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The Cruel King and the Great Hero

Entwickler: NIS America
Publisher: NIS America

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 30 €

Systeme: PlayStation 4, PlayStation 5, Switch

Inhalt:
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Manchmal möchte man von den düsteren Geschichten, die die Videospielwelt doch ziemlich dominieren, ein wenig Abstand gewinnen. Da kommt ein niedliches Märchen in der Gestalt von The Cruel King and the Great Hero gerade recht. Optisch und soundtechnisch kann das lebendig gewordene Märchenbuch direkt überzeugen, doch verbirgt sich hier auch noch ein anständiges RPG?



Meinung:


Der König ist tot, lang lebe der König! Der böse Dämonenkönig, der das Land schon lange mit seiner Gegenwart plagt, wurde endlich von einem tapferen Helden besiegt. Anstatt ihn jedoch zu töten, schlägt der Held dem Dämonen lediglich seine Macht gebenden Hörner ab und die beiden werden direkt beste Freunde. Mit seinem letzten Atemzug ringt der Held dem Dämonen das Versprechen ab, sich um seine kleine Tochter Yuu zu kümmern, die fortan unter den Dämonen aufwächst und durch die Geschichten über ihren Vater selbst zur Heldin werden möchte.

Es war einmal...
Die Geschichte von The Cruel King and the Great Hero ist unglaublich niedlich, wartet aber nicht mit allzu großen Plottwists auf. Bereits zu Anfang ist dem geneigten Leser direkt klar, dass es sich bei ihrem Ziehvater, dem Drachenkönig, um den ehemals fiesen Dämonenkönig handelt und auch sonstige Offenbarungen sind meilenweit vorher erkennbar. Das macht aber nichts, denn der Charme der Geschichte liegt vor allem in seinen Figuren, allen voran die kleine Yuu, die mit einem Topf als Helm ein Held werden möchte und fleißig den Bewohnern des Landes bei ihren Problemen hilft. Auch die Nebenfiguren, seien es nun Dorfbewohner, Questgeber oder Partymitglieder, wurden knuffig designt und sprühen vor Charme.

Diese Niedlichkeit zieht sich durch das gesamte Spiel und ist in vielen Details zu finden. Yuu ist beispielsweise durchaus tapfer, doch der Drachenkönig macht sich dennoch permanent Sorgen und so kann man ihn immer wieder im Hintergrund sehen, wie er Yuu beobachtet und ihr hilft. Eine Spezialattacke von Yuu ist beispielsweise ein Feuerschwert. Aus ihrer Sicht hält sie ihr Schwer empor, das durch ihren bloßen Kampfeswillen Feuer fängt. Tatsächlich entzündet es aber der Drachenkönig mit seinem Feueratem aus dem Hintergrund. Die Situation wird umso knuffiger, wenn der Drachenkönig aus Platzgründen nicht im Hintergrund sein kann und Yuu ihre Attacke dennoch ausführen will. Sie hebt ihr Schwer empor und wundert sich mit einem Fragezeichen über dem Kopf kurz, warum es kein Feuer fängt. Solche kleinen Momente schaffen es immer wieder, ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern.

Zug um Zug, Seite um Seite
Unterstützt wird die Märchenbuchatmosphäre von einer hervorragenden, japanischen Erzählerin, die klingt, als würde sie ihrem Kind das Märchen vorlesen. Sie verstellt dabei leicht ihre Stimme für verschiedene Figuren und man möchte eigentlich direkt dazu einschlafen. Der Zeichenstil ist ebenfalls simpel genug, um wie ein Märchenbuch auszusehen und dennoch detailliert, damit man kleine Feinheiten entdecken kann. Das wird auch dadurch unterstützt, dass Kämpfe beginnen, indem ein paar Seiten schnell umgeblättert werden.

Denn, ja, Kämpfe gibt es auch. The Cruel King ist grundsätzlich ein RPG, bei dem Yuu in der Regel mit einem Begleiter durch die Welt zieht, Gegenstände sammelt und Feinde bekämpft. Solche Kämpfe laufen rundenbasiert ab und sind recht simpel gestrickt. Die Party kann normal angreifen, Skills einsetzen, sich verteidigen, Items anwenden oder weglaufen. Neue Skills werden nach und nach bei Levelaufstiegen freigeschaltet. Jeder Feind besitzt allerdings auch eine Schwachstelle. Yuu kann einen Zug opfern, um den Feind zu analysieren und einen Hinweis bekommen. Schwachstellen reichen von lauten Geräuschen über gleichzeitige Attacken auf mehrere Gegner bis hin zum Ignorieren einzelner Feinde. Hat man die Schwachstelle genutzt, sind die Feinde für ein paar Runden gelähmt. Nun kann man entweder auf sie eindreschen oder sie weglaufen lassen. Das bringt zumindest eine kleine strategische Komponente ins Spiel. Grundsätzlich ist man jedoch gezwungen, ordentlich zu grinden, um gegen Bosse eine Chance zu haben, was durchaus etwas eintönig werden kann.

Es zieht sich
Das Spiel ist aufgeteilt in mehrere Kapitel, die jeweils eine kleine eigene Story, sowie die fortlaufende, übergeordnete Handlung erzählen. In jedem Kapitel gibt es auch einige Sidequests zu erledigen, die sich allerdings in der Regel auf "Finde diese Gegenstände" oder "Besiege diese Feinde" beschränken. Da sie auch auf der Karte markiert werden, hält sich der Schwierigkeitsgrad in der Hinsicht in Grenzen. Die Wege können allerdings recht lang sein und selbst nachdem man ein recht sporadisches Schnellreisesystem freigeschaltet hat, ist die Frequenz für die Zufallskämpfe ein wenig zu hoch.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf

The Cruel King and the Great Hero ist kein tadelloses Spiel. Die Gameplay-Elemente sind sogar der schwächste Aspekt dieses Titels. Das rundenbasierte Kampfsystem ist recht simple Standardkost und man muss sich durch eine ganze Menge an Zufallskämpfen grinden. The Cruel King überzeugt aber in seiner kompletten Präsentation. Die Märchenbuchoptik passt hervorragend zur niedlichen Geschichte mit einer Fülle an knuffigen Figuren und die wunderschöne Erzählstimme haucht der Geschichte zusammen mit einem beruhigenden Soundtrack Leben ein. Die Erzählung von Yuu und ihren Freunden ist einfach nur bezaubernd und da nimmt man gerne auch mal das rudimentäre Gameplay in Kauf. Man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass es den Titel zum Budget-Preis gibt.



The Cruel King and the Great Hero - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8 Grafik: 8.00
Sound: 9.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 7.00
Wertung: 8
  • Hübsche Märchenbuchgrafik
  • Tolle Erzählerin
  • Guter Soundtrack
  • Niedliche Figuren
  • Süße Geschichte
  • Zu hohe Frequenz der Zufallskämpfe
  • Kämpfe recht rudimentär

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Rezension vom: 28.03.2022
Kategorie: Rollenspiele
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