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Wreckreation

Entwickler: Three Fields Entertainment
Publisher: THQ Nordic

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 39,99 €

Systeme: PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S

Inhalt:

Was wäre, wenn man nicht nur Rennen fährt, sondern seine eigene Rennwelt erschafft – live, während man fährt?
Genau das verspricht Wreckreation, das neue Open-World-Rennspiel des britischen Studios Three Fields Entertainment, gegründet von ehemaligen Burnout-Machern. Nach Jahren in der Entwicklung und mehrfachen Verschiebungen ist es endlich da – und präsentiert sich als ambitionierter Mix aus Arcade-Racer, Bausimulator und Kreativplattform. Doch kann dieser Mix auch überzeugen? Um dies herauszufinden, haben wir uns auf die Strecke begeben und es so richtig krachen lassen!



Meinung:

Schon beim ersten Tritt aufs virtuelle Gaspedal wird klar, dass Wreckreation seine Wurzeln nicht verleugnet. Das Fahrgefühl ist rasant, die Crashes sind spektakulär und der Asphalt glüht – genau so, wie man es von den Burnout-Machern erwartet. Fahrzeuge deformieren sich sichtbar, Funken sprühen, und das Spiel belohnt aggressive Fahrweise mit Boosts und visuellen Explosionen.

Hier geht es rasant zu
Das Gameplay ist dabei typisch Arcade: leicht zugänglich, mit einem sofortigen Geschwindigkeitsrausch, der in Sekundenschnelle fesselt. Realismus ist hier zweitrangig – Wreckreation setzt voll auf Spaß, Tempo und Kollisionen. Die Steuerung ist direkt und präzise, die Physik bewusst übertrieben, und das Adrenalin fließt in Strömen.
Passend dazu präsentieren sich auch die Rennmodi. Egal ob Road Rage-Duelle, Off-Road-Zeitfahren oder „normale“ Rennen, in allen Rennen geht es von der ersten Sekunde an hart zur Sache. Wer gewinnen will, muss ordentlich aufs Gaspedal drücken und seine Gegner rammen. Zusätzlich gibt es in der Singleplayer-Kampagne noch zahlreiche Werbeplakate und weitere Sammelgegenstände zu finden, die neue Fahrzeuge und Baugegenstände (dazu gleich mehr) freischalten.

All das hört sich nach einer Menge an Inhalt an. In der Praxis ist es jedoch so, dass man sehr schnell das Gefühl bekommt, alles gesehen zu haben. Das liegt aber nicht nur an den wenigen unterschiedlichen Rennmodi, sondern auch an der Spielwelt.

Ist das so gewollt?
Obwohl diese mit 400 Quadratkilometern riesig ist (die Map von Forza Horizon 5 war mit ihren 107 Quadratkilometern dagegen echt überschaubar), fühlt sie sich doch sehr leer an. Highlights sind Tunnel und Brücken, ein paar Tankstellen und ein paar Flughäfen. Ansonsten fährt bzw. rast man die ganze Zeit über langweilige Highways, die an grünen Wiesen mit vereinzelten Bäumen gelegen sind. Städte oder zumindest irgendwelche spannenden Orte, die man erkunden kann, sucht man dagegen vergeblich. Dass die Spielwelt so langweilig wirkt, kann man dabei aus zwei Blickwinkeln betrachten. Die eine Seite wird sagen, dass die Entwickler*innen mit der schieren Größe am Ende doch überfordert waren. Die andere Seite wird hingegen argumentieren, dass die Leere gewollt war. Schließlich liegt ein großer Aspekt in Wreckreation darin, dass der Spieler auch selbst kreativ wird.
Denn was das Game von Burnout unterscheidet, ist das „Live Mix“-Feature. Mit diesem lässt sich die Spielwelt nämlich jederzeit verändern: Mit einem Knopfdruck kann man während der Fahrt eine Rampe einfügen, die Strecke verlängern oder Hindernisse platzieren. Selbst Mitspieler sehen diese Änderungen sofort. Das ist nicht nur ein technischer Geniestreich, sondern sorgt für ein dynamisches Spielerlebnis, das sich ständig weiterentwickelt. Die Wahrheit über die leere Spielwelt liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte beider Aussagen.

