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Killzone: Mercenary

Entwickler: Guerrilla Games
Publisher: Sony Computer Entertainment

Genre: Action
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ca. 40€ €

Systeme: PlayStation Vita

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:

mercenary_logo

Die zwei Analog-Sticks der PS Vita versprachen mobiles Shooter-Vergnügen ohne Ende – und immerhin wurde ein exklusives Bioshock angekündigt, um das es aber sehr ruhig geworden ist. Nun, nach dem Third-Person-Shooter Unit 13 und dem Ego-Shooter Resistance: Burning Skies, die beide gut aber nicht herausragend waren, kam mit Call Of Duty: Black Ops Declassified eine mittlere Katastrophe. Danach herrschte Funkstille im Genre. Ja, sogar auf GBA und DS gab es jeweils mehr Egoshooter als man momentan auf 3DS und Vita zusammen findet. Doch Guerilla Games und ihr seit Januar 2013 bestehendes Studio in Cambridge (das hieß zuvor nämlich nur SCE Cambridge), wollten es mit Killzone: Mercenary richten. Ob das geklappt hat, könnt ihr nun lesen.

Meinung:

Killzone: Mercenary spielt während der originalen Trilogie, die auf der PS2 begann und inzwischen auch komplett auf der PS3 zu haben ist. Allerdings schlüpft man dieses Mal in die Rolle des Söldners Arran Danner, der schon bald merkt, dass es im Konflikt zwischen den Planeten Vekta und Helghan nicht so einfach nach dem Schema Gut gegen Böse zugeht. Dabei nimmt er von beiden Seiten Aufträge an.



Soviel zur Handlung. Die Kampagne wurde mit tollen Zwischensequenzen inszeniert, glänzt aber am meisten in punkto Gameplay und Grafik. Als Söldner sammelt man für alle gelungenen Aktionen (Nahkampf, Kopfschuss, Attentat, etc.) Geld, das wir allerdings erst am jeweils nächsten Checkpoint sicher auf die Habenseite gebracht haben. Stirbt man, kostet das ein wenig für die »Lebensversicherung«, für Selbstmorde, ob freiwillig oder unfreiwillig, bekommt man etwas mehr abgezogen. Je besser man spielt und je seltener man stirbt, desto mehr Cash bekommt man also. Für unentdecktes Vorgehen und optionale Ziele bekommt man dazu noch satte Extraboni.

Schleichen oder Ballern
Da wäre eine strikt lineare Levelstruktur nur hinderlich, das haben die Entwickler erkannt. Deshalb gibt es im Gegensatz zu z.B. Resistance: Burning Skies hier viel Freiraum für den Spieler. Oft führen verschiedene Wege zum Ziel, man kann rabiat oder leise vorgehen, Sicherheitskameras vernichten, sich an Ranghöhere anschleichen und diese verhören, Geiseln retten, Türen und Terminals hacken, und vieles mehr. Macht man zu viel Krach, oder fällt ein Gegner an einer ungünstigen Stelle tot um, kann das Alarm und damit erhöhtes Feindaufkommen nach sich ziehen. Wenn man es auf diese Weise mag, kein Problem. Unser KI-Partner ist da ebenfalls sehr flexibel. Stehen zwei Geschütze in der Nähe, und kann man eines nicht übernehmen, ohne Aufsehen beim anderen Schützen zu verursachen, wird der KI-Partner sich an das andere Geschütz anschleichen, und man kann zum lautlosen Attentat ansetzen. Auch wenn zwei Gegner eng zusammenstehen, kann man auf seinen KI-Partner zählen.

Bei uns finden Sie alles
Die bevorzugte Spielweise spiegelt sich natürlich auch in der Wahl der Waffen und der Gadgets wider. Nie zuvor gab es in einem Killzone-Spiel daher ein so reichhaltiges Angebot an Waffen und tödlichen Spielzeugen. An Blackjacks Waffenshop, dessen Terminalkisten in den Levels verteilt sind, kann man das verdiente Geld daher in Waffen aller Art umsetzen. Dabei gibt es sogar hin und wieder preisreduzierte Angebote. Neben Primär- und Sekundärwaffen gibt es noch nützliche Gadgets wie Drohnen, Raketensysteme, Störsender, Schutzschilde und Tarnsysteme. Hier gibt es wirklich alles, was das Herz begehrt. Selten habe ich erlebt, dass in einem Shooter die verschiedenen Vorgehensweisen so ausgereift (und nicht etwas halbherzig) gespielt werden können wie in Killzone: Mercenary. Sehr gut umgesetzt!

