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Those who remain

Entwickler: Camel 101
Publisher: Wired Productions

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 20 €

Systeme: Mac, PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:
logo

Gerade im Indie-Bereich sind Survival Horror-Spiele immer wieder gerne gesehen. Titel wie Amnesia, Penumbra oder Soma konnten große Erfolge feiern. Für jedes Outlast gibt es aber auch immer eine Menge an Slenderman-Titeln oder ein Emily wants to play. In welche Kerbe schlägt Those who remain von Camel 101, das sich ein paar Scheiben von Silent Hill abschneiden möchte?

Meinung:


Edward ist ein schwer gebeutelter Mann. Um die letzten Reste seiner Ehe zu retten, fährt er zu einem Motel, um mit seiner Affäre Schluss zu machen. Dort angekommen, findet er jedoch niemanden vor, irgendwer klaut sein Auto und nur wenig später beginnt die Dunkelheit Gestalt anzunehmen und ihn zu bedrohen. Und dann ist da noch eine Paralleldimension, in der alles unter Wasser steht. Was bedeutet das alles? Wird Edward langsam verrückt? Oder haben es wirklich die Mächte des Bösen ausgerechnet auf ihn abgesehen?

Die Nacht ist voller Schrecken
Those who remain reiht sich spieltechnisch bei Titeln wie Amnesia und Penumbra ein. Wir steuern Edward aus der Ego-Perspektive, erforschen die düstere Umgebung und können uns vor fiesen Gestalten nur retten, wenn wir weglaufen und uns verstecken. Die Dunkelheit ist hier jedoch kein guter Ort, um sich wegzuducken, denn genau hier lauern die Monster. Wer im Licht bleibt, ist vor den Messer schwingenden Augen in den Schatten sicher. Daraus zieht Those who remain seinen größten Reiz und seine besten Momente. Die stillstehenden Schatten liefern einen beständigen Grusel, der seine volle Wirkung vor allem innerhalb von Gebäuden entfaltet, wenn man nervös versucht, in einem Raum das Licht anzuschalten, bevor man ihn betritt, damit die Schatten verschwinden. Die ganze Zeit ist man sich aber bewusst, dass die Schatten sofort wieder sichtbar werden, sobald das Licht aus welchem Grund auch immer erlischt.

Monsterjagd
Dieses Konzept würde für eine ordentliche Portion Grusel vollkommen ausreichen. Leider mussten unnötige Action-Elemente und bewegliche Gegner eingebaut werden. Immer wieder gibt es Verfolgungsjagden, bei denen man dank eines schlechten Speicherpunktsystems bei Versagen komplette Rätseleinlagen wiederholen muss. In vielen Bereichen erscheinen Monstren, die die Gegend patroullieren, in der man nach Gegenständen sucht, um Rätsel zu lösen und Schlösser zu öffnen. Diese Gegner sorgen einfach nur dafür, dass der Abschnitt durch die erforderlichen Schleicheinlagen unnötig verlängert wird und lassen kaum Spaß und auch keine Spannung aufkommen.

Es werde Licht
Viele Rätsel haben das Ziel, eine Lichtquelle zu finden, die den Weg zum nächsten Abschnitt öffnet. Dass Edward, nachdem er sein kleines Feuerzeug direkt zu Anfang verliert, nicht auf die Idee kommt, sich eine neue tragbare Lichtquelle zu beschaffen, ist ein Logikloch, das man zugunsten des Gameplays vernachlässigen kann. Oftmals muss ein Portal gefunden werden, mit dem man in die Parallelwelt wechseln kann. Hier bewegt sich alles mit einer Physik wie unter Wasser und manche Dinge können sich verändern. Änderungen hier haben Auswirkungen auf die reale Welt. So kann hier beispielsweise eine schwere Holzpalette mit Leichtigkeit verschoben werden und so ein Weg in der realen Welt geöffnet werden. Die Rätsel sind nicht allzu schwer und wer sich ordentlich umsieht, kommt gut voran. Behindert wird man hier hauptsächlich durch die beweglichen Monster, die unspannende Aufgaben zäh erscheinen lassen.

Crime & Punishment
Gesprinkelt durch die Story trifft Edward auf die Aufgabe, die örtlichen Sünder entweder zu verdammen oder ihnen zu vergeben. Dafür muss er sich ordentlich über ihre Hintergründe informieren, was durch das Durchstöbern diverser Schränke und herumliegender Papiere passiert, während er sich vor einem Monster verstecken muss. Das Thema von Schuld und Sühne liegt im Zentrum der gesamten Story und Edward lässt vor allem in der Parallelwelt so einige Monologe über seine Vergangenheit fallen. Die Entscheidungen über die Sünder beeinflussen die verschiedenen möglichen Endsequenzen, aber diese bieten kaum genug Ansporn, sich noch einmal durch Those who remain zu wagen.

Licht und Schatten
Grafisch teilt sich die Qualität auf die beiden Welten auf. Die reale Welt ist uninspiriert und bietet recht dröge Gebäude, während die Atmosphäre hauptsächlich durch das Konzept entsteht. In der Parallelwelt blüht die Umgebung auf. Alles ist prächtiger und anschaulicher, vor allem, weil es hier mehr interessante Lichteffekte zu bestaunen gibt. Außerdem finden die interessanteren Aspekte der Story statt und man überlegt, was die Optik über die Psyche der Charaktere aussagt. Die Steuerung ist übersichtlich gehalten. Edward kann sprinten ohne Ausdauer zu verbrauchen, mit Objekten interagieren und Gegenstände aufheben. Tragbare Dinge tendieren allerdings dazu, das Sichtfeld stark einzuschränken. Der Sound ist recht atmosphärisch, auch wenn die Sirenen bei Erscheinen der Monster mit der Zeit nervig werden.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Die Parallelen zu Silent Hill 2 sind in Those who remain offensichtlich und leider bekommt man in zu vielen Bereichen das Gefühl, dass sie in so vielen anderen Spielen bereits besser gemacht wurden. Das Setup ist gelungen, der Anfang macht Laune auf mehr gruselige Atmosphäre, aber die wird durch endloses Durchsuchen von Schränken und vor allem die Schleich- und Jagdpassagen mit den Monstern vollkommen untergraben. Hätte man sich hier auf subtileren Horror und dafür eine stärkere Ausarbeitung der Charaktere konzentriert, hätte ein wirklich spannendes Horror Game herauskommen können.

Those who remain - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.625 Grafik: 7.00
Sound: 7.00
Steuerung: 6.50
Gameplay: 6.00
Wertung: 6.625
  • Spannendes Konzept
  • Schicke Parallelwelt
  • Mehrere Enden
  • Schleich- und Jagdpassagen
  • Uninspirierte reale Welt
  • Unterentwickelte Charaktere

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Rezension vom: 10.06.2020
Kategorie: Adventure
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