensächlich. Wichtig ist bei Saints Row: The Third nämlich nur, dass es verrückt zu geht. Schon allein die Szenen, in denen man durch das Flugzeug fliegt und Philippe Loren während dessen noch eine schöne Abreibung verpasst oder die Werbung für den Saints-Energy Drink, sind so einzigartig, dass sich der Kauf schon hierfür lohnt. Und dabei ist das nur der Anfang…

Nicht nur die Entwickler dürfen all ihre verrückten Ideen ausleben, auch der Spieler darf seiner Fantasie freien Lauf lassen und seinen Charakter ganz nach Belieben gestalten. Einen vorgefertigten Helden wie er in GTA vorkommt, gibt es nicht. Stattdessen darf man frei entscheiden. Die Möglichkeiten sind vielfältig und bieten von einer attraktiven Dame, über einen Duke-Klon bis hin zum Glatzkopf in Frauenkleidern, alles, was das Herz begehrt. Im späteren Verlauf kann man seinen Charakter sogar noch mit vielen weiteren Kleidungsstücken ausstatten.

Wie schwer soll es denn sein?
Wie man es von einem Sandbox-Spiel kennt, gibt es auch in Saints Row: The Third einiges zu tun. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den Missionen, schließlich bringen sie die Story weiter. In den meisten davon geht es nur darum, seine Waffe zu zücken und so viele gegnerische Bandenmitglieder wie nur möglich ins virtuelle Nirvana zu schicken. Wie schwer das vonstatten geht, liegt nicht nur an der ausgewählten Waffe, sondern auch am Schwierigkeitsgrad, für den man sich zu Anfang des Spiels entschieden hat. Während der einfachste wirklich nur für völlige Genre-Neulinge geeignet ist, geht es in den übrigen mächtig zur Sache.

Neben jeder Menge Action-Missionen gibt es aber auch Aufträge, in denen es (für Saints Row-Verhältnisse) ruhiger zugeht. Hier muss man zum Beispiel nur von Punkt A nach B fahren oder andere Fahrmissionen bewältigen. Natürlich sind auch ein paar außergewöhnliche Missionen im "Paket" enthalten, die ich an dieser Stelle aber nicht verraten möchte.

Willkommen bei Dr. Genki
Neben den Hauptmissionen gibt es wieder etliche Nebenaufgaben zu erledigen. Wer die Saints Row-Reihe kennt, wird wissen, dass sich die Entwickler hier besonders gerne austoben. So darf der Spieler unter anderem mit einem brennenden Buggy durch die Stadt rasen, mit einem Panzer so viel Schaden wir nur möglich anrichten oder verschiedenen Freunden per Helikopter den Rücken freihalten.

Highlight sind aber sicherlich die Professor Genki - Missionen. Hier ist man nämlich Kandidat in einer Show, in der es ums nackte Überleben geht Dazu muss man durch verschiedene Räume laufen und sowohl gegnerischen Beschuss als auch fiese Fallen überstehen. All dies geht auch noch auf Zeit, so dass man sich nicht auf großartige Taktikspielchen einlassen darf. Untermalt wird der "Spaß" mit einem hämischen TV-Kommentar, sowie lautem Kinderlachen, wenn man sich auf irgendeine Art und Weise verletzt. Kurioser geht es wohl nicht mehr.

Respekt, Alter!
All die Nebenmissionen sorgen auch dafür, dass der Held genug Respekt bekommt. Ohne Respekt geht in der harten Welt der Gangster nämlich gar nichts. Oder anders gesagt: nur der Respekt der anderen sorgt dafür, dass sich unser Charakter entwickelt und so neue Fähigkeiten kaufen kann. So ist es zum Beispiel möglich, sich mit einem hohen Respektwert und einem Batzen Bargeld eine verlängerte Lebensleiste, schnellere Regenerationsfähigkeiten und vieles mehr zu kaufen.

