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Killzone - Shadow Fall

Entwickler: Guerrilla Games
Publisher: Sony Computer Entertainment

Genre: Action
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ca. 60€ €

Systeme: PlayStation 4

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:

shadowfall_logo

Der zweite PS4-Starttitel von Sony ist Killzone – Shadow Fall. Das Actionspektakel von Guerilla Games soll zumindest richtungsweise zeigen, zu was die NextGen-Konsole fähig ist.Ob es auch spielerisch überzeugen kann?

Meine erste Begegnung mit Killzone fand auf der PS2 statt. Der angebliche "Halo-Killer" von dem niederländischen Studio konnte mich mit seinen Schlauchlevels und der etwas ruckeligen Grafik nicht begeistern. Meine zweite Begegnung war Killzone: Mercenary für die Vita. Das Spiel überraschte mich sehr, aber es kam vom englischen Guerilla-Ableger, ein ehemaliges Sony-Studio. Während dem Test von Killzone – Shadow Fall habe ich mir auch Killzone 2 auf der PS3 angesehen – und nicht nur bei der Grafik Fortschritte entdeckt.



Meinung:

Zwei Völker, ein Ursprung. Verschiedene Umweltbedingungen, die zu unterschiedlichen Entwicklungen, und letztlich zum Krieg geführt haben. Vor 30 Jahren endete dieser Krieg zwischen Vektanern und Helghast mit einem Knall. Helghan wurde von Vekta in die Unbewohnbarkeit gebombt, unzählige Helghast starben. Wie kann so etwas wieder gut gemacht werden? Durch ein Abkommen bekomen die übberlebenden Heghast die Hälfte von Vekta, die sie sogleich auch New Helghan nennen. Eine große Mauer trennt die beiden Welten, doch schon bei der Umsiedelung der Vektaner, die auf der »falschen« Seite wohnen, flammt der alte, tiefsitzende Hass weiterr auf. Die Helghast schießen auf alles, was nicht schnell genug hinter der großen Mauer ist, und Protagnist Lucas verliert bei der Flucht seinen Vater. Ein Shadow Marshal rettet ihn und nimmt ihn auf, Jahre später tritt Lucas selbst seinen Dienst als Shadow Marshal an.

Fassaden
Die futuristische Stadtwelt von Vekta ist wirklich eine Augenweide. Ästäthische gestaltete Gebäude mit spiegelnden Fassaden, so weit das Auge reicht. Aber auch Wasserfälle und andere Spuren von Natur – ein echtes Utopia, und doch ein trügerisches Bild. Denn sowohl Vektaner als auch Helghast arbeiten daran, sich die andere Seite des Planeten (zurück) zu holen, oder erwarten zumindest jederzeit einen Angriff der Gegenseite. Der Hass sitzt tief, und Mischlinge haben es besonders schwer. Durch Sammelobjekte wie Zeitungen, Audiologs, Comicseiten erfährt man mehr über beide Welten. Ist der Star im neuen Kinohit Solar Dawn wirklich ein gebürtiger Helghast? Das Setting in Killzone – Shadow Fall ist spannend, die Missionen abwechslungsreich. Mal geht man eher heimlich vor, mal befindet man sich auf einem Raumschiff oder mitten in einem Terroranschlag. Dabei gibt es immer wieder optische Leckerbissen zu sehen: Licht-, Schatten-, Reflektionseffekte, High-Speed-Züge, die einen in den Tod reißen, wenn man sich zu nah ans Gleis wagt, und die besten "Rote-Behälter-Explosionen", die ich bislang in eine Spiel gesehen habe. Durch einen Schuss tritt vielleicht erst eine Flamme seitlich aus, die Gasflasche kommt zu Fall, wirbelt oder rollt etwas herum. Ein weiter Schuss und das Ding fliegt in die Luft, schöner denn je. Richtig gut sehen beispielsweise auch die Gesichter aus, hier merkt man wirklich einen großen Sprung zur NextGen. Aber auch die Vegetation, einzelne Details oder Wettereffekte wie Wind, der Staub und Dreck durch die Gegend bläst, sind sehr schön anzusehen.