Umfangreicher Editor
Außer Frage steht allerdings, dass der Editor einem mit ein wenig Fleiß ermöglicht, die leere Spielwelt in einen wahren Spielplatz zu verwandeln. Der Editor ist nämlich mächtiger und intuitiver, als man zunächst annimmt. Spätestens nachdem auch den letzten Baugegenstand freigeschaltet und sich an die Steuerung gewöhnt hat, ist der eigenen Kreativität hier im Prinzip keine Grenze gesetzt. Straßen, Kurven, Sprünge, Tunnel, gigantische Loopings oder Kanonen – alles ist möglich und lässt sich in allen erdenklichen Formen und Kombinationen errichten.

Unterhaltsamer Online-Modus
Ihren ganzen Charme entfesselt die Kreativität im Online-Modus. Bis zu 16 Spieler*innen können hier gleichzeitig in einer Welt unterwegs sein. Dank des DJ-Menüs kann ein Spieler dabei ebenfalls während der Rennen nicht nur Wetter, Tageszeit und Verkehrsdichte in Echtzeit verändern, sondern einem sprichwörtlich auch Hindernisse in den Weg stellen. Auf diese Weise schafft es das Game, zumindest online, dass kein Rennen einem anderen gleicht und man immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt wird.
Ein weiterer Vorteil des Online-Modus ist, dass man sich nicht über die KI ärgern muss. Die scheint nämlich immer einen gewissen Vorteil zu genießen. Und damit meine ich nicht das Rubberbanding, das in Arcade-Racern und gerade in einem Rennspiel, in dem es ums Wegrammen der Gegner geht, einfach dazugehört. Vielmehr meine ich, dass die CPU-Gegner scheinbar über mehr Nitro verfügen und teilweise sehr schwer einzuholen sind. Zudem fahren sie alle auf einer festen Linie, was einem dynamischen Rennen natürlich auch nicht gerade zuträglich ist.

Technische Problemchen
Abgesehen von diesen Problemen gibt es zurzeit ebenfalls noch das ein oder andere technische Problemchen. Am gravierendsten sind dabei sicherlich Ruckler, die einen auch schon mal von der Bahn werfen. Dafür sind die Ladezeiten erfreulich kurz und das ständige Wechseln zwischen Bauen und Fahren funktioniert fast nahtlos. Die generelle Grafik ist ebenfalls ganz hübsch anzusehen, wenngleich man merkt, dass hier nur ein kleines Team am Werk war und auf einige Details verzichten musste.
Der Soundtrack ist eine Mischung aus elektronischen Beats, Rock und Indie-Tracks – solide, wenn auch nicht so ikonisch wie der legendäre Burnout-Sound. Die Effekte, insbesondere die Crash-Geräusche und das Kreischen der Reifen, sind hingegen hervorragend umgesetzt und tragen viel zur Atmosphäre bei.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

Wreckreation ist kein perfektes Rennspiel, aber ein erfrischend anderes. Es vereint den Crash-Wahnsinn von Burnout mit der Freiheit eines Sandbox-Editors und schafft so ein Erlebnis, das sich vor allem an kreative Arcade-Fans richtet. Wer sich in der offenen Welt austobt, verrückte Strecken baut und mit Freunden experimentiert, wird viele Stunden Spaß haben. Wer hingegen klassische Rennkarrieren, realistische Physik oder Hochglanzgrafik sucht, dürfte enttäuscht werden. Trotz technischer Schwächen und mangelnder Abwechslung im Solospiel ist Wreckreation ein mutiger, sympathischer Versuch, das Genre neu zu denken – und ein Fest für alle, die Geschwindigkeit mit Kreativität verbinden wollen.



Wreckreation - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.75 Grafik: 7.50
Sound: 8.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 7.50
Wertung: 7.75
  • Man kann seine eigene Kreativität ausleben
  • Spaßiger Online-Modus
  • Es kommt das alte Burnout-Feeling auf
  • Noch einige technische Probleme
  • Spielwelt wirkt ohne Live-Mix-Editor-Gegenstände leer
  • Wenige Rennmodi

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Rezension vom: 06.11.2025
Kategorie: Sport
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