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Castlevania: Lords of Shadow 2

Entwickler: Konami
Publisher: Konami

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ca. 30 bis 50€ €

Systeme: PC, PlayStation 3, Xbox 360

Inhalt:

lordsofshadow2_logo

Die Castlevania-Reihe hat in der dritten Dimension meistens keine so gute Figur abgelegt, bevor 2010 dann ein Reboot der Serie mit Lords of Shadow erfolgreich durchstarten konnte, auch wenn bekannte Elemente aus dem Franchise mit der Lupe gesucht werden mussten. Prinzipiell war das eine sinnvolle Entscheidung, haben wir doch die Wandlung Gabriel Belmonts in Dracula erlebt. Nach dem für den 3DS konzipierten (inzwischen aber auch auf anderen Konsolen erhältlichen) Intermezzo Mirror of Fate, das Trevor und Simon Belmont folgte, widmet sich Lords of Shadow 2 wieder dem Fürsten der Dunkelheit.



Meinung:

Dracula, alias Gabriel Belmont, ist in Selbstmitleid versunken. Das ewige Leben steht ihm nicht so wirklich. Da kommt sein alter Weggefährte und professioneller Intrigant Zobek gerade recht. Satan plant ein Comeback und sollte das gelingen, geht es ihm und Gabriel an den Kragen. Also muss ein Plan her, Satans Auferstehung zu verhindern. Als Belohnung für seine Hilfe soll Gabriel die Vampirtöterpeitsche erhalten, das einzige Objekt, das ihn endlich von seinem ewigen Leben befreien kann. Widerspenstig begibt sich Gabriel auf die Suche nach Hinweisen – und natürlich auch um seine geschwächten Fähigkeiten wieder herzustellen.

Der Uhrturm
Im Gegensatz zum sehr linearen, noch in einzelne Level aufgeteilten Erstling gibt es in Lords of Shadow 2 zwei große Gebiete, die sich noch einmal in kleinere Abschnitte aufteilen, zu erforschen. Da wäre zum einen die Stadt Castlevania, die auf den Ruinen von Draculas Schloss aufgebaut wurde. Hier ist die Gegenwart der Story angesiedelt, in der Satans Diener ihre dunklen Pläne ausführen. Das zweite Gebiet ist eben jenes Schloss von Dracula, allerdings in einer vergangenen Zeit, in der es noch komplett war. Gabriel kann zwischen beiden Gebieten an bestimmten Stellen wechseln und mit immer neuen Fähigkeiten, die er im Laufe des Spiels erlernt, neue Bereiche betreten. Die Nebelgestalt ermöglicht es ihm beispielsweise durch Gitter hindurch zu gleiten. Abseits der Story lassen sich so einige optionale Upgrades finden, um Leben und Energie aufzubessern oder Tagebucheinträge und Hintergrundinfos zu entdecken. Die automatische Karte bietet bei der Suche nach übersehenen Objekten allerdings kaum eine Hilfe, da auf ihr keine Extras markiert werden und sie auch nur den aktuellen Bereich zwischen zwei Ladepunkten darstellt.

Die Waffenkammer
Neben der Erforschung der Umgebung nimmt aber natürlich das Bekämpfen der fiesen Monster und einiger armer Menschen eines kirchlichen Ordens eine wichtige Stellung ein. Gabriels Hauptwaffe ist dabei die Blutpeitsche, mit der wie auch schon im ersten Teil Direkt- und Flächenangriffe zu verheerenden Combos verbunden werden können. Das Besiegen von Feinden und das Zerstören von Objekten in der Umgebung bringen Gabriel Erfahrungspunkte ein, die in neue Combomanöver investiert werden können. Auch Licht- und Chaosmagie kehren zurück, dieses Mal in Form des Schwertes der Leere und der Chaosklauen. Treffer mit dem Schwert heilen Gabriel, während die Chaosklauen so durchschlagend sind, dass die Schilde der Feinde durchbrochen werden können. Beide Waffen benötigen allerdings ihre eigene Energie, die aufgefüllt werden kann, indem Combosphären eingesammelt werden. Diese erscheinen, wenn man seine Gegner möglichst lange beharkt ohne selbst getroffen zu werden.

Jede Waffe verfügt außerdem auch über eine Projektilfunktion. Mit der Peitsche in der Hand können Dolche geworfen werden. Das Schwert verschießt einfrierende Eiskugeln und mit den Klauen können explodierende Granaten geworfen werden. Ein Set von benutzbaren Gegenständen wie Heilstatuen, Geheimnisse suchende Dodo-Eier und verheerende Drachenangriffe runden das Arsenal ab. Um die Kämpfe etwas abwechslungsreicher zu gestalten, kann jede freigeschaltete Combo gemeistert werden, indem sie oft genug benutzt wird. Ist die Meisteranzeige voll, kann die Erfahrung auf die jeweilige Waffe übertragen werden, was früher oder später die Eigenschaften der Waffe aufwerten kann. So experimentiert man immer wieder mit neuen Moves.

