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Ghostwire: Tokyo

Entwickler: Tango Gameworks
Publisher: Bethesda Softworks

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 70,00 €

Systeme: PC, PlayStation 5

Inhalt:

Etwas geschieht in Tokyo. Die Geister erheben sich und die Lebenden verschwinden. Nur du bist noch da, da du gestorben und nur zufälligerweise durch den Kontakt mit dem Geist KK wiederbelebt worden bist. Doch das hält dich nicht auf, in Ghostwire: Tokyo nach deiner Schwester zu suchen, die im Koma liegt.



Meinung:

Es war eine langweilige Bethesda E3 2019-Pressekonferenz. Trotz aller Bemühungen wollte der Funke nicht überspringen, sodass man als Zuschauer vor sich hindöste, bis eine junge, japanische Frau die Bühne betrat und mit ihrer offenen und herzlichen Art schlagartig die Herzen der Zuschauer gewann. Ihr Name war Ikumi Nakamura, der Creative Director von dem Spielestudio Tango Gameworks, die man von dem Survival Horror-Spiel The Evil Within kannte. Sie stellte einen bizarren, merkwürdigen Titel vor, der Ghostwire: Tokyo hieß. Einige Zeit nach der PK verließ sie den Entwickler, doch das Game selbst blieb in bester Erinnerung.

Jetzt ist es endlich draußen, drei Jahre nach der ursprünglichen Vorstellung. Bereits von der ersten Minute an ist es ein Spiel, das einen in den Bann zieht. Im Intro erlebst du mit, wie der Protagonist Akito nach einem schrecklichen Unfall wieder erwacht, nur um dann festzustellen, dass er einen neuen Mitbewohner im Körper hat, nämlich einen Geist namens KK. Anschließend erlebt man mit, wie Geister durch das moderne Tokyo ziehen, die Menschen verschwinden und nur ihre Kleidung zurückbleibt. Schon bald findest du heraus, dass dahinter eine Gruppe von Leuten steckt, die Hannya-Masken tragen und die Interesse an der komatösen Schwester des Protagonisten haben, die sie kidnappen.

Eine bizarre, gelungene Atmosphäre
Den Beginn der Geschichte als bizarr zu bezeichnen, wäre noch untertrieben. Von Anfang an schafft es Tango Gameworks, eine unheimliche Atmosphäre zu erschaffen. Es ist nicht der reinste Grusel oder Horror, wie es von ihren anderen Titeln her bekannt ist, aber es ist doch nahe dran. Du bewegst dich nämlich durch ein nahezu leeres Tokyo, findest hier und da Überreste der Menschen sowie ihre letzten Nachrichten. Das erzeugt Gänsehaut, das ist gut!

Ghostwire: Tokyo spielt sich wie ein Action-Adventure. Du folgst den Missionen, erledigst sie und erkundest gleichzeitig die Umgebung. Dabei triffst du wiederholt auf Feinde, die du besiegen musst.

Hier spielt dann das Kampfsystem eine tragende Rolle, denn anders, als in anderen Games, besitzt du hier nahezu keine Waffen. Erst später hast du Zugriff auf einen Bogen, der jedoch nur spärlich Munition hat. Stattdessen musst du auf Magie zurückgreifen, die es in drei verschiedenen Ausführungen gibt. 

It's Magic!
Fast wie ein Ninja verknotet Akito seine Hände, um die Angriffe auszuführen. Dabei kannst du mit Wind Feinde wegstoßen, mit Feuer eine Art Rakete heraufbeschwören, die kräftig Schaden ausübt, während Wasser großflächig Schaden verursacht, wie eine Schrotflinte. All diese Typen verfügen über einen eigenen Skilltree, mit dem du die Attacken verbessern kannst. Also ganz wie gehabt.

Doch es wäre falsch, deshalb davon auszugehen, dass Ghostwire: Tokyo langweilig und innovationslos wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Das Angriffssystem macht jede Menge Spaß, vor allem, weil es gut eingesetzt wird. Es belohnt dich, wenn du dich anschleichst und die Gegner hinterrücks eliminierst. Doch es bestraft dich trotzdem nicht dafür, falls du die direkte Konfrontation wählst.

In allen Fällen ist dein Ziel bei den Gegnern, dass du den Kern freilegst und den dann herausziehen kannst mit dem Ergebnis, dass dein Feind quasi ab sofort erledigt ist. Doch natürlich können die sich wehren und dich ebenso attackieren. Zum Glück hast du ein Schild, das, wenn du es perfekt einsetzt, dir eine weitere Möglichkeit gibt, einen Gegner anzugreifen und zu eliminieren. Selbst, wenn du verletzt wirst, existieren genügend Gelegenheiten, bei denen du dich heilen kannst. Dazu musst du nur etwas zu Essen zu dir nehmen. Die entsprechende Nahrung ist überall auffindbar.

Gelungenes Design
Was Ghostwire: Tokyo wirklich ausmacht, ist die Story plus die dazugehörigen Mainquests. Zu erleben, wie sich Akito durch das wie ausgestorbene Tokyo bewegt, geleitet von den Quests, macht einen Teil des Charmes des Games aus. Ebenso gefällt, wie er und sein „Gast“ KK sich langsam besser kennenlernen. Das wird glaubwürdig dargestellt. Schade nur, dass die Sidequests nicht dieselbe Qualität erreichen, wie die Mainquests. Sie sind nicht schlecht, da sie oft verschiedene Aspekte der japanischen Folklore beleuchten, aber es fehlt ihnen das gewisse Etwas, das sie hervorstechen lässt.

Der eigentliche Star des Games ist jedoch die Stadt Tokyo. Sie wird großartig dargestellt und es macht Spaß, sie zu durchstreifen. Es ist eine Open World, bei der du neue Quests durch die Interaktion mit den Torii Gates aufdecken kannst, denn diese lassen den Nebel verschwinden, der über Teilen der Stadt liegt.

Grafisch sieht Ghostwire: Tokyo grandios aus. Du merkst, dass sich wirklich große Mühe gemacht wurde, eine interessante Stadt zu erschaffen, bei der man vieles entdecken kann, sowohl innerhalb von Gebäuden, als auch außerhalb. Sie schwächelt eigentlich nur, wenn man mehr von der Stadt an sich sieht, mehr als nur enge Gassen und vereinzelte Gebäude. Ebenso ist das Design der Feinde gelungen. Hier wurde sich stellenweise an der japanischen Gesellschaft orientiert, wodurch man beispielsweise auf kopflose Geister in Schuluniformen stößt. Hier wird auf den enormen Druck angespielt, unter dem sie stehen.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

Ghostwire: Tokyo ist ein interessantes Spiel. Das Setting ist abwechslungsreich und die Geschichte mitsamt den Mainquests gelungen. Schade nur, dass die Sidequests im Vergleich nicht so reizend sind. Grafisch ist der Titel großartig, jedenfalls, wenn man sich durch die engen Straßen oder Gebäude bewegt. Wenn man mehr von Tokyo sieht, schwächelt das Game enorm.



Ghostwire: Tokyo  - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots








Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 8.50
Sound: 8.75
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.25
Wertung: 8.5
  • Leicht gruselige, mysteriöse Atmosphäre
  • Gelungene Geschichte
  • Super Kampfsystem
  • Sidequests sind im Vergleich zu den Mainquests eher schwach
  • Grafik kann bei der Darstellung von vielen Gebäuden schwächeln

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Rezension vom: 12.04.2022
Kategorie: Action
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