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Trine 4: Ultimate Collection

Entwickler: Frozenbyte
Publisher: Astragon

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 49,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:

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Kennt eigentlich noch wer The Lost Vikings für das SNES aus dem Jahr 1992? Völlig egal, wenn nicht! Die Entwickler von Frozenbyte nutzten nämlich das gleiche Spielprinzip für die aktuellere Spielereihe Trine. Drei Teile sind bisher erschienen, der letzte davon im Jahr 2015. Jetzt kehrt die Serie mit Trine 4: The Nightmare Prince auf PC, Xbox One, PS4 und Switch zurück. In einer Ultimate Collection werden noch dazu die Vorgänger draufgepackt. Erneut geht es für Ritter Pontius, Diebin Zoya und Zauberer Amadeus, vereint in einer Person, auf eine abenteuerliche Reise. Fallen, Rätsel und Gegner warten auf das Trio in der bunten Fantasywelt.



Meinung:

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Was bisher geschah…
2009 gingen die drei Charaktere Pontius, Amadeus und Zoya erstmals auf Reisen. Die Beweggründe waren damals zweitrangig. Das Königreich hat seinen König verloren, ein Nachfolger ist nicht in Sicht, daraufhin erheben sich die Untoten und verbreiten Chaos. Diese Horde muss natürlich gestoppt werden. Die Geschichte des Abenteuers wird ähnlich einem Märchen zwischen den Levels erzählt. Sie dient vorrangig nur, um dem Jump 'n' Run eine Grundlage zu geben. Im Vordergrund stehen die spaßigen Sprungeinlagen in prachtvoller 2D-Optik sowie Fallen, Gegner und jede Menge Rätsel. Physik, Timing und eine Kombination von Manövern spielen bei den Lösungswegen eine sehr wichtige Rolle. Amadeus nutzt dafür das Herbeizaubern von Gegenständen und lässt sie durch die Luft fliegen, Zoya verfügt über Pfeil und Bogen und hat außerdem einen Enterhaken zur Verfügung. Damit klammert sie sich an sämtliche Plattformen und schwingt gekonnt über schier unüberwindbare Abgründe. Der Ritter Pontius ist mit Schild und Schwert fürs Grobe zuständig. Vorzugsweise bekommen Gegner von ihm auf die Mütze, wobei die Kampfpassagen nur sehr kurz und recht einfach gehalten sind. Den Großteil nehmen die witzigen Knobelhindernisse in Anspruch. Gesteuert wird immer nur einer der drei Charaktere und es kann jederzeit fließend gewechselt werden.

Erfahrungspunkte sind in den verschiedenen Stages in Form von Sammelobjekten versteckt und werden für die Verbesserung von Fähigkeiten gebraucht. Die Aufwertungen sind praktisch, allerdings nicht zwingend erforderlich für den Abschluss der Level. Dafür reicht schon das Grundtalent aus.

Der Nachfolger Trine 2 änderte nicht großartig Dinge am Spielprinzip. Es übernahm das Erfolgskonzept, verbesserte Details und wurde so praktisch zu Trine 1.5. Auch von den damaligen Schwächen wurde es nicht befreit und kam mit einer nebensächlichen Story und an den banalen Kämpfen änderte sich nichts. Dafür setzte es eben voll auf den Knobelspaß des ersten Teils und lieferte eine genauso bunte, stimmungsvolle Fantasywelt.

Trine 3 wagte dann einen Tapetenwechsel. Mit einem Sprung in die dritte Dimension wollte man damals die Spieler verblüffen. Leider kam diese Neuerung absolut nicht gut an. Dadurch, dass sich in Teil 3 die Helden im Vergleich zu den Vorgängern zusätzlich „nach vorn und hinten“ in den Levels steuern lassen, leidet die Qualität des Spiels deutlich. Abgründe lassen sich schwerer abschätzen, Abstürze ins Bodenlose sind die Folge. Das Fähigkeitenrepertoire kommt verkleinert: Amadeus beschwört nur mehr Kisten in fixer Größe, Zoya wurde der Elementarpfeile beraubt und aufgrund der 3D-Optik passt der Enterhaken auch nur mehr an vorgegebene Stellen. Es scheint fast so, also konnte man damals die Talente nicht alle, wie gewollt, in den dreidimensionalen Raum hieven. Abschließend gibt’s dann auch keine Levelaufstiege mehr, Sammelgegenstände hingegen schon. Diese sind für den Spielfortschritt nötig. Hat man fleißig gesammelt, wird der nächste Level zugänglich. Grundsätzlich eine interessante Idee, aber Level wiederholt spielen zu müssen, um voranzukommen, fühlt sich teilweise nach gestreckter Spielzeit an. Was bei Trine 3 immerhin wieder hervorragend gelungen ist, ist die herrlich anzusehende Grafik. Leider konnte das damals das Spiel nicht retten. Es war ein Rückschritt.

Und dann kam Trine 4: The Nightmare Prince...
Nach dem mehr als dürftigen Erfolg von Trine 3 wurde die Reihe jetzt mit Trine 4 von Frozenbyte noch einmal aufgegriffen. Erneut stürzen sich Amadeus, Zoya und Pontius zusammen in die Fantasywelt von Trine. Diesmal erhalten sie den Auftrag, den Prinzen von Schloss Heatherwood und Zauberlehrling der Astral-Akademie zu finden. Dieser hat sein mangelhaftes Zaubertalent nicht unter Kontrolle und beschwört ungewollt Kreaturen aus seinen Alpträumen. Allerdings hat sich bei der Story auch in Teil 4 in Sachen Qualität nicht viel geändert. Letztendlich dient sie wieder nur dafür, um dem Plattformer einen roten Faden zu verpassen. Kein Problem, solange die Spielmechanik kräftig Unterhaltung bietet.

