Genre:
Rollenspiele USK Freigabe:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
69,99 €
Systeme:
PC, PlayStation 5, Switch, Switch 2, Xbox Series X/S
Inhalt:
Dragon Quest ist ein wahres JRPG Urgestein. Schon 1986 & 1987 kamen Teil 1 und 2 damals für den NES bzw. die japanische Variante den Famicom auf den Markt. In Zeiten von Remastered Spielen & Remakes hat Square Enix auch Hand diesen Rollenspielen angelegt und den Teilen eine Frischzellenkur verpasst. Die Reihenfolge der Remake Veröffentlichungen mag auf den ersten Blick verwirrend erscheinen, doch tatsächlich erzählt Teil 3 die Vorgeschichte von Teil 1 & 2. Ob nach Teil 3 auch die beiden ersten Teile überzeugen können? Oder ist die Zeit der Neuauflagen schon vorbei?
Meinung:
Die Erdrick Trilogie wird fortgesetzt Dragon Quest 1 & 2 knüpfen an die Geschehnisse aus Teil 3. Der Held Loto tritt in die Fußstapfen und bereist erneut die Region Alefgard. In Teil 1 ausschließlich noch zu Fuß und ohne Begleitung, dafür in Teil 2 zusätzlich mit weiteren Gruppenmitgliedern und auch zu Wasser mit einem Boot. Beide Teile erzählen eine ganz klassische Heldengeschichte. An der Story wurde nichts großartig verändert, entsprechend ist sie aufgrund des Alters keine große Besonderheit. Rette die Prinzessin, besiege den Oberfiesling, keine atemberaubende Prämisse, doch das schadet dem Spielfluss keineswegs. Vielmehr steht ohnehin die grafische Umsetzung der Heldenreise im Fokus.
Wir kämpfen uns durch Alefgard Städte, Dungeons und Höhlen warten in Alefgard auf unsere Ankunft. Als Orientierungshilfe lässt sich das jeweilige Questziel bequem auf der Weltkarte anzeigen. So verliert man auch nach längerer Spielpause nie den Anschluss. Und um die Reise zusätzlich zu beschleunigen, können bereits besuchte Orte auch per Schnellreise und Teleportation aufgesucht werden. Sobald wir Städte und Dörfer verlassen, lauern jederzeit die typischen Zufallskämpfe auf uns. Klassisch rundenbasiert, Zug um Zug. Hier lässt sich bereits die erste Komfortfunktion lobend erwähnen, denn die Geschwindigkeit der