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Forza Motorsport 5

Entwickler: Turn 10 Studios
Publisher: Microsoft Game Studios

Genre: Simulationen
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 66.75 €

Systeme: Xbox One

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Forza_5_Logo

Wenn, wie diesmal, zwei neue Konsolen fast gleichzeitig erscheinen, sind es meist bestimmte Exklusiv-Titel, die darüber entscheiden welche Konsole man sich zuerst zulegt. Im Fall der Xbox One war bei vielen sicherlich Forza Motorsport 5 der ausschlaggebende Faktor. Schließlich war die Rennsimulation schon auf der 360 ein Garant für realistische und spannende Rennen – da konnte auf der Xbox One doch eigentlich nichts schief gehen, oder etwa doch?

Meinung:


Um diese Frage direkt zu beantworten: Nein, schief gehen konnte bei der Vorlage wirklich nichts. Und so ist es wenig überraschend, dass Forza Motorsport 5 wohl der beste aller XboxOne-Launchtitel ist. Aber ganz gefeit vor (bösen) Überraschungen ist auch Forza 5 nicht.

Welcome to Top Gear
Doch der Reihe nach. Denn von den (wenigen) Mankos, die das Spiel hat, bemerkt man am Anfang so gut wie gar nichts. Ganz im Gegenteil, nachdem man das Spiel in die Konsole gesteckt, den (leider scheinbar ellenlang andauernden) Installationsprozess hinter sich gebracht, und das Spiel das erste Mal gestartet hat, fällt einem zunächst einmal eine für Autofreaks tolle Neuerung auf. In Forza 5 begrüßt einen nämlich nicht nur die Stimme von Jeremy Clarkson (der ja auch schon in Forza 4 dabei war) sondern auch die von James May und Richard Hammond. Somit sind erstmals alle drei Moderatoren der BBC-Kultsendung Top Gear in einem Forza Motorsport-Teil vertreten ("The Stig" ist ebenfalls mit an Bord. Gegen ihn muss man in speziellen Duellen sogar direkt antreten). Und wie nicht anders zu erwarten war, sind sie auch hier nicht bierernst. Genau wie in ihrer Sendung, die für jeden Autoverrückten ein absolutes Pflichtprogramm ist, lassen sie auch während der Präsentationen der einzelnen Rennserien den einen oder anderen frecheren Spruch von sich.

Top Grafik
Das nächste Positive, was einem auffällt, ist die Grafik. An der wurde (logischerweise) am meisten geschraubt. Herausgekommen ist eine 1080p- und 60fps-HD-Pracht, die zeigt was die Xbox One grafisch bieten kann. Ruckler, Kantenflimmern, Pop-ups – all das wirst Du in Forza Motorsport 5 nicht vorfinden. Stattdessen bekommt man makellose Strecken, Gebäude und Bäume sowie eine prachtvolle Weitsicht, wunderschöne Licht- und Schatteneffekte und Fahrzeuge, die nicht nur auf dem ersten Blick wie ihre echten Pendants aussehen. Ganz perfekt ist aber auch Forza 5 nicht, denn wenn man ganz genau hinschaut, sieht man, dass die Zuschauer scheinbar wieder aus Pappe bestehen und das Geschehen im Rückspiegel nur mit 30fps statt den ansonst üblichen 60 aktualisiert wird. Doch das ändert nichts daran, dass das Gezeigte wirklich hervorragend aussieht – sogar so gut, dass man auf den ersten Blick denken könnte, ein echtes Autorennen im Fernsehen zu sehen.

Best of Fuhrpark
Vor allem die Autos sehen täuschend echt aus. Die Entwickler haben sich hierbei nämlich wahrlich selbst übertroffen und sämtliche Wagen vom Rücklicht bis zum Schaltknauf bzw. Schaltwippe bis ins kleinste Detail ihren realen Vorbilder nachempfunden. Dass dies diesmal wirklich für jedes Auto gilt, liegt natürlich auch an der Tatsache, dass der Fuhrpark von ehemals 500 auf 200 geschrumpft wurde. So konnte man sich nämlich mehr Zeit für jedes Modell lassen und es wirklich so gut wie nur möglich programmieren.
Trotz dieses offensichtlichen Vorteils dürfte der kleinere Fuhrpark dennoch für viele Fans ein Kritikpunkt sein. Ich sehe das allerdings anders – und das nicht nur wegen des bereits angesprochen offensichtlichen Vorteils. Denn wenn man mal ehrlich ist, hat man in Forza 4 von den 500 Wagen ohnehin nur knapp die Hälfte genutzt – die andere Hälfte waren zumeist Autos die man sich nicht mal anschauen wollte. In Forza 5 ist diese zweite Hälfte nun gestrichen worden, wodurch quasi eine Art 'Best of' übrig geblieben ist.

Natürlich gibt es immer noch Autos verschiedener Klassen (für die es während der langen Karriere natürlich auch wieder verschiedene Rennserien gibt), doch Wagen, die man gar nicht fahren möchte, sind darunter so gut wie keine mehr zu finden. Denn egal ob es der kleine Citroen DS3 Racing, der riesige Ford F150, die superschnellen Indy-Cars oder Traumwagen a la McLaren P1, Bugatti Veyron Super Sport, Ferrari Enzo Ferrari, Koenigsegg Agera oder Pagani Huayra ist – jedes Auto hat seinen ganz eigenen Reiz und man möchte jedes zumindest einmal in einem Rennen fahren.

