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No Straight Roads

Entwickler: Metronomik
Publisher: Sold Out Sales & Marketing Limited

Genre: Action
USK Freigabe: Downloadspiel ohne USK-Prüfung
ca. Preis: 40 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:
logo

Zu dem Genre der Rhythmusspiele gehören nicht nur welche mit Plastikinstrumenten wie Guitar Hero, Rockband oder Donkey Konga oder solche, bei denen im Rhythmus vorgegebene Knöpfe gedrückt werden müssen wie bei Dance Dance Revolution oder Parapa the Rapper. Titel wie Rez oder Patapon haben gezeigt, dass man Rhythmus auch mit Action verbinden kann. No Straight Roads möchte nun noch einen Schritt weiter gehen und uns einen richtigen Brawler im Musikmilieu liefern.

Meinung:


Mayday und Zuke leben in Vinyl City, einer Stadt, deren Energieversorgung von Musik abhängt. Der Musikkonzern NSR sucht dafür Künstler aus, die mit ihrer Musik genug Energie erzeugen können. Beim Casting fallen Mayday und Zuke mit ihrer Band Bunk Bed Junction jedoch durch, da sie mit ihrem Rock nicht so ganz zum Stil von NSR passen. Das möchte vor allem Mayday nicht auf sich sitzen lassen und so machen sich die beiden auf, die vorherrschenden Künstler der einzelnen Stadtteile in einem Rock Off zu stellen und so die Stadt wieder dem Rock zu übergeben.

I wanna rock!
Im Tutorial wird uns beigebracht, dass die Gegner im Rhythmus der Musik angreifen, sodass man ihnen auch im Rhythmus ausweichen und kontern muss. Verschiedene Gegnertypen greifen dabei auf unterschiedliche Art an, während Mayday und Zuke mit ihren Instrumenten zuschlagen. Zuke hat schnelle, schwächere Schläge, die eine Komboleiste füllen, während Mayday langsamer, aber härter zuschlägt. Im Kampf lässt sich aber kaum ein spielerischer Unterschied feststellen, da die wenigsten Gegner lange genug aushalten, um eine Combo abschließen zu können. Werden Noten aufgesammelt, die von verprügelten Feinden hinterlassen werden, kann man diese auf fliegende Gegner feuern. Das geschieht mittels Auto Lock On, sodass nur der Button gedrückt wird. Mayday und Zuke können außerdem neben bestimmten Objekten ein Solo loslassen, um diese zu transformieren. Dadurch werden Raketenabschussbasen oder Heilpads errichtet. Nimmt die aktive Figur Schaden, kann zum Partner gewechselt werden. In dieser Zeit regeneriert die nicht aktive Figur ein wenig Leben.

The Rhythm of the Night
Leider sind die Kämpfe das größte Problem von No Straight Roads. Mayday und Zuke selbst greifen nicht im Takt der Musik an, zumindest wird ein solches Vorgehen nicht inzentiviert. Dadurch entsteht beim Spieler selbst kein "Flow", der bei Rhythmusspielen extrem wichtig ist. Das Gameplay ist grundsätzlich in drei Abschnitte unterteilt. Das Erkunden der Hub-Welt - zu der wir später kommen -, der Weg zu den Bossen und anschließend der Bosskampf. Die Level, die zu den Bossen führen, sind eine Aneinanderreihung einzelner Räume mit Gegnern, die durchquert werden müssen. Wenn mehrere Gegner im Raum sind und alle zu unterschiedlichen Zeiten im Rhythmus angreifen, kann man den Rhythmus auch komplett ignorieren. Es ist einfach zu konfus, wenn zwei stationäre Roboter unterschiedlich im Takt auf den Boden schlagen und Schockwellen aussenden, zwei stationäre Gewehre in ebenfalls anderen Abständen schießen und drei Fluggeräte auf einen schießen, während ein beweglicher Roboter auf einen zukommt und seinen Angriff startet. Durch diese Räume zu kommen, macht selten Spaß und sie wirken, als wären sie nachträglich eingefügt worden, um die Spieldauer zu strecken. Dass man in diesen Räumen die Kamera nicht frei bewegen kann, sorgt außerdem dafür, dass jegliche Übersicht flöten geht.

Big Boss Man
Die Bosskämpfe sollen definitiv das Highlight sein und manche von ihnen sind es auch. Leider setzt sich der Trend, den ich bereits in meiner Preview befrüchtet hatte, im fertigen Spiel fort. Der erste Kampf gegen DJ Subatomic Supernova in einem planetariumsähnlichen Tanzklub ist visuell beeindruckend. Hier werden Planeten auf uns geworfen und der DJ selbst wächst zu kosmischen Ausmaßen an. Der zweite Kampf gegen den Vocaloid Sayu hingegen verschenkt jegliches Potenzial, indem er nur ein chaotisches Gekloppe darstellt. Der darauf folgende Kampf ist wiederum sehr gut und einfallsreich, doch danach geht es schon wieder bergab. So sind alle Bosse eine einzige Berg- und Talfahrt, bei der man sieht, dass wir es hier mit einer ganz guten Grundidee zu tun haben, die aber nicht zuende gedacht wurde.