Um es auf den Punkt zu bringen: Genau das macht das Gameplay auch. Bei Trine 4 wird das Rad nicht neu erfunden. Vielmehr ist es eine Rückbesinnung zu alten Stärken aus den ersten beiden Spielen. Deshalb musste wohl auch als erstes die unbeliebte 3D-Welt aus Teil 3 über Bord gehen. Gut so! Jetzt steuert man die Charaktere wieder klassisch im Sidescroller-Stil von links nach rechts. Die Level bieten wieder massenhaft Hüpf- und Rätselspaß, bei denen die unterschiedlichen Fähigkeiten der Helden gefragt und wieder in vollem Umfang verfügbar sind. Da wären wie schon früher die Beschwörungen und der Schwebezauber von Amadeus, Pfeil, Bogen und Enterhaken von Zoya und Pontius sorgt mit Schild und Schwert wieder für ordentliche Durchschlagskraft. So ein Schild dient allerdings nicht nur der Verteidigung. Es ist auch absolut nützlich um Lichtstrahlen zu reflektieren oder Flüssigkeiten abzulenken. Soweit die Grundausstattung, denn im Spielverlauf kommen neue Talente hinzu, die noch mehr Vielfalt bei den Rätsellösungen bringen. Die Physik und ihre Gesetze spielen wieder eine entscheidende Rolle. Viele Passagen können damit gelöst werden. Sofern man nicht gerade den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, sind die meisten Aufgaben schnell gelöst und der Spielfluss geht kaum verloren.

Das Spiel steuert sich butterweich und hervorragend direkt. So „gleitet“ man praktisch durch die Level an den rechten Bildschirmrand. Wirklich unterbrochen wird man nur von Zeit zu Zeit, von den noch immer stumpfen Kämpfen zwischendurch. In der Theorie kann zwar jeder Held Schaden austeilen, doch praktisch sinnvoll und effizient ist nur simples Button-Mashing mit dem Schwert von Pontius. Bei den Bosskämpfen wird es ein wenig fordernder, aber für richtige Endgegnerqualität reicht es nicht. Zumal selbst ein Scheitern kaum bestraft wird, denn die einzelnen Level sind mit unzähligen Kontrollpunkten versehen. Die vielen Speicherpunkte sind auch extrem nützlich für alle Sammler. Hat man den Drang, alle Gegenstände aus einer Stage mitzunehmen, helfen einem diese Autosaves enorm. Im Menü ist die sammelbare Erfahrung jedes Levels ersichtlich und zeigt sogar im Detail, wie viel davon zwischen den einzelnen Kontrollpunkten versteckt ist. Sind zwischen Speicherpunkt 2 und 3 beispielsweise drei Gegenstände, so kann man direkt an dem jeweiligen Punkt einsteigen, spielt einen kurzen Abschnitt und sammelt die fehlenden Dinge.

Grafisch ist Trine 4 wieder einmal über jeden Zweifel erhaben. Prachtvolle, knallige Farben und eine detaillierte Spielwelt vermitteln wieder eine geradezu märchenhafte Atmosphäre. Abschließend sei noch der Multiplayer erwähnt. Bis zu vier Spieler können zusammen knobeln. Wahlweise jeder mit einem fixen Charakter, aber auch vier Zauberer sind spielbar. Aus dem Test kann ich zwar nur vom Solospiel berichten, aber so viel kann ich garantieren: Dieser Rätselspaß kann durch Freunde im Koop nur unfassbar spaßig sein. Völlig verrückte Manöver sind praktisch vorprogrammiert!



Fazit:
Mund abputzen und weiter! Das haben sich die Entwickler wohl nach Trine 3 gedacht. Es wurden die erfolgreichen Konzepte übernommen, zugegeben leider auch die etwas weniger guten Bereiche. Die Geschichte ist weitestgehend wieder Nebensache und die zweite große Schwäche sind die Kämpfe. Ich persönlich hätte auf die Kämpfe ganz verzichten können, doch sei’s drum. Ein kurzes Kloppen dann und wann hat noch keinem geschadet. Außerdem liegt der Fokus von Trine seit jeher auf den Rätseln, den bunten Levels und dem Sammeln der Gegenstände. Das macht Trine 4: The Nightmare Prince wieder richtig, richtig gut. Obwohl die ersten beiden Teile schon genial gut aussahen und sich extrem geschmeidig steuerten, setzt der vierte Teil gefühlt noch einen drauf. Da die Story nicht weiter von Bedeutung ist, können Einsteiger auch direkt mit diesem Teil beginnen. Empfehlenswert ist es natürlich aber definitiv auch, die Vorgänger nachzuholen. Naja... bis auf Trine 3. Das ist aufgrund der 3D-Optik wirklich gewöhnungsbedürftig bei der Steuerung. Durch die Veröffentlichung der Trine 4: Ultimate Collection sind auch alle Spiele auf der aktuellen Konsolengeneration und dem PC spielbar. Viel Spaß beim Rätseln!

Trine 4: Ultimate Collection - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Michael Renner

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.75 Grafik: 9.00
Sound: 8.50
Steuerung: 8.75
Gameplay: 8.75
Wertung: 8.75
  • Hervorragende Grafik der gesamten Reihe
  • Besinnung auf die Stärken von Teil 1 und 2
  • Soundtrack und Grafikpracht ergeben eine märchenhafte Atmosphäre
  • Multiplayer-Modus bringt chaotisch, lustigen Spielspaß
  • Story dient nur als Mittel zum Zweck
  • Primitives Kampfsystem

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Rezension vom: 11.10.2019
Kategorie: Action
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