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State of Decay

Entwickler: Undead Labs
Publisher: Microsoft Game Studios

Genre: Action
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 20 €

Systeme: Xbox 360

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
StateOfDecay

Zombies waren schon immer "in". Doch seit dem großen Erfolg der TV-Serie The Walking Dead scheint es so, als ob die Untoten überall auf einen lauern. Egal ob im TV, im Kino oder in Büchern, überall trifft man sie an. Und auch die Gamesindustrie macht da natürlich keine Ausnahme. Egal ob groß oder klein, fast jeder Publisher/Entwickler hat irgendetwas mit Zombies gemacht oder gerade damit zu tun, so dass es einem schon fast so vorkommt, als ob es keinen Monat gäbe, an dem nicht mindestens ein neues Zombie-Spiel am Start wäre.
Dank dieser Überflutung ist der Abwechslungsreichtum dieser Spiele meist aber sehr übersichtlich, und die Qualität stimmt leider auch nur in den seltensten Fällen. Ein Spiel, das es besser macht, ist vor kurzem auf Xbox Live erschienen....

Meinung:
Bei dem Spiel, das nicht etwa aus großem Hause, sondern aus dem erst 2009 von Jeff Strain (seines Zeichens Chef-Programmierer von World of Warcraft) gegründeten Undead Labs Studio (die passend zum Namen nur Fans von Zombies und Zombiefilmen einstellen) stammt, handelt es sich um State of Decay.

In State of Decay, das 2011 als Class3 angekündigt wurde, schlüpft man zunächst in die Haut von Marcus Campbell. Dieser war zusammen mit seinem Kumpel Ed Jones ein paar Tage in den Bergen – ein wenig Wandern und einfach mal den Kopf frei bekommen. Als sie wiederkommen, müssen sie erschreckt feststellen, dass währenddessen wohl ganz offensichtlich eine Zombie-Epidemie ausgebrochen ist, und es nun um Leben und Tod geht.
All dies wird einem aber nicht direkt erzählt. Denn sobald das Spiel startet, gibt es nicht etwa erst ein Intro, in dem einem alles erklärt wird. Nein, stattdessen geht es direkt vom Start an richtig zur Sache, indem man Ed vor angreifenden Zombies retten muss.

Rübe ab

Nachdem wir den ersten, zum Glück nicht all zu schweren Zombies den Kopf eingeschlagen haben (anders lassen sich die Typen nicht erledigen), suchen wir zunächst einmal im nahegelegenen Forsthaus Schutz. Hier haben sich auch schon ein paar andere Überlebende eingetroffen, die uns nun auch ein bisschen mehr darüber erzählen, was überhaupt geschehen ist.
Allzu lange halten wir uns hier aber auch nicht auf, denn kaum angekommen werden wir auch schon darum gebeten, auf einen Wasserturm zu klettern und die Umgebung ein wenig auszukundschaften. Diese Bitte wird sich schon bald als Segen rausstellen. Denn nicht nur, dass wir auf diese Weise auch eine weitere Überlebende, nämlich Maya antreffen, nein, während wir weg waren haben Zombies auch das Forsthaus angegriffen und alle getötet – zumindest beinahe. Denn als Ed nachschauen wollte, ob einer der Opfer einen Pass oder ähnliches dabei hat, erwacht dieser als Zombie wieder und beißt Ed, der es schwerverletzt überlebt.
Glücklicherweise erhalten wir kurz darauf aber schon einen Funkspruch weiterer Überlebender, die sich in einer Kirche verschanzt haben.

