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The Skylia Prophecy

Entwickler: Ezekiel Rage
Publisher: Plug In Digital

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 7 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:
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Screenshots oder ein Trailer sind in der Regel die ersten Eindrücke, die wir von einem neuen Spiel bekommen. Wenn diese Screenshots aussehen wie ein neues 2D-Pixel-Castlevania, bin ich standardmäßig interessiert. So erging es mir bei The Skylia Prophecy, das direkt dem GBA entsprungen zu sein schien. Man soll eine Prophezeihung aber nicht nach ihrem Umschlag beurteilen oder so.



Meinung:


Normalerweise würde ich hier eine kurze Zusammenfassung der Hintergrundgeschichte abliefern, aber The Skylia Prophecy legt da keinen Wert drauf. Anders kann ich mir nicht erklären, dass das Spiel mit einem Lauftext anfängt, der in verschnörkelter, roter Schrift auf rotem Hintergrund viel zu schnell abgespult wird und in einer beinahe humorvollen Textwand endet, von der ich nicht einmal die Hälfte mitbekommen habe. Macht aber nichts, denn im restlichen Spiel findet sich kaum eine fortführend irgendeiner Geschichte wieder.

Death by Design
The Skylia Prophecy zeigt uns direkt im ersten Bildschirm, was uns erwartet. Der ist als eine Art Tutorial angelegt, ohne uns irgendwas wirklich beizubringen. Unsere Protagonistin Mirenia kann mit ihrem Schwert geradeaus angreifen und einen Energieschild vor sich aufbauen. Ein Angriff aus der Hocke ist nicht möglich, also muss man im Trial&Error-Prinzip herausfinden, dass Gegner, die am Boden krabbeln, von unserem Energieschild vernichtet werden können. Ähnlich verhält es sich mit explosiven Fässern. Sie sind zu niedrig, um sie mit dem Schwert zu treffen, also muss man nahe an sie ran, um sie mit dem Energieschild hochzujagen. Steht man zu nahe dran, explodiert man mit. Da 99% aller Spieler die Trophäe für "Stirb' durch eine Bombenexplosion" erhalten haben, gehe ich davon aus, dass jeder in diesem Bildschirm zu nahe gestanden hat. Das ist dann auch der Grundtenor dieses Spiels. Mirena verfügt über ein stark begrenztes Bewegungsrepertoire, keine Funktion wird in irgendeiner Art erklärt (wie man Tränke benutzt, findet man nur heraus, wenn man durch Ausprobieren einen kostbaren Trank trinkt) und alles bringt uns mit minimalen Treffern direkt um. Das klingt nach einer Menge Spaß...

Hin und her
In der Welt verteilt sind etliche Feinde, wobei die meisten von ihnen nicht mehr machen, als hin- und herzulaufen. Eine KI sucht man vergeblich, wenn man von Fledermäusen, die auf Mirenia direkt zufliegen, absieht. Manche Feinde spucken Projektile in ihre Richtung, aber das war's. Ich glaube, außerhalb von Bossen gibt es genau einen Gegnertyp, der für seinen Angriff eine Animation spendiert bekommen hat. Da fühlt man sich auf unangenehme Art an alte Apogee-Shareware-Titel erinnert. Die Bosse fallen etwas größer aus und dürfen manchmal sogar Animationen haben, aber auch sie laufen alle strikt nach langweiligen Mustern ab, die vollkommen unabhängig von unseren Aktionen zu sein scheinen. Dadurch sind sie eher eine Art Ausdauertraining und nur herausfordernd, weil maximal zwei Treffer in der Regel zum Tod führen und das selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad.

Kein Weg zurück
Besiegte Gegner bleiben verschwunden, was ein interessanter Aspekt sein könnte. Level Ups gibt es durch die gesammelte Erfahrung der Feinde und ein Grinden ist so nicht möglich. Leider wird auch dieser Aspekt durch die fehlenden Erklärungen torpediert. Mirenia ist in ihren Bewegungen ohnehin schon stark eingeschränkt und kann nicht einmal durch Plattformen nach unten springen, weshalb man oftmals nicht zu vorherigen Orten zurückkehren kann. Dazu kommen Türen, die scheinbar wahllos nur in eine Richtung genutzt werden können. Wer durch eine solche Tür geht und vorher noch nicht alle Gegner besiegt oder alle Quests im vorherigen Gebiet abgeschlossen hat, wird das auch nie mehr erledigen können. Dadurch ist man dem ohnehin schon unnötig hohen Schwierigkeitsgrad noch mehr erlegen. Man ist sich nie sicher, ob man nun durch diese Tür gehen oder jene Plattform hochspringen soll, weil jeder Weg ein Weg ohne Rückkehr sein kann.

Keine Lust mehr
Man merkt The Skylia Prophecy an jeder Ecke an, dass auch die Entwickler keine Lust mehr hatten, weiterzumachen. Animationen fallen spärlich aus, selbst ein Angriff aus der Hocke wird lieber durch den umständlichen Energieschild ersetzt und von der Story will wirklich niemand reden. Am offensichtlichsten wird dieses Desinteresse aber, wenn man sieht, dass man die Platintrophäe kurz nach dem ersten Boss erhalten kann. "Du hast das erste Gebiet abgeschlossen? Respekt, wir gehen nicht davon aus, dass jemand noch weiter spielen möchte. Hier, deine 100%-Trophäe hast du dir verdient." Da ist es fast tragisch, dass lediglich der Komponist sich Mühe gegeben und einen ordentlichen Score abgeliefert hat und auch die Hintergründe sehen meistens ganz gut aus.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf

The Skylia Prophecy frustriert auf fast jeder Ebene. Die Feinde laufen stupide hin und her, spucken manchmal eine Feuerkugel aus und die Bosse rattern ihr einfallsloses Programm runter. Der hohe Schwierigkeitsgrad kommt daher nur zustande, weil jeder Gegner direkt bei einem Treffer die halbe Lebensenergie abzieht, Mirenias Angriffsmöglichkeiten unnötig kompliziert eingeschränkt sind und immer wieder ohne Vorwarnung der Rückweg abschnitten wird. Durch den Verzicht auf jegliche Tutorials muss man außerdem alles im Trial&Error-Verfahren herausfinden. Da hilft es wenig, dass der Soundtrack ganz gut ist und auch die Hintergründe in einem besseren Spiel einen Platz verdient hätten.



The Skylia Prophecy - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 4.375 Grafik: 5.50
Sound: 7.00
Steuerung: 3.00
Gameplay: 2.00
Wertung: 4.375
  • Guter Soundtrack
  • Gute Hintergründe
  • Keine Erklärungen
  • Kaum Animationen
  • Stark eingeschränkte Bewegungen
  • Langweilige Gegner ohne KI
  • Etliche Points of No Return

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Rezension vom: 28.04.2021
Kategorie: Action
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