Nahkampf per Berührung
Was die Steuerung angeht, so hat man nicht gerade Experimente gewagt, sondern schon gesehenes gut eingebaut. Startet man z.B. einen Nahkampf oder ein Attentat, so kommt auf dem Touchscreen eine Pfeilrichtung, in die man wischen soll. Das klappt wirklich sehr gut. Bei Verhören sind es drei vorgegebene Richtungen nacheinander. Bei einem Snipergewehr nutzt man das Rückseitentouchpad zum Zoomen, und beim Hacken muss man zu einer Firewall passende Symbole antippen, um diese nach und nach abzubauen. Dabei läuft Zeit ab, außerdem wird das Spiel genau wie bei den Verhören nicht unterbrochen, Gegner können also trotzdem noch auf euch feuern. Laufen, geduckt schleichen, umsehen, springen, sprinten und rutschen funktioniert wie zielen und schießen alles wie gewohnt über die Standardtasten. Für einige Gadgets wird jedoch der Touchscreen benötigt, während man z.B. das Wechseln der Waffe oder das Starten eines Nahkampfes sowohl über eine Taste als auch über ein Touchsymbol ausführen kann.
Die Menüs funktionieren ausschließlich über Touch, was nicht selten auf der Vita ist, vielleicht aber nicht so praktisch im Bezug auf die Kompatibilität zur gerade angekündigten Vita TV. Aber vielleicht kommt da ja noch ein Patch, schließlich hat ein Dualshock-Controller auch mehr Tasten als die Vita.

Nach der Story
Wenn man die Kampagne durch hat, hat man sicher noch nicht alle optionalen Ziele erledigt und Informationen gefunden. Doch das soll nicht bedeuten, dass man nun einfach nur mal einen höheren  Schwierigkeitsgrad ausprobieren muss. Nein, man kann jede einmal gespielte Kampagnenmission nun auch mit den Schwerpunkten Zerstörung, Verdeckt und Präzision spielen, wobei man bestimmte Ziele erfüllen muss, die dem Schwerpunkt entsprechen, z.B. bei Verdeckt alle Überwachungskameras zerstören. Diese Ziele unterscheiden sich je nach Mission und erfordern manchmal auch bestimmte Waffen.

Im Multiplayer kann man schließlich in den Modi Söldnerkrieg, Guerillakrieg und Kriegszone antreten. Während die ersten beiden ganz einfach Deathmatch und Team Deathmatch darstellen, ist die Kriegszone etwas abwechslungsreicher. Hier spielt man ebenfalls im Team, nur ändert sich das Motto stets nach einer Weile, so dass man mal Vanguards hacken, Feinde verhören oder die Heldenkarten der getöteten Gegner sammeln muss. Leider kam es beim Testen sehr oft zu Verbindungsabbrüchen.

Vorzeigespiel
Grafisch holt Killzone: Mercenary wirklich Unglaubliches aus der PlayStation Vita hervor. Ich glaube, man kann es zurecht als das bis dato am besten aussehende Vita-Spiel bezeichnen. Die Grafik ist flüssig und detailreich, Effekte gibt es zuhauf, die Animationen sehen super aus, und besonders die Waffen wissen zu gefallen. Ja, die Figuren hinterlassen sogar Fußspuren, nachdem sie z.B. durch eine Blutlache gelaufen sind.
Auch in Sachen Sound kann man absolut nicht meckern, besonders sticht hier die Sprachausgabe hervor, die auch auf Deutsch gelungen ist. Das ganze schlägt sich in einer Downloadgröße von etwa 3 GB nieder, wozu noch ein etwa 1GB großer Day-One-Patch kommt, was das Spiel auf 4GB bringt. Doch zum Glück kommt ja bald eine 64GB-Speicherkarte für die Vita heraus...

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Michael Hambsch michaelGuerilla Games Cambridge haben es wirklich geschafft, mit Killzone: Mercenary einen Egoshooter zu entwickeln, der nicht nur auf Handhelds die bisher absolute Krönung des Genres darstellt, sondern auch so manchen gestandenen Konsolenshooter in die Tasche steckt. Ich hoffe nur, dass man sich auch bei Dritttherstellern mal ein Beispiel nimmt, und dies nicht der letzte fantastische Shooter im Kleinformat war.

Killzone: Mercenary - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Michael Hambsch

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.875 Grafik: 9.00
Sound: 8.75
Steuerung: 8.75
Gameplay: 9.00
Wertung: 8.875
  • Mal eine anderer Blickwinkel auf den Konflikt der Killzone-Reihe
  • Grafisch bombastisch
  • Gameplay lässt einem viele Freiräume
  • Viele Spielmodi, zahlreiche Waffen
  • Keine Buttonsteuerung in den Menüs

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Rezension vom: 10.09.2013
Kategorie: Action
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