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13 Sentinels: Aegis Rim

Entwickler: Vanillaware
Publisher: Koch Media

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 60 €

Systeme: PlayStation 4

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
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Wenn ich einen Trailer zu einem neuen Spiel von Vanillaware sehe, bin ich automatisch interessiert. Das Studio hat einen ganz eigenen, wunderschönen Grafikstil, bei dem man einfach hinschauen muss. Wenn es dann auch noch darum geht, dass sich Mechas in verschiedenen Zeitepochen mit riesigen Monstern prügeln, bin ich an Bord. Gerne würde ich jetzt einen pfiffigen Aufhänger schreiben, der fragt, ob 13 Sentinels: Aegis Rim tatsächlich sein Ziel erreicht, aber direkt über diesem Textblock prangt schon der SplashHit. Es dürfte also klar sein, dass ich schwer begeistert bin.

Meinung:


Juro ist Highschool-Schüler im Jahr 1985 und ein riesiger Science Fiction-Fan. Er und seine Freunde verbringen ihre Tage damit, nach der Schule Videospiele zu spielen und sich Monsterfilme anzuschauen. Jedoch wird Juro seit einiger Zeit von seltsamen Träumen geplagt, in denen sich Fiktion und Realität miteinander vermischen. Als er erfährt, dass auch seine Mitschüler ähnliche Träume haben, will er der Sache auf den Grund gehen und wird eine Geschichte um Zeitreisen, Monster und Riesenroboter verwickelt.

Ein perfekt gewobenes Netz
13 Sentinels ist in zwei unterschiedliche Gameplay-Bereiche aufgeteilt, die sich gegenseitig ergänzen. Fortschritt in einem Bereich, schaltet neue Möglichkeiten im anderen frei. Kernstück des Spiels ist die Story, die sich wie eine Visual Novel entwickelt. Wir erleben sie durch die Augen von 13 Protagonisten, deren Pfade sich immer wieder kreuzen. Die Geschichte wird dabei non-linear erzählt und es wird sehr viel mit Träumen, Erinnerungen und Rückblicken gearbeitet. Zu Anfang kommt man sich leicht überfordert vor, da es nicht nur eine Vielzahl an Charakteren gibt, sondern auch immer wieder mit Begriffen aus der Spielwelt um sich geworfen wird. 13 Sentinels schafft es aber durch exzellent geschriebene Figuren, dass man immer am Ball bleiben möchte. Mit der Zeit lernt man die Charaktere kennen und Szenen, die zunächst unverständlich waren, bekommen eine neue Bedeutung, wenn man sie später aus der Sicht einer anderen Figur erlebt. Bis zur letzten Minuten wartet der Plot immer wieder mit neuen Wendungen auf und auch wenn man irgendwann denkt, man hat die groben Abläufe durchschaut, kommen neue Details ans Licht, die alles über den Haufen werfen. Zum leichteren Verständnis gibt es ein Archiv mit Schlüsselbegriffen und einen Zeitstrahl, auf dem alle erlebten Ereignisse in chronologischer Reihenfolge eingetragen werden. Die 13 Geschichten wurden meisterhaft miteinander verwoben und man wird durch geschickt platzierte Sperren durch diese hervorragende Story geführt. Oftmals gibt es verschiedene Wege, die man gehen kann, jedoch gibt es dadurch keine unterschiedlichen Enden. Jeder Pfad wird im Laufe des Spiels erkundet und die verschiedenen Routen eröffnen sich meist erst, wenn in einer anderen Route neue Hinweise gefunden wurden. Im Gegensatz zu vielen anderen Visual Novels folgt man aber nicht nur stur dem Text. Man bewegt sich durch die Locations, redet mit anderen Figuren und muss hin und wieder kleinere Rätsel lösen, die aber nicht sonderlich schwer sind. Schlüsselwörter werden im Geiste abgespeichert, sodass man über sie weiter nachdenken kann, um neue Hinweise aus ihnen zu ziehen oder sie nutzen kann, um mit anderen Figuren über sie zu reden.