Die Höhlen
Eine komplette Fehlentscheidung gibt es im Design dann leider doch: Ein Satz Schleichpassagen wurde eingebaut, weil man sowas heutzutage wohl braucht. Leider sind diese Herausforderungen sowohl spielerisch als auch storytechnisch vollkommen daneben. Als Gabriel zum ersten Mal auf schwer gepanzerte Wachen der Diener Satans trifft, teilt ihm Zobek mit, dass er nicht stark genug ist, sich mit ihnen zu messen. Dass Gabriel ständig gegen Horden von gepanzerten Gegnern und haushohen Dämonen antritt, scheint ihm kurzzeitig entfallen zu sein. Also muss Gabriel schleichen, besagte Wachen mit Fledermausschwärmen ablenken und in unbeobachteten Momenten ihren Geist und Körper übernehmen, um Türen zu öffnen. Diese Schleicheinlagen sind allerdings nur ein wenig nervig. Wirklich schlimm sind zwei Passagen gegen Bosse. Hier muss dem Boss, der sich auf der Suche nach Gabriel befindet, ausgewichen werden, um Schalter zu betätigen und dabei nicht entdeckt zu werden. Sieht der Boss Gabriel, kommt es zu einem kurzen Kampf oder – im schlimmeren Fall – zum Neustart des Gebietes. Diese Szenen machen noch weniger Sinn, da man direkt im Anschluss zu einem richtigen Bosskampf übergeht.

Das Botanikum
Technisch ist der Titel ein wenig durchwachsen. Die Modelle und Grafiken an sich sehen sehr gut aus, wenn auch man immer wieder auf die gleichen paar Sets von Gegnern trifft und Gabriels Haare seltsam starr wirken. Die Bosse sind dafür ein richtiger Hingucker und abwechslungsreicher als im ersten Teil. Die Umgebungen sind vor allem farblich ein wenig eintönig gehalten und das Leveldesign haut einen auch nicht gerade vom Hocker. Es gibt eigentlich mit Ausnahme vom Theater kaum ein Gebiet, das einem in Erinnerung bleibt. Ebenso verhält es sich beim Sound. Die Musik ist rein technisch gesehen nicht schlecht, aber auch hier gibt es kaum ein Stück, an das man sich nach dem Spielen noch erinnern wird. Dafür kann wieder dank grandioser Stimmen von Robert Carlyle und Patrick Stewart, die dieses Mal von Richard Madden unterstützt werden, wenigstens die Story gut rübergebracht werden. Die Neuinterpretation der Belmont-Saga ist recht gut gelungen, auch wenn das Ende ein wenig flach fällt. Castlevania-Fans können sich zumindest auf die eine oder andere Anspielung und auch auf direkte Zitate gefasst machen.

Das Observatorium
Was man dem Spiel außerdem recht schnell anmerkt, ist, dass es seinen Spielern absolut nichts zutraut. An jeder Ecke wird man mit eingeblendeten Tipps bombardiert. Dass man z.B. inzwischen genug Erfahrung für ein neues Waffenupgrade oder neue Herausforderungen freigeschaltet hat. Leistet man diesen Aufforderungen nicht Folge, verschwinden sie, nur um nach kurzer Zeit penetrant wiederzukehren. Der weitere Weg wird außerdem nicht nur auf der Karte direkt angezeigt, sondern auch immer wieder durch Fledermausschwärme direkt im Spiel. Der Atmosphäre sind all diese Einblendungen nicht gerade dienlich.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf kaiAbseits vom Name Dropping entfernt sich Lords of Shadow 2 immer mehr von Castlevania und nähert sich immer weiter einem God of War an. Deswegen kann auch vor allem im Kampf gepunktet werden. Die verschiedenen Combos, die dank der Meisterschaft der Waffen zum Ausprobieren einladen, die verschiedenen Fähigkeiten und etlichen Hilfsmittel sorgen für die nötige Abwechslung. Leider wird die offenere Spielwelt durch das permanente Handhalten ad absurdum geführt und das Leveldesign bringt niemanden zum Staunen. Das ist auch das größte Problem: Lords of Shadow 2 ist kein schlechtes Spiel, es ist nur einfach auch kein herausragendes. Es gibt einfach keine Momente, an die man sich nach einer Woche noch erinnern würde. Zumindest nicht positiv, denn die frustrierend unnötigen Schleicheinlagen werden mir wohl noch eine Zeit lang im Gedächtnis bleiben.

Castlevania: Lords of Shadow 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.4375 Grafik: 7.00
Sound: 6.00
Steuerung: 6.75
Gameplay: 6.00
Wertung: 6.4375
  • Kampfsystem
  • Top Sprecher
  • Anspielungen auf vergangene Teile
  • Schleichpassagen
  • Langweiliges Leveldesign
  • Nervige und penetrante Hilfeeinblendungen

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Rezension vom: 13.03.2014
Kategorie: Action
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