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Soul Sacrifice Delta

Entwickler: Sony Computer Entertainment
Publisher: Sony Computer Entertainment

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 29,99€ €

Systeme: PlayStation Vita

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
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Soul Sacrifice ist einer der hervorstechendsten Exklusivtitel für die Vita. Nun kam mit Soul Sacrifice Delta eine stark erweiterte Version heraus, im Westen leider nur digital. Lest in unserem Test, was sich geändert hat und wie das Spiel insgesamt abschneidet.

Meinung:

Ihr seid Gefangener des Zauberers Magusar und wartet nur noch auf euren Tod, nein auf Schlimmeres. Viele Gefangene vor euch wurden weggebracht, um Opfer des mächtigen Zauberers zu werden. Ihre Seelen hat er absorbiert. Doch derjenige, der zuletzt geholt wurde, hat ein seltsames Buch namens Librom hinterlassen. Es ist ein sprechendes Tagebuch mit einer grotesken Fratze, so als wäre es lebendig und doch tot. Doch so grässlich es auch aussieht, lebendig trifft es am besten. Das Buch bietet uns nämlich die einzige Möglichkeit auf Entkommen: Die Geschichte des Verfasser mittels Phantom-Quests nachzuerleben und selbst mächtig zu werden, um Magusar die Stirn bieten zu können.

Der Verfasser war ein Zauberer der Organisation Avalon. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, Monster aller Art auszurotten und zu opfern, um deren Seelen und Kraft zu absorbieren. Die Welt ist nämlich übersät mit Monstern und man muss jederzeit mit einem Angriff rechnen. Viele Monster entstehen aus normalen Tieren, aber auch aus Menschen, die Böses getan haben. Nicht selten verfällt ein Zauberer selbst dem Wahnsinn und wird zum Monster. Womit Avalon mitunter selbst dafür sorgt, dass ihnen die Arbeit nie ausgeht. Die Aufnahmeprüfung bei der Gruppierung besteht sogar darin, seinen Partner zu bekämpfen und zu opfern, was dem Verfasser des Tagebuches schwer zusetzt.

Es war einmal
Die Geschichte von Soul Sacrifice gehört mit zum Besten was man auf der PS Vita finden kann. Sowohl die storybasierten Single-Player-Missionen als auch die zahlreichen Anhänge zu Personen und Monster stecken voller Geschichten, in denen man direkt per Touchscreen (oder auf Knopfdruck) blättern kann. Die Handlung vor und nach den Missionen wird dabei vorgelesen und ist oft mit Bildern untermalt. Atmosphärisch absolut top! Die gelungene Sprachausgabe ist allerdings nur auf Englisch verfügbar.

Librom gibt uns die Möglichkeit, bestimmte Dinge im Buch zu ändern. Zwar ist der Verfasser, um den es geht, immer noch der gleiche Avalon-Zauberer, und seine Entscheidungen und die daraus resultierenden Konsequenzen für ihn können nicht beeinflusst werden. Wir können aber für uns bestimmte Dinge ändern, wie etwa das Aussehen, den Kampfstil, ob man bestimmte Menschen, die zu Monstern wurden, rettet oder opfert. Das alles beeinflusst unseren Weg zum mächtigen Zauberer, der Magusar vielleicht die Stirn bieten kann. In Soul Sacrifice Delta sind zwei Gruppierungen hinzugekommen, die ihre eigenen Questreihen und Geschichten mitbringen: Sanctuary, die sich dem Retten von Seelen verschrieben haben und Grim, die nicht über Opfer und Rettung entscheiden, sondern dies dem Schicksal überlassen wollen. Man kann selbst entscheiden, wem man angehören möchte.

Die Qual der Wahl
Die faszinierende Spielwelt von Soul Sacrifice Delta erschließt sich aber nur über die Geschichten und Informationen im Buch, nicht über die Levels, in denen die Kämpfe stattfinden. Die sind leider reichlich unspektakulär. Dafür gibt es eine unglaubliche Vielfalt an grotesken Boss-Monstern. Und wie man diese bekämpft, ist einem völlig selbst überlassen.

Man hat sechs Slots in zwei Dreier-Sets, die mit Opfergaben (so heißen die Zauber in diesem Spiel) bestückt werden können. So kann man Heil-, Unterstützungs- und Angriffszauber verwenden – grob gesagt. Denn im Genauen gibt es so viele Kategorien, dass deren Aufzählung und Beschreibung den Rahmen dieses Tests sprengen würden. Es sei aber gesagt, dass es auch Zauber gibt, die vorübergehend den Arm des Zauberers in eine Art Waffe transformieren können. Da gibt es langsame und schnelle, die sich auch in ihrer Reichweite unterscheiden. All die Opfergaben erhält man als Questbelohnungen, je nachdem wie man abschneidet, wie schnell man war, ob man nur wenig verwundet wurde, etc. Opfergaben können dabei zu stärkeren Versionen und komplett neuen Zaubern fusioniert werden.

Seelenheil
Das lässt natürlich eine Menge Spielstile zu, weswegen es bei den Onlinemissionen mit anderen Zauberern auch nie langweilig wird. Wie übrigens im Spiel mit NPCs in den Singleplayermissionen, so kann man auch online verwundete Mitstreiter heilen, indem man eigene Lebensenergie opfert. Oder man opfert die Mitspieler, um sich selbst zu stärken. Das funktioniert genau so, wie man es mit besiegten Monstern macht. Hält man L gedrückt, bedeutet das Heilen/Retten, R bedeutet Opfern. Hält man L und R gleichzeitig gedrückt, so wählt man den Grim-Weg und überlässt das besiegte Monster dem Schicksal. Ist man in Reichweite für so eine Aktion, so bekommt man auch einen Hinweis. Manchmal steht da z.B. nur »Katze im Sterben«, ab und zu gibt es aber auch Informationen über die Seele des Ex-Monsters, z.B. böse Seele, gute Seele, Berserker-Seele oder göttliche Seele.
Rettet man Seelen, so levelt man seine Lebensenergie und Verteidigung, gleichzeitig wird man auch geheilt. Opfert man Seelen, so levelt man seine Angriffskraft und erneuert seine Opfergaben. Letztere sind nämlich nicht unendlich in einem Kampf verwendbar, und können sogar vernichtet werden, wenn man sie zu oft benutzt. Die in Delta neue Methode, es dem Schicksal zu überlassen, levelt sowohl Verteidigung als auch Angriff, je nachdem wie das Schicksal nach dem Kampf entscheidet den einen Wert mehr als den anderen. Wählt man allerdings einen anderen Orden als Avalon, bleibt das Leveln zwar gleich, die Zusatzeffekte ändern sich aber. So gibt es bei Sanctuarium gar keine Heilung. Durch Rettung erneuert man hier die Opfergaben, Opfern stärkt die Magie.

Auf den Schlachtfeldern gibt es zudem viele unsichtbare Punkte, die man durch eine Zauberer-Sicht entdecken kann. Anders als in Toukiden kann man allerdings nicht angreifen, während man diese Sicht verwendet. An den Punkten kann man z.B. Opfergaben erneuern, sich heilen, Waffen und Schilde erstellen. Auch kann man seinen Arm, der je nach Level Göttlich, Neutral oder Dunkel (es gibt jeweils mehrere Stufen) sein kann, mit Siegeln ausrüsten, die für Zusatzeffekte sorgen.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Michael Hambsch

Man würde Soul Sacrifice Delta unrecht tun, würde man es mit Monster Hunter vergleichen. Nur auf dem ersten Blick stehen bei beiden Kämpfe gegen große Monster im Vordergrund. Im genauen unterscheidet sich Soul Sacrifice aber noch viel mehr von Capcoms Monsterjagd als z.B. Toukiden.
Neben der Hauptstory und den vielen Nebengeschichten, die einfach genial sind und nichtlinear erlebt werden können, ist es vor allem die riesige Auswahl, die man in Sachen Spielstil hat. Bei drei Orden, zahlreichen Bossmonstern sowie unzähligen Opfergaben und Siegeln wird es trotz den eintönigen Gebieten nie langweilig. Und wer vom Singleplayer eine Pause braucht, geht einfach online, denn auch hier sind die Möglichkeiten schier unbegrenzt.



Soul Sacrifice Delta - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Michael Hambsch

Screenshots
















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5625 Grafik: 8.50
Sound: 8.75
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.50
Wertung: 8.5625
  • EIn lebendiges Buch voller genialer Geschichten - und eine ebenso gelungene Rahmenhandlung
  • Man kann jetzt auch zwei anderen Orden außer Avalon angehören
  • Massig neue Quests/Questreihen in der Delta-Version
  • Genial-groteske Monster (hier in Delta auch welche, die von Grimms Märchen inspiriert wurden)
  • Durch Opfergaben, Siegel, etc. unglaublich viele Möglichkeiten, den eigenen Spielstil zu gestalten
  • Eintöniges Leveldesign, die interessante Welt erfährt man nur durch die Storys
  • Quests bestehen nur aus dem Erledigen von (Boss-)Monstern

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Rezension vom: 16.06.2014
Kategorie: Rollenspiele
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