Das sollen Waffen sein?
Waffen ist übrigens ein gutes Stichwort: Hiervon gibt es in Saints Row: The Third jede Menge. Wie bei den Missionen sind manche Waffen eher konventionell und andere völlig durch geknallt. Eines haben aber alle gemein: sie können – vorausgesetzt man verfügt über das entsprechende Kleingeld - aufgepimpt werden

Wo geht es lang?
Damit man in Saints Row: The Third den Überblick behält und die gewünschte Tätigkeit auch jederzeit findet, gibt es ein hilfreiches GPS, das uns mit seiner blauen Linie genau zum gewünschten Punkt führt. Um eine Mission auszuwählen, muss man während der Hauptmissionen entweder den Handyanruf annehmen oder aber ins Handymenü springen und dort den gewünschten Auftrag aussuchen. Man kann natürlich auch einfach nur herum cruisen und darauf hoffen, das man zufällig eine neue Nebentätigkeit findet.

Lebendig aber einfallslos
GTA-Spielern wird natürlich sofort auffallen das Steelport nicht mit der Größe von Liberty City mithalten kann. Doch das macht nichts, es ist nämlich trotzdem groß genug. Entscheidender ist allerdings , dass GTA auch bezüglich der Optik klar die Nase vorn hat. Während man mit Niko Belic etliche architektonische Meisterwerke besuchen kann, fehlen die hier beinahe komplett. Steelport sieht an jeder Ecke fast gleich aus. Es gibt zwar verschiedene Stadtviertel, so abwechslungsreich wie in GTA sind sie aber nicht. Dafür sind die Straßen mindestens genauso lebendig. Überall fahren Autos und Passanten laufen umher.

Die Texturen sind dabei leider unscharf und auch die Fernsicht ist nicht wirklich überzeugend. Fliegt man mit einem Hubschrauber über Steelport, sieht man nur einen einheitlichen Brei. Besser gelungen ist hingegen die Framerate, die immer konstant bleibt, sowie die erfreulich kurzen Ladezeiten. Außerdem kann der Sound überzeugen. Egal ob nun Synchronisation oder der abwechslungsreiche Soundtrack mit seinen verschiedenen Radiosendern, alles passt hervorragend und muss sich vor keinem anderen Titel verstecken. Einzig den Waffengeräuschen fehlt die nötige Wucht.

USK-Version geschnitten
Wie bei jedem Saints Row-Teil müssen deutsche Spieler auch in Saints Row: The Third mit einer Schnittfassung leben. Allerdings finde ich es durchaus in Ordnung, dass man Passanten nicht als Schutzschilder verwenden kann oder Geld bekommt, wenn man sie über den Haufen fährt. Schade ist allerdings, dass der Whored-Modus komplett fehlt. Es hätte nämlich bestimmt Spaß gemacht sich mit Freunden mehreren Gegner-Wellen zu stellen. Nervig ist auch, dass in der USK-Fassung die Polizei weitaus härter durchgreift, und man deswegen bereits nach einem unabsichtlichen Schlag gegen einen Passanten die Sirenen hinter sich aufheulen hört. Leider muss man auch noch damit Leben, dass der Mehrspielermodus, in dem man z.B. sämtliche Missionen auch zu zweit spielen kann, nur mit anderen USK-Versionen kompatibel ist.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert stefanWas sich die Entwickler für Saints Row: The Third ausgedacht haben, übertrifft alles bisher Dagewesene um Längen. Von der ersten bis zur letzten Sekunde ist das Spiel vollgestopft mit abgedrehten Ideen, die keinem gesunden Kopf entsprungen sein können.

Dass es dabei optisch nicht ganz in der ersten Liga mitspielt, ist getrost zu vernachlässigen. Denn dafür ist Saints Row: The Third das wohl verrückteste Spiel seit langen.
Wer auf völlig unrealistische, übertriebene und durchgeknallte Games steht, muss hier also einfach zugreifen!

Saints Row: The Third - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 7.50
Sound: 8.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.50
Wertung: 8.5
  • Völlig verrückte Ideen
  • Abwechslungsreicher Soundtrack
  • Viele Beschäftigungen
  • Charakter und Waffen lassen sich verbessern
  • Umfangreicher Charakter-Editor
  • USK-Version geschnitten
  • Grafisch nicht ganz Up to Date
  • Waffengeräusche nicht wuchtig genug
  • Unscharfe Texturen

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Rezension vom: 04.12.2011
Kategorie: Action
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