Bathurst anstatt Nordschleife

Die Rennen werden diesmal übrigens auf 14 verschiedenen Kursen mit insgesamt 40 Layouts ausgetragen. Silverstone, Sebring, Road Atlanta, der Top Gear Test Track, die Berner Alpen, Catalunya, Indianapolis, Le Mans und Laguna Seca dürften dabei so ziemlich jedem schon bekannt sein – schließlich waren sie allesamt bereits in Forza 4 vertreten. Mit Spa-Franchorchamps, Mount Panorama, Prag, dem Test Track Airfield und Yas Marina sind allerdings auch fünf Strecken hinzugekommen, die in Forza 5 ihre (Serien-)Premiere feiern und somit auch eingefleischten Forza-Spielern neue Herausforderungen bieten. Auf der Nürburgring-Nordschleife darf man übrigens nicht mehr fahren. Die wurde nämlich leider genauso gestrichen wie der ebenfalls aufregende Kurs in Suzuka.

Drivatar-Gegner
Herausfordernd sind auch die Gegner, gegen die man während der Karriere antritt. In Forza 5 kommen nämlich, zumindest wenn man mit der Konsole online ist, keine herkömmlichen KI-Kontrahenten zum Einsatz, sondern bis zu 16 sogenannte Drivatar-Gegner (Online fährt man natürlich gegen 16 menschliche Spieler). Dies sind Gegner, die das Fahrverhalten echter menschlicher Spieler wiedergeben und so nicht nur wesentlich realistischer über die Pisten fahren (was auch Ausflüge neben die Strecke beinhaltet), sondern selbst in niedrigeren Schwierigkeitsgraden mitunter richtig flott unterwegs sind.
Dies war im Prinzip aber auch schon die einzige Neuerung, die man in Sachen Gameplay erfährt. Ansonsten gibt es nämlich wieder gute alte Forza-Kost, was natürlich nichts anderes heißt, als dass sich die Wagen wieder sehr realistisch steuern lassen. Wer auf Arcade-Spiele steht, hat hier also ein weiteres Mal nichts zu suchen. Daran ändern auch die zahlreichen optionalen Fahrhilfen (z.B. Bremshilfe, ABS oder dauerhafte Ideallinie) nichts, denn die machen es Neulingen zwar einfacher, die Wagen auf der Strecke zu halten, den hohen Realismusfaktor schrauben sie allerdings nicht herunter. Als ob das für Simulations-Neulinge noch nicht herausfordernd genug wäre, müssen sich sie zusätzlich mit jedem neuen Wagen, in den sie sich setzen, auch noch an neue Begebenheiten gewöhnen. Denn die Wagen unterscheiden sich nicht nur in Antriebsart und Motorstärke voneinander, auch deren Fahrphysik ist jedes Mal eine andere. So verhält sich beispielsweise ein eher leichter RUF (Porsche ist auch diesmal wieder nicht direkt lizenziert) ganz anders als ein zwar in PS-Zahl vergleichbarer, aber schwererer Audi R8.

Motorenkonzert

Beim Sound bekommt man ebenfalls immer andere Töne zu hören. Denn genau wie das Fahrverhalten wurden auch die Motorengeräusche sämtlicher Autos so originalgetreu wie nur möglich nachgestellt. Und auch das ist den Entwicklern sehr gut gelungen. Wer zum Beispiel schon mal das Vergnügen hatte, einen echten Bugatti Veyron zu hören, wird diesen im Spiel sofort wiedererkennen – und so verhält es sich mit sämtlichen Motorensounds. Für echte Autoenthusiasten ist dies natürlich der beste Soundtrack überhaupt. Und so werden wohl auch viele die Möglichkeit nutzen die stets dudelnde Hintergrundmusik abzuschalten um das Motorenkonzert ohne Störungen zu genießen.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert stefan2Nicht nur Rennspiel-Fans werden an Forza Motorsport 5 wohl kaum vorbei kommen. Denn auch wenn Forza 5 spielerisch wenig Neues zu bieten hat, das eine neue Feature welches es beinhaltet ist dafür umso besser. Das Drivatar-Feature garantiert nun nämlich auch in der Karriere spannende Positionskämpfe, die einen nicht erst im höchsten Schwierigkeitsgrad fordern. Zusammen mit der üblichen realistischen Steuerung, die dank den vibrierenden Triggern nun sogar noch etwas realer wirkt, entsteht so ein Fahrvergnügen, welches das Herz jedes Motorsport-Fans auf Anhieb erobert.

Doch nicht nur spielerisch kann Forza 5 vollends überzeugen. Auch technisch gibt es an der Rennsimulation (fast) nichts auszusetzen: Sowohl der Sound als auch die Grafik sind (zumindest was den jetzigen Stand betrifft) so gut wie perfekt. Vor allem die Autos sind so unglaublich detailliert, dass man sie sich am liebsten stundenlang im Autovista-Modus anschauen würde. Das einzige, was dem Spiel wirklich negativ anzukreiden ist, ist somit die Reduzierung der Strecken – allen voran das Streichen der Nordschleife. Der Ritt durch die grüne Hölle wäre mit dieser tollen Optik sicherlich ein ganz besonderes Erlebnis gewesen. Doch auch so ist Forza Motorsport 5 ein Spiel, das auf eindrucksvolle Art zeigt, was Microsofts neue Konsole leisten kann und für jeden XboxOne-Besitzer ein absoluter Pflichtkauf!

Forza Motorsport 5 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.375 Grafik: 9.50
Sound: 9.50
Steuerung: 9.50
Gameplay: 9.00
Wertung: 9.375
  • Drivatar-Feature
  • Realistisches Handling
  • Tolle Optik
  • Toller Sound
  • Vibrierende Trigger
  • Nürburgring nicht mehr dabei
  • Insgesamt weniger Strecken
  • Wenige Neuerungen

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Rezension vom: 01.12.2013
Kategorie: Simulationen
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