Fall and Rise
Shadow Fall ist in erster Linie ein SciFi-Action-Spektakel und macht seine Sache dabei gut. Ja, Guerilla Games hat auch in Sachen Story und Setting dazugelernt, auch wenn es immer noch viel zu lernen gibt. Der zweite Teil der alten Trilogie ist dagegen Trash pur, platter geht es kaum. Bei Shadow Fall gibt es hingegen sehr interessante Ansätze, die das Spiel zwar noch nicht zu einem Meisterwerk machen, aber dennoch weit über den Durchschnitt hebt. Es war eine sehr gute Idee, vom Kriegsplot, bei dem man einen Soldaten steuert, wegzugehen, und richtige Charaktere mit eigener Hintergrundgeschichte einzusetzen, und den Konflikt auch von verschiedenen Seiten zu betrachten.
Auch die Levels sind jetzt offener, so dass man im Gegensatz zu den Schlauchlevels der früheren Killzone-Spiele mehr Freiheiten hat. Es gibt optionale Ziele, und bei den Hauptzielen sogar welche, die man nicht unbedingt in einer bestimmten Reihenfolge erledigen muss. Vergangenheit ist auch die oft bemängelte Steuerung der Vorgänger, mit ihrer eigensinnigen Controllerbelegung.

Drohnen im Einsatz
Unser Shadow Marshal hat einige Gadgets, die ihm im Kampf behilflich sind. Er kann die Gegend abscannen, und bekommt dann Items wie Adrenalinpacks angezeigt, wie auch die Schemen der Gegner, die sich eventuell hinter Wänden verbergen. Je länger man das Steuerkreuz nach rechts drückt, desto weiter geht dieser Scan, überlädt man ihn aber, so kann das die Feinde alarmieren. Eine auf dem Rücken angedockte Drohne gehört ebenfalls zur Standardausrüstung. Sie hat einen Angriffs-, einen Verteidigungs-, einen Betäubungs- und einen Seilrutschenmodus. Per Wischgeste auf dem Touchpad wählt man den Modus, mit L1 aktiviert man ihn. Mit der Seilrutsche gelangt man so an tiefer gelegene Stellen, ohne Fallschaden erleiden zu müssen, während die anderen Modi gerade auf Schwer gute, taktische Möglichkeiten bieten.
Was das Schleichen angeht, so funktioniert das einfach nicht ganz so gut wie beispielsweise in Killzone: Mercenary. Hier sollten die beide Guerilla-Studios sich noch ein wenig im Austausch üben. Auch die KI ist nicht immer die Beste, die Gegner wissen sich dennoch feuerkräftig zu wehren. Schwimmen kann unser Shadow Marshal auch nicht, er scheint sogar eine tödliche Allergie gegen Wasser zu besitzen. Fatal!

Die deutsche Synchro geht in Ordnung, könnte aber ein wenig besser sein. Der Soundtrack ist meistens unauffällig, hat aber ein paar gute Stücke zu bieten. Besonders gefallen hat mir, dass gefundene Audiologs auf dem Controller abgespielt werden. Auch wenn man hier natürlich nicht solche interessanten Aufzeichnungen wie etwa in Bioshock findet, geben die Inhalte der Sammelobjekte dem Spiel noch ein wenig mehr Tiefe.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Michael Hambsch

Killzone – Shadow Fall ist definitiv ein Muss für alle PS4-Besitzer. Zwar gibt es noch vieles, das Guerilla Games besser machen kann, man merkt aber, dass sich das Studio schon sehr weiterentwickelt hat, und ist gespannt auf die nächsten Entwicklungen. Immerhin hat das Studio einige interessante Neuzugänge vorzuweisen, wie etwa John Gonzales, der bei Fallout: New Vegas als Lead-Kreativdesigner und Lead-Autor tätig war.

Wer spektakuläre SciFi-Action mag, wird mit Shadow Fall jedenfalls keinen Fehlgriff tun. Mit dem umfangreichen Multiplayermodus wird man auch nach der Kampagne noch lange beschäftigt sein (wenn man denn will), denn hier legt Guerilla Games auch neues Kartenmaterial nach.



Killzone - Shadow Fall - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Michael Hambsch

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 8.75
Sound: 8.25
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.50
Wertung: 8.5
  • Tolle, effektreiche Grafik, die zeigt, wohin es auf der PS4 gehen kann
  • Sehr viele positive Entwicklungen in Sachen Gameplay, Setting, Charaktere und Story
  • Sammelobjekte, die durch Inhalt mehr sind als nur Sammelobjekte
  • Umfangreicher Multiplayermodus
  • Schleichmechanik könnte besser sein
  • Auf Vekta gibt es anscheinend keine Schwimmkurse

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Rezension vom: 17.12.2013
Kategorie: Action
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