Dort angekommen treffen wir aber nicht nur die anderen Überlebenden, sondern erkennen auch erstmals das gesamte spielerische Ausmaß von State of Decay. Bis dahin war es nämlich ein relativ normaler Open-World-Titel.
Kaum auf dem Kirchengelände angekommen, zeigt sich, dass das Spiel aber wesentlich mehr zu bieten hat, als nur eine freibegehbare Welt, in der man in beinahe jedes Gebäude gehen kann.
Das Spiel hat nämlich auch eine gute Portion RPG in Sicht, das nun erst so richtig zu Geltung kommt. Zwar konnte man schon vorher mit Maya die Rollen tauschen (was man im späteren Verlauf noch mit weiteren Personen machen kann, mit denen man sich angefreundet hat), doch alles weitere war bisher eher nebensächlich. So zum Beispiel auch die Tatsache, dass die Charaktere mit der Zeit müde werden und zwischendurch unbedingt schlafen müssen. Sollte man dies nicht beachten und ungeachtet davon trotzdem immer weiter mit demselben Charakter spielen, riskiert man nicht nur Gesundheitsschäden, sondern irgendwann sogar den unwiderruflichen Tod des Charakters.




Müdigkeit immer ernst nehmen
So ein Tod tut der Gruppe natürlich nie gut. Im späteren Spielverlauf wird das Abtreten eines Gruppenmitgliedes aber noch ärgerlicher. Denn mit der Zeit kann man die Charakterwerte, über die jeder Charakter verfügt, immer weiter verbessern. Und wenn dann z.B. Maya (die als ehemalige Soldatin ohnehin schon eine gute Schützin ist) mit verbesserten Schießfähigkeiten plötzlich durch Müdigkeit oder einen Zombieangriff sterben würde, wäre dies natürlich ein erheblicher Schlag und würde das Spiel auch wesentlich schwerer machen. Darum gilt es stets die Müdigkeit im Auge zu behalten und natürlich auch nicht allzu viel riskieren.

Das Auto als Waffe einsetzen
Letzteres ist allerdings manchmal einfacher gesagt als getan. Von den Zombies gibt es nämlich viele. Und als ob das noch nicht genug wäre, laufen sie auch nicht nur einzeln durch die Gegend, sondern ziehen auch als ganze Rudel von einem guten Dutzend Mann durch die Straßen.
Zum Glück gibt es in den vielen begehbaren Häusern, Tankstellen, Shops, Tierkliniken usw. aber auch einige Sachen mit denen man sich gegen die fiesen Zombies zur Wehr setzen kann. Neben irgendwelchen Schlagwaffen wie Stöcke, Holzlatten etc. gibt es natürlich auch einige Schußwaffen. Doch Vorsicht, Munition ist meist rar gesät, also sollte man sich genau überlegen ob und wann man schießen muss. Am effektivsten ist übrigens eine Waffe, die eigentlich gar keine Waffe ist, nämlich das Auto. Davon stehen auf den Straßen und Einfahrten zum Glück etliche herum (was die Tatsache, dass sie nicht respawnen, auch nicht allzu tragisch erscheinen lässt) und warten nur darauf, mit Dir am Steuer Zombies platt zu fahren.

Auf diese Weise kann man wichtige Munition und auch Ressourcen wie etwa Medikamente, Nahrung usw. (die man ebenfalls in den zahlreichen Gebäuden findet) sparen und in den Vorratsschrank der Kirche bzw. einer anderen Behausung stellen. So sorgt man nicht nur dafür, dass man auch für seine nächste Mission (die vielleicht nicht mit dem Auto zu absolvieren ist) genug Sachen da hat, sondern stellt die Dinge auch der Allgemeinheit zur Verfügung, was sich wiederum positiv auf den Einfluss (der als eine Art Währung fungiert und zum Beispiel benötigt wird, um Sachen wieder aus dem Vorratsschrank zu entnehmen) des jeweiligen Charakters auswirkt.

Neue Zimmer bauen
Neben einem Vorratsschrank verfügen die Heimatbasen, in die man sich mit den anderen Überlebenden zurückzieht, auch verschiedene Räume. Manche davon, wie etwa das Schlafzimmer, sind von vornherein vorhanden. Später kann man aber auch noch neue Räume hinzubauen, wobei die Anzahl der anbaubaren Räume je nach aktueller Basis unterschiedlich ist. Jeder einzelne Raum hat dabei natürlich verschiedene Vorteile. Ein Fitnessraum sorgt zum Beispiel dafür, dass jeder einzelne der Gruppe kräftiger ist und somit besser kämpfen kann. Ein vergrößerter Lagerraum bietet hingegen mehr Plätze für Nahrung etc., die dann auch nicht schnell vergammelt und in einer Werkstatt kann man u.a. Gegenstände reparieren und Waffen verbessern.

Neben all diesen Features, die ich jetzt schon aufgezählt und erklärt habe, gibt es noch einige weitere. Alle aufzuzählen würde allerdings den Rahmen dieses Tests sprengen. Doch auch so dürfte jedem klar sein, dass State of Decay wirklich eine Menge zu bieten hat und nicht nur irgendein weiteres Zombiespiel ist, das vom gerade grassierenden Zombiehype profitieren und sich sein ungerechtfertigtes Stück abholen möchte.

(Fast) Alles richtig gemacht
Das merkt man dem Spiel auch an der Grafik an. Denn auch hier haben die Entwickler wirklich gute Arbeit geleistet – zumindest im Rahmen, die ein Downloadtitel mit einem relativ geringen Budget erlaubt. Dass es andauernd Clippingfehler, Pop-Ups und viele weitere nervende Fehler gibt, ist aber auch bei einem solchen Titel sehr schade. Vor allem wenn man plötzlich mit seinem Fahrzeug in einer Leitplanke festhängt, die vor einer Sekunde noch nicht da war.
Was auch ein wenig besser hätte rüber kommen können sind die Emotionen. Die Atmosphäre ist zwar eigentlich ganz gut, aber wenn man, wie in einer Szene zum Beispiel ein infiziertes Gruppenmitglied erschießen muss, und der gerade ausgewählte Charakter dabei so gut wie gar keine Emotionen zeigt, ist dass schon irgendwie seltsam. Und auch eine Mitüberlebende, die gerade von uns erfährt, dass ihr Vater einen Ausflug nicht überlebt hat, reagiert nicht ganz so wie man sich das normalerweise so vorstellt. Hier hätten ein paar mehr Emotionen also durchaus gut getan.


Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

State of Decay ist für mich schon jetzt der Überraschungshit des Jahres. Die Zombiefans von Undead Labs beweisen hier nämlich auf eindrucksvolle Art und Weise, dass man auch ohne großes Budget ein Zombiespiel auf die Beine stellen kann, das viel mehr kann als nur ödes Rumgeballere. Es bietet mit den ganzen Features und unzähligen Nebenmissionen sogar so viel, dass es beinahe unmöglich ist, wirklich alles zu erledigen. Natürlich, dass die technische Seite mit dem geringen Etat nicht ganz so großzügig ausfällt wie bei "normalen" Spielen, ist klar, aber selbst hier haben die Entwickler beinahe alles aus ihren Möglichkeiten rausgeholt. Nur die vielen kleinen Unsauberkeiten wie Pop-Ups, Clippingfehler etc. stören ein wenig. Nichts desto trotz ist State of Decay aber ein sehr gutes Spiel, das nicht nur Zombiefans 7-8 (wenn man sämtliche Nebenmissionen mit einberechnet sogar noch mehr) vergnügliche Stunden spendiert – und das für gerade einmal 20 Euro!

Eine PC-Version ist übrigens in der Mache und soll bald auf Steam erscheinen.



State of Decay - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 7.50
Sound: 8.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 9.50
Wertung: 8.5
  • Großer Umfang
  • Abwechslungsreiche Aufgaben
  • Charakterwechsel
  • Heimatbasen ausbauen
  • Es kostet nur 20 Euro
  • Technische Unsauberkeiten
  • Charaktere teilweise ziemlich emotionslos
  • KI nicht immer optimal

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Rezension vom: 29.06.2013
Kategorie: Action
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