We built this City
Zwischen den einzelnen Leveln bewegen wir uns durch Vinyl City, die mit jedem befreiten Distrikt wächst. Die Stadt zu erforschen macht beim ersten Mal auch ordentlich Spaß. Jeder Stadtteil hat sein eigenes Thema und es gibt einige geheime Wege zu entdecken und Dinge zu reparieren. Manchmal trifft man auf Türen, die man erst im späteren Verlauf öffnen kann, aber leider befindet sich hinter ihnen nichts, was den Aufwand wert wäre. Ungünstigerweise sind alle Stadtteile hintereinander angeordnet, sodass man immer wieder durch die vorher freigeschalteten durchlaufen muss, um zum neuen Ziel zu gelangen. Das ist ein unnötiger Zeitfresser und das Spiel dauert bereits nur knappe fünf Stunden.

For those about to rock
Mayday und Zuke haben es sich in der Kanalisation schick eingerichtet. Hierhin holen sie ihre Verbündeten, die neue Aktionen freischalten. In Zukes Werkstatt können die Instrumente der beiden mit temporären Stickern oder permanenten Upgrades verstärkt werden, während es im Untergrundradio Interviews gibt, mit denen man mehr Fans bekommt. Fans sind quasi die Währung in No Straight Roads. Nach jedem Level gibt es eine Bewertung, auf Basis derer ermittelt wird, wie viele neue Fans Bunk Bed Junction bekommt. Mit diesen Fans können neue Fähigkeiten freigeschaltet werden, die entweder für Mayday, Zuke oder beide gemeinsam gelten. Freischaltbare Special Moves gibt es auch, jedoch gibt es selten eine Gelegenheit, diese anzuwenden, da sie kaum einen Nutzen erfüllen. Besonders mächtige Angriffe sind leider sinnlos, wenn es keine Gegner gibt, die nicht direkt umfallen, wenn man sie anpustet.

Video killed the radio star
Optisch gibt es nicht viel zu meckern und hier trumpft No Straight Roads am meisten auf. Die Animationen der Protagonisten sind zwar etwas hölzern, aber das gesamte Design der Welt ist knallig bunt und der Stil passt sehr gut zum musikalischen Thema. Jeder Level hat seinen eigenen Stil, der an den Künstler angepasst ist, den es zu bekämpfen gilt. Beim Sound kann vor allem der Soundtrack überzeugen. Dieser passt perfekt zum Spiel und vor allem, wenn in den Bosskämpfen langsam der Rock die EDM verdrängt, klingt das super. Die Sprachausgabe ist allerdings ein Griff ins Klo. Das mag zum Großteil daran liegen, dass die Sprecher scheinbar keine Muttersprachler sind, aber auch die Performance selbst, vor allem von Protagonist Zuke, ist unterirdisch. Leider gibt es viel zu viel Dialog, der selten lustig und in der Regel eher zum Fremdschämen ist. Die Steuerung ist ebenfalls nur unterer Durchschnitt. Mayday und Zuke reagieren sehr langsam und trägt auf Eingaben und bei Sprungpassagen gibt es keine ordentliche Art der Tiefenwahrnehmung, sodass man des öfteren in einen Abgrund fällt.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Nach dem Trailer von No Straight Roads war ich sehr gespannt, nach der Preview-Version hatte ich meine Erwartungen ein wenig zurückgeschraubt und leider sind meine Befürchtungen wahr geworden. Die Hauptfiguren sind unsympatisch, die Bosskämpfe sehr durchwachsen und die Level vor den Bossen sind langweilige Streckung. Der Rhythmus der Kämpfe versinkt komplett im Chaos und die hakelige Steuerung macht einem zu schaffen. Optisch macht das Spiel richtig Laune und der Soundtrack ist super, aber für die kurzen fünf Stunden mit mittelmäßigem Gameplay gibt es leider keine Empfehlung. Es ist eines von diesen Spielen, von denen ich gerne eine Fortsetzung hätte, an der ein wenig mehr gefeilt wird, weil die Grundidee mir echt gut gefällt. Falls No Straight Roads in den Gamepass kommt, kann man auf jeden Fall einen Blick riskieren und Rock Fans können auch bei einem Sale zugreifen.

No Straight Roads - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.5 Grafik: 7.50
Sound: 7.50
Steuerung: 6.00
Gameplay: 5.00
Wertung: 6.5
  • Toller und passender Soundtrack
  • Bunte Optik passt zum Stil
  • Optisch abwechslungsreiche Level
  • Hälfte der Bosse ist einfallsreich
  • Rhythmus versinkt im Chaos
  • Hakelige Steuerung
  • Langweilige Kämpfe in den Leveln
  • Hälfte der Bosse ist dröges Gekloppe
  • Schlechte Sprachausgabe

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Rezension vom: 26.08.2020
Kategorie: Action
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