Mecha vs. Kaiju
Der zweite Teil des Gameplays stellt die Kämpfe der 13 Hauptfiguren in ihren Sentinels genannten Mechas gegen die monströsen Kaiju dar. Dieser Modus ist ein Echtzeitstrategiespiel, bei dem wir mit einem Team aus maximal 6 Kämpfern den Ansturm der Kaiju auf unsere Basis aufhalten müssen. Ziel ist in der Regel, alle (oder bestimmte) Gegner zu besiegen oder so lange auszuhalten, bis unser Kontrollterminal aufgeladen ist und eine alles zerstörende Schockwelle aussenden kann. Die 13 Sentinels kommen in vier Generationen daher. Generation 1 sind Nahkämpfer, die ordentlich austeilen können, aber vor allem gegen fliegende Feinde das Nachsehen haben. Generation 4 ist agiler und kann fliegen, kann dafür allerdings nicht ganz so hart zuschlagen und verfügt auch nicht über die größte Defensive. Die Generationen 2 und 3 stellen Hybride der anderen dar. Für jedes Schlachtfeld gibt es einen Bericht, mit welchen Einheitentypen gerechnet werden muss, sodass man sein Team anpassen kann.

Anpassung wird auch groß geschrieben, denn jeder Sentinel und auch das Kommandoterminal selbst kann verbessert werden. In Kämpfen und durch Storyfortschritt werden Chips erarbeitet, mit denen sich neue Attacken freischalten, bestehende Attacken verbessern und die Attribute der Sentinels selbst verstärken lassen. Jeder Sentinel wird dadurch einzigartig, da auch jeder seine eigenen Fähigkeiten besitzt. Die Schlacht selbst läuft in Wellen ab. Die Kaiju erscheinen an markierten Orten auf der Karte und greifen das Terminal an. Können unsere Kämpfer agieren, wird das Geschehen pausiert, bis wir unsere Auswahl getroffen haben. Auf Screenshots und auch in Videos sehen die Kämpfe ziemlich konfus und chaotisch aus, aber wenn man selbst die Befehle erteilt, hat man den kompletten Überblick. Die Darstellung ist zwar nur symbolisch gehalten, aber auch dieses Detail hat klare Storygründe. Es gibt aber nette kleine Animationen der Attacken während der Auswahl und jeder Gegnertyp wird detailliert vorgestellt.

Schicke Verpackung
Grafisch ist 13 Sentinels eine absolute Wucht und ohne Frage Vanillawares bisher schönster Titel. Die Charakterdesigns geben jeder Figur eine ganz eigene Persönlichkeit und sie halten sich dieses Mal auch mit den Proportionen (mit einer Ausnahme) in realistischen Regionen auf. Auch auf den in der Vergangenheit etwas kontroversen Fanservice wurde fast gänzlich verzichtet und wenn es doch welchen gibt, hat der ganz klare Storygründe. Die wundervoll detaillierten Hintergründe überzeugen vor allem durch das Spiel mit Lichteffekten. Immer wieder scheinen Sonnenuntergänge zwischen Häusern oder durch Fenster hervor. Die Animationen sind gewohnt butterweich und es bleibt einfach nur zu sagen, dass es atemberaubend schön aussieht.

Beim Sound bekommen wir alle Dialoge in einer perfekten japanischen Synchro präsentiert (eine englische Tonspur gibt es mittels Day 1-Patch) und auch der Soundtrack kann sich hören lassen. Hier gibt es vor allem elektronische Klänge und Synth, aber auch japanische Idolsongs mit Text kommen vor und sind ebenfalls gekonnt in die Story integriert.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf 13 Sentinels ist ein absolutes Highlight im Science Fiction-Genre. Die ausgeklügelte Geschichte wird spannend erzählt, hält viele Wendungen bereit und für nahezu jedes Details des Spiels findet sich eine Begründung in der Story. Auch optisch und soundtechnisch liefert Vanillaware hier ein Meisterwerk ab, das der hervorragenden Geschichte absolut gerecht wird. Die strategischen Kämpfe lockern die textlastige Visual Novel gekonnt auf und es gibt eine Fülle an Möglichkeiten der Modifizierung, um das perfekt Team zu bilden. Science Fiction-Fans kommen um diesen Titel einfach nicht herum.

13 Sentinels: Aegis Rim - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.1875 Grafik: 9.75
Sound: 9.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.00
Wertung: 9.1875
  • Hervorragende Sci-Fi-Geschichte
  • Wunderschöne Grafik
  • Passender Soundtrack
  • Viele Anpassungsmöglichkeiten der Sentinels
  • Jedes Detail hat Storygründe

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Rezension vom: 19.09.2020
Kategorie: Adventure
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