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Splinter Cell: Blacklist

Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft

Genre: Action
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 47,00 €

Systeme: PC, PlayStation 3, Wii U, Xbox 360

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Splinter_Cell_Blacklist_Logo

Wenn ein Spiel erfolgreich sein will, muss es jede Menge Geballere bieten. Diesem ungeschriebenen Gesetz gingen in den letzten Jahren viele Entwickler und Publisher nach. Auch der ehemals ausschließlich auf Schleichen ausgerichtete Sam Fisher konnte sich dem nicht entziehen und zückte in seinem letzten Abenteuer Conviction vermehrt die Waffe. In Anbetracht dessen und dem, dass der Trend zu mehr Geballere noch immer anhält, war die Angst vieler Fans natürlich groß, dass der beliebte Geheimagent in Blacklist noch actionlastiger wird. Und irgendwie haben sie mit ihren Befürchtungen auch recht gehabt – irgendwie aber auch nicht...

Meinung:

Die Hintergrundstory in Splinter Cell: Blacklist lässt alle Schwarzmaler in ihren Befürchtungen schon mal bestätigt sehen. Denn die Story ähnelt doch sehr denen aus bekannten Shootern: Eine terroristische Vereinigung, in diesem Fall die Engineers, überfallen eine Airforce Airbase auf Guam und jagen diese anschließend sogar in die Luft. Dieser feige Angriff soll allerdings nur eine kleine Kostprobe dessen darstellen, was passiert, wenn die Amerikaner ihren Forderungen nicht nachgehen. Denn sollten die USA in einer bestimmten Zeit nicht all ihre Streitkräfte aus den zwölf Nationen aus denen sich die Terrororganisation zusammensetzt, abziehen, wird die Gruppe für den Untergang der USA sorgen.

Als mächtigste Nation der Welt, die die USA nun mal ist (zumindest in ihren Augen), lassen sie sich natürlich nicht erpressen und schicken einen ihrer fähigsten Agenten um die Terrorgruppe und ihren Anführer Sadiq zu stoppen. Dieser Agent ist selbstverständlich kein geringerer als unser alter Bekannter Sam Fisher, der mittlerweile nicht mehr in Diensten der 3rd Echelon arbeitet, sondern ganz offiziell von der US-Präsidentin zum Chef der (ebenfalls geheimen) 4th Echelon ernannt wurde.
Und so reist man mit Sam in bester "Call of Duty, Battlefield und Konsorten"-Manier einmal um unseren schönen Erdball, um den Auftrag zu erfüllen.



Kein Shooter!
So sehr sich die Story auch nach einem typischen "ein Mann rettet die Welt und ballert alles auf seinem Weg um"-Spiel anhören mag, alle die befürchtet haben, dass Sam zu einer Art Rambo mutiert, können sich beruhigen. Es ist in Splinter Cell: Blacklist zwar durchaus möglich mit viel verschossenem Blei die Levels zu durchlaufen, eine Notwendigkeit ist dies aber nicht. Ganz im Gegenteil, das Spiel gibt einem sogar meist freie Hand, wie man eine Mission erledigen möchte. Man kann seinen Spielstil nämlich jederzeit ändern und so einen Levelabschnitt z.B. etwas flotter durchlaufen, um es darauf hin etwas ruhiger angehen zu lassen und die Gegner aus dem Hinterhalt erledigen – oder wie der Sam der ersten Spiele, wie ein Geist von Schatten zu Schatten springen und die Gegner lediglich betäuben.
Jede Variante hat dabei natürlich seine Vor- und seine Nachteile: Wenn man viel schießt, lockt man beispielsweise jede Menge zusätzlicher Feinde an – dafür kommt man aber relativ schnell voran. Wenn man hingegen die Dunkelheit nutzt und versucht die Gegner leise auszuschalten (oder zu betäuben), braucht man zwar etwas mehr Zeit und muss auch immer befürchten, dass ohnmächtige Gegner wieder aufwachen und einen verfolgen, im Gegenzug bekommt man auf diese Weise aber auch die Möglichkeit das in Splinter Cell: Conviction eingeführte „Mark & Execute“-Feature nutzen zu können. Denn nur wenn man ein paar Gegner unbemerkt ausgeschaltet hat, darf man bis zu drei Gegner markieren und sie dann mit einem einzigen Tastendruck automatisch niederstrecken.

Ausrüstung, Waffen etc.
Nach jeder Mission erhält man einen kleinen Lohn, den man auf seinem fliegenden Kontrollzentrum, der Paladin, direkt wieder in neue Waffen (u.a. Pistolen, Snipergewehre, Flinten und MGs), Rüstungsteile, verschiedene Sonar-Visiere und vieles mehr investieren kann. Da jedes einzelne Stück dabei Einfluss auf Sams Eigenschaften und Können hat, kann man seinen Agenten so – zumindest bis zu einem gewissen Grad auf die jeweilige Lieblingsspielvariante spezialisieren.
Darüber hinaus kann man auch noch die Paladin selbst ein wenig verbessern. Hier lässt sich zum Beispiel Kohle in die Krankenstation stecken, was einem eine schnellere Regeneration garantiert. Wer möchte kann aber auch etwas in die Gemächer des Waffendealers Andriy Kobin (der Sam während seines Flugs um die Welt begleitet) investieren und so in den Genuss von neuen Schwarzmarkt-Waffen kommen.

Im Herzen ein Schleichspiel
Trotz der verschiedenen Spielstile und den zahlreichen shooteraffinen Extras ist Splinter Cell: Blacklist im Herzen aber ein echtes Schleichspiel – was man auch an vielen Dingen merkt. So fühlt sich Sam in der Dunkelheit einfach am wohlsten. Und das nicht nur weil seine Schattenanzeige im Vergleich zum letzten Abenteuer überarbeitet wurde und man nun die Sichtbarkeit anhand eines kleinen Lichts auf Sams Rücken ablesen kann. Nein, auch sonst liebt der Agent die Dunkelheit. Denn wenn er von einen Schatten zum nächsten laufen kann; die Laufwege der Patrouillen beobachten kann; sich an Dachrinnen entlang hangeln und durch Lüftungsschächte hindurch kriechen kann; und Gegner mit Geräuschen und Rauchgranaten ablenken und sie mit Schlafgas oder einer Schallgedämpften Pistole außer Gefecht setzen kann, zeigt er erst so richtig was in ihm steckt.

Viele Möglichkeiten – wenige Knöpfe
Bei so vielen verschiedenen Möglichkeiten, die einem zur Verfügung stehen, ist klar, dass die Steuerung nicht ganz einfach zu handhaben ist. Schließlich wollen alle Features auch irgendwie betätigt werden. Im Großen und Ganzen haben die Entwickler die Steuerung aber dennoch gut hinbekommen. Sehr gut gefallen hat mit dabei das Deckungs-Feature, denn Sam mit einem einzigen Klick dazu zu bringen sich hinter die nächste (vom Spieler gewünschte) Deckung zu begeben, fühlt sich nicht nur intuitiv an, sondern funktioniert auch einwandfrei. Für all diejenigen denen das zu einfach ist, gibt es natürlich auch die Möglichkeit sich auf herkömmliche Art von Deckung zu Deckung zu bewegen.

Die KI liebt Teamarbeit
Ganz wichtig bei einem Schleichspiel ist natürlich auch die gegnerische KI. Denn was nutzt es einem, wenn man die coolsten Gimmicks hat, die Gegner aber einfach nur strohdumm sind. In Splinter Cell: Blacklist ist dies zum Glück nicht der Fall. Vielmehr tritt hier genau das Gegenteilige ein. Die KI ist nämlich wirklich nicht zu unterschätzen. Nicht nur das sie gut schießen und die zahlreichen Deckungen intelligent nutzen, auch ihre Teamarbeit ist hervorragend. Denn sobald ein Feind einen ohnmächtigen Kollegen entdeckt, versucht er ihn aufzuwecken und geht anschließend gemeinsam mit ihm auf die Suche nach dem Täter. Und wenn sie gar getötete Kollegen vorfinden oder einer auch nur verschwunden ist, lösen sie sofort Alarm aus – was das Eerledigen der Mission natürlich ungleich schwerer macht.
Dabei haben es die Aufgaben, die man in den Missionen erledigen muss, auch ohne erhöhtem Gegneraufkommen schon in sich.

Alleine, zu weit oder im Multiplayer?
Die Aufgaben sind nämlich recht breit gefächert und verlangen einem von Befreiungsaktionen über Datenklau bis hin zu Tötungsaufträgen so ziemlich alles ab, was ein Agent so erlebt.
Neben den eigentlichen Storymissionen gibt es auch noch 13 Nebenmissionen, die entweder alleine oder im Koop-Modus via Onlineverbindung oder Splitscreen angegangen werden können. Natürlich macht hierbei vor allem die Koop-Variante Spaß. Dadurch, dass man hier mit einem Kumpel unterwegs ist, ergeben sich nämlich ganz neue taktische Möglichkeiten, die man alleine niemals einsetzen könnte. So kann man zu zweit zum Beispiel die Gegner flankieren oder zwei Gegner auf einmal ausschalten. Was sonst noch möglich ist, soll jeder für sich rausfinden.
Zudem verfügt Splinter Cell: Blacklist auch wieder über den aus Pandora Tomorrow bekannten „Spione gegen Söldner“-Modus. In diesem spielen zwei Vierer-Teams gegeneinander, wobei die Spione das Geschehen aus der Third-Person-Perspektive miterleben, und die Söldner aus der Ego-Perspektive. Ziel des Spiels ist es, dass die Söldner, die mit reichlich Gadgets ausgestattet sind, die Spione (die ihrerseits ziemlich schnelle Läufer sind) daran hindern, an geheime Informationen zu gelangen.
Dieser Modus macht wirklich sehr viel Spaß, was natürlich auch an den besagten, unterschiedlichen Perspektiven liegt.

Einmal um die Welt
Genauso abwechslungsreich wie das Gameplay und die Missionen, sind auch die Orte, die man währenddessen besucht. Im Laufe der Story wird man nämlich beinahe um die ganze Welt geflogen und dabei unter anderem Libyen, den Irak und Mexiko bereisen. Doch egal, wo man sich gerade aufhält – die Grafik ist immer schön anzuschauen. Zumindest wenn es ringsherum vorwiegend dunkel ist. Bei Helligkeit erkennt man nämlich doch die eine oder andere detailarme Textur. Doch zum Glück spielt sich das Geschehen ja vor allem im Dunkeln ab. Dort sind dann auch die hervorragenden Licht- und Schattenspiele sowie die butterweichen Animationen von Sam bestens zu bestaunen.
Beim Sound gibt es ebenfalls nicht viel zu meckern. Gut gefallen hat mir, dass sich die Wachen auch unterhalten. Das gleiche gilt auch für die Hintergrundmusik und die Synchro. Lediglich die Sprüche, die Sam von sich lässt, sind manchmal kaum zu ertragen.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert stefan2Alle, die das Schlimmste befürchtet haben, können sich beruhigen: aus Splinter Cell: Blacklist ist kein reinrassiger Shooter geworden! Vielmehr besinnt sich der gute alte Sam wieder auf seine alten Tugenden. Dennoch werden hier auch Shooter-Fans auf ihre Kosten kommen: Denn durch das flexible Gameplay, das einem sowohl das Schleichen als auch den direkten Zweikampf mit großkalibrigen Schusswaffen erlaubt, kommt hier jeder Spielertyp auf seine Kosten. Im Herzen ist Sam aber wieder der ruhige, vorsichtige Agent, der lieber einen Bogen zu viel läuft als sich mit einem Feind anlegen zu müssen.
Die Story, in die das Ganze gepresst wurde, ist allerdings leider nicht so Agenten-mäßig aufgebaut und erinnert eher an eine der typischen „Ein-Mann-rettet-die-Welt“-Storys, wie sie vor allem in den einschlägigen Shootern oft genutzt werden. Das mindert den Spielspaß aber zum Glück genau so wenig wie die nicht immer ganz so perfekte Grafik, wodurch sich Splinter Cell: Blacklist einen Splash-Hit redlich verdient hat!

Splinter Cell: Blacklist - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.625 Grafik: 8.00
Sound: 8.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 9.50
Wertung: 8.625
  • Abwechslungsreiche Missionsziele
  • Verschiedene Vorgehen möglich
  • Es gibt viele Waffen, Gadgets und Rüstungsteile zu kaufen
  • Koop- und Multiplayer-Modus
  • Tolles Spiel mit Licht und Schatten
  • Zu vernachlässigende Story
  • Texturen wirken manchmal etwas detailarm
  • Splitscreen-Koop-Modus nicht auf PC möglich

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Rezension vom: 08.09.2013
Kategorie: Action
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