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SSX

Entwickler: Electronic Arts
Publisher: Electronic Arts

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 54,03 €

Systeme: PlayStation 3, Xbox 360

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Von 2000 bis 2007 erschien spätestens jedes zweite Jahr ein neues SSX. Insgesamt sind so nicht weniger als sechs Teile der beliebten Arcade-Snowboard-Reihe (wenn man den N-Gage-Ausflug mitrechnet) erschienen. Seitdem ist es um die Reihe aber leider sehr ruhig geworden. Dies hat sich am 1. März aber grundlegend geändert. An diesem Tag erschien mit SSX nämlich endlich wieder ein neuer Teil für die Xbox 360 und die PS3. Ob dieser genau so viel Spaß macht wie die früheren Teile, oder ob die lange Pause der Reihe schlecht getan hat, haben wir für dich natürlich getestet.

Meinung:
Wer die früheren SSX-Teile noch kennt wird wissen, dass es bei dieser Serie noch nie um Realismus ging. Vielmehr war alles darauf aufgebaut, so weit wie möglich durch die Luft zu fliegen, die irrsten Stunts zu absolvieren und mit einem rasanten Tempo die steilen Berghänge hinunter zu rasen. Genau dies hat dazu geführt, dass Millionen Menschen von SSX (und seinen Nachfolgern) begeistert waren und den Controller gar nicht mehr aus den schweissnassen Händen legen wollten. Genau dieses Gefühl wollte EA auch mit der Neuauflage, die denselben Titel trägt wie der Erstling der Reihe, nämlich SSX, hervorrufen. Um es vorweg zu nehmen: Sie haben es geschafft. Denn auch im Jahre 2012 pfeift das Spiel auf jeglichen Realismusanspruch und zaubert erstklassige Arcade-Action auf den Bildschirm.

Alle gegen einen
Folgerichtig geht es auch im neuesten SSX nicht darum irgendeine abgesperrte Piste herunterzufahren. Vielmehr gilt es, die höchsten Gipfel und die steilsten Abhänge der Welt herunter zu rasen. Im Singleplayermodus sind die rasanten Fahrten sogar in eine Story eingebettet. In der geht es darum, dass sich Team SSX (deren Mitglieder man nacheinander spielt) einen Wettkampf mit ihrem abtrünnigen Ex-Mitglied Griff liefern. Das Ziel des Wettkampfes ist es, die neun Deadly Descents, also die neun tödlichsten Abhänge der Welt als erster herunterzufahren. Auch wenn die Story nichts weiter als Mittel zum Zweck ist, wird sie dennoch ziemlich cool in Szene gesetzt: Schön anzusehende Comic-Strips stellen einem die verschiedenen SSX-Mitglieder vor, und zeigen was für spezielle Fähigkeiten jeder einzelne besitzt.

Rasen, tricksen und überleben
Doch wie gesagt, die Story ist eigentlich nebensächlich. Im Grunde geht es einfach nur darum, verschiedenste Herausforderungen möglichst erfolgreich zu meistern. Dabei hat jedes Gebirge in dem einer der zu befahrenen Deadly Descents steht, mehrere Aufgaben für einen parat. So gilt es zum Beispiel mal ein normales Abfahrtsrennen nicht gerade als letzter zu beenden, eine vorgegebene Zeit zu unterbieten (wobei man als Richtwert einen der Zeit entsprechenden Geist sieht) oder mit abgefahrenen Tricks den höchsten Highscore zu erlangen. Daneben gibt es aber auch sogenannte Survival-Events, in denen es einfach nur darum geht möglichst heil im Ziel anzukommen. Dabei gibt es keine Zeitvorschrift oder ähnliches. Das einzige was man dabei im Auge behalten muss, ist sein Körperpanzer. Ist dieser durch zu viele Crashs oder Stürze zu sehr in Mitleidenschaft gezogen, ist das Event verloren. Das hört sich einfach an, ist es in der Praxis aber nicht. Die Strecken sind mit fiesen Fallen nämlich nur so gespickt. In besagtem Event, welchen in den Rockies stattfindet, stehen beispielsweise dutzende von Bäumen auf der Strecke.

Das richtige Equipment zählt
In anderen Gebirgen und Events warten hingegen andere Besonderheiten auf einen. Um zum Beispiel das zerklüftete Gebirge in Patagonien heil zu überstehen, muss man auf manchen Strecken einen Wingsuit anziehen. Denn nur mit dem kann man heil über die riesigen Schluchten und Gletscherspalten segeln. In Afrika warten hingegen dunkle Höhlen, in denen man nur mit einer Stirnlampe zurechtkommt, und in Sibirien große Eisflächen, auf denen der Einsatz eines Eispickels unumgänglich ist. Im hochgelegenen Himalaya und seinen riesigen Gipfeln braucht man im Unterschied dazu so manches Mal ein Sauerstoffgerät. Durch die extreme Höhe ist der Sauerstoffanteil in der Luft nämlich so gering, dass man bereits nach wenigen Metern das Bewusstsein verliert. Nur wenn man regelmäßig das Sauerstoffgerät benutzt, hat man eine Chance weiter hinunter zu kommen. Allerdings muss dessen Gebrauch so sorgfältig wie nur möglich erfolgen. Der Sauerstoffvorrat ist nämlich ebenfalls begrenzt, und so bald man ihn aufgebraucht hat und man in Folge dessen in Ohnmacht fällt, ist das Event beendet. Nur wer die optimale Linie findet und mit dem Sauerstoff haushaltet, kommt bis ins Ziel.

Modi und Freischaltbares
In der sogenannten World Tour stehen einem zu Anfang lediglich ein Gebirge und ein Event zur Verfügung. Erst wenn man dieses erfolgreich gemeistert hat, schalten sich die nächsten Events und Gebirge und mit ihnen auch die Deadly Descents frei. Die einzelnen Events sind dabei immer an einen bestimmten Fahrer des SSX-Teams gebunden, der für die jeweilige Region das geeignete Equipment besitzt. Im Erkundungs-Modus kann man sich hingegen den Fahrer, mit dem man auf Erkundung gehen möchte, aussuchen. Falls man den bestimmten Fahrer in der World Tour noch nicht freigeschaltet hat, muss man für ihn zwar noch ein paar tausend Credits auf den Tisch legen, doch da man diese Credits in jedem Rennen (egal in welchem Modus man unterwegs ist) durch bestimmte Ziele und die Endplatzierung sammelt, ist dies bereits nach kurzer Zeit kein Problem. Genauso problemlos ist es auch, sich sämtliche Events (von denen es insgesamt sage und schreibe 150 Stück gibt) aller Locations freizukaufen. Denn auch die kosten allesamt nur ein paar tausend Credits.
Etwas teurer sind hingegen das Equipment und die Extra-Modi. Neue, bessere Boards oder andersfarbige Klamotten gehen also genauso aufs „Portemonnaie“, wie wenn man einem Fahrer, der normalerweise keinen Wingsuit sein Eigen nennt, einen kauft.

Noch teurer wird es nur, wenn man seinen Fahrer auch noch mit einem sogenannten Modi ausstatten möchte. Diese Modi gibt es in vier verschiedenen Kategorien und in verschiedenen Stufen. Jeder Modi schaltet dabei spezielle Fähigkeiten frei. Wenn man sich beispielsweise für den sogenannten Raketen-Modi entscheidet, kann man sich über einen längeren Boost erfreuen. Mit dem Panzerungs-Modi kann man hingegen mehr Unfälle überleben und mit dem seltenen bzw. epischen Tricks-Modi spezielle Tricks ausführen.

Neben den Credits bekommt man nach jedem Event auch noch Erfahrungspunkte gutgeschrieben. Allerdings sind diese, anders als die Credits, nicht übergreifend sondern nur für den jeweils genutzten Charakter. Wenn man also öfters mit einem bestimmten Fahrer auf der Piste ist, bekommt dieser die ganze Zeit über die EP, wodurch er seinen Erfahrungslevel steigert. Dies hat zur Folge, dass er immer neue Klamotten, Boards, usw. freigeschaltet bekommt.

RiderNet
Doch nochmal zurück zum Erkundungsmodus. Dieser ist natürlich nicht nur so zum Spaß da. Denn auch wenn man meistens alleine auf den Strecken unterwegs ist, kann man sich dennoch mit seinen Freunden oder anderen Spielern aus aller Welt messen. Gefahrene Zeiten und erzielte Highscores werden nach einem Rennen nämlich, ähnlich wie bei Need for Speed: The Run, ins sogenannten RiderNet hochgeladen. Auf diese Weise kann man direkt sehen, wie gut oder schlecht man im Vergleich zu den anderen Spielern abgeschnitten hat. Obendrein kann man sich auch noch die Geister seiner Freunde herunterladen und sich auf diese Weise mit ihnen messen. Direkte 1-gegen-1 Duelle sind hingegen leider nicht möglich.

Global Events
Als dritten und letzten Modus gibt es auch noch die Global Events. Hierbei handelt es sich um zeitlich begrenzte Online-Events mit bestimmten Regeln. Um an ihnen teilnehmen zu können, muss man sich zunächst einmal mit einer bestimmten Anzahl an Credits einkaufen (Drop-Kosten). Diese Credits werden über die gesamte Zeit gesammelt und an die Bestplatzierten ausgeschüttet.
Neben Events, die direkt von den Entwicklern stammen, kann man auch selber Events mit eigenen Regeln und eigenen Drop-Kosten erstellen – oder an Events teilnehmen, die von anderen Spielern erstellt wurden.

Direkte und einfache Steuerung
Egal für welchen Modus, für welche Location, für welches Gebirge oder für welches Event man sich schlussendlich entscheidet, die Steuerung ist stets sehr direkt. Schon eine kleine Berührung des Sticks genügt, um eine Kurve zu fahren. Zu Anfang ist dies noch gewöhnungsbedürftig, doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran und rast schnurstracks den Hang hinunter. Die Tricksteuerung ist hingegen so einfach, dass man bereits während der ersten Abfahrt irrsinnige Tricks ausführt. Die spektakulärsten und mit den meisten Punkten behafteten sind dabei die sogenannten „Super-Über“-Tricks sowie die speziellen Superstunts der Fahrer, die man aber erst dann ausführen kann wenn man die Tricky-Leiste zweimal komplett ausgefüllt hat.
Für eine sichere Goldmedaille in den Events reichen aber auch diese „Super-Über“-Tricks nicht aus. Um die hohen Punktezahlen der KI-Fahrer zu übertrumpfen, muss man seine Tricks nicht nur reichlich variieren (was bei jeweils 12 verschiedenen Standard- „Über“-, „Super-Über“- und speziellen Stunt-Tricks sowie unzähligen Salti- und Grab-Variationen kein Problem darstellen sollte), sondern auch noch zusätzlich mit Manuals verbinden. Denn nur so kann man seinen Multiplikator in die Höhe schnellen lassen und riesige Highscores gewinnen.

Wald, Gletscher, Höhlen
Beinahe genauso abwechslungsreich wie das Trick-Arsenal sind auch die Locations ausgefallen. Beinahe jede Strecke bietet etwas anderes, so dass Langweile für SSX-Spieler ein Fremdwort bleiben dürfte. Sei es ein dichter Wald, dunkle Höhlen oder unwirkliche Gletscherwelten, alles ist in SSX vertreten. Und als ob das noch nicht genug wäre, gibt es neben Tagrennen auch noch zahlreiche Events, die in der Nacht stattfinden und das Adrenalin nochmals in die Höhe schnellen lassen. Gut sieht das Ganze auch noch aus. Die Strecken sind, obwohl man es während der rasanten Fahrt kaum mitbekommt, wirklich sehr detailliert. Und bis auf ein paar kleinere Pop-Ups gibt es in dieser Hinsicht nichts zu beanstanden. Ebenso trifft dies auf den Soundtrack zu. Dieser ist nämlich ebenfalls hervorragend geworden und passt zum Spiel wie die berühmte Faust aufs Auge.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert stefanDie Wiederbelebung von SSX ist EA auf eindrucksvolle Art und Weise gelungen. Der neueste Teil ist nämlich genau so, wie man es sich gewünscht hat. Also ein cooles Snowboard-Game, das mit seinen abwechslungsreichen Locations, rasanten Abfahrten, irrsinnigen Stunts und der schönen Optik das Herz eines jeden Arcade- und Snowboard-Fans höher schlagen lässt. Wenn das Ganze auch noch in eine ebenso coole Story verpackt wäre, und direkte Online-Duelle gegen andere Fahrer möglich gewesen wären, würde ich sogar eine Herzinfarkt-Warnung herausgeben. Doch auch so ist SSX ein verdammt cooles Spiel, das bereits jetzt zu den Arcade-Highlights des Jahres gehört!

SSX - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.625 Grafik: 8.50
Sound: 8.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 9.00
Wertung: 8.625
  • Abwechslungsreiche Locations
  • Irrsinnige Stunts
  • Rasante Abfahrten
  • Schöne und detailreiche Grafik
  • Einfache Steuerung
  • Lahme Story
  • Nichts für Realismus-Fanatiker
  • Keine direkten 1-on-1-Duelle gegen andere Spieler

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Rezension vom: 22.03.2012
Kategorie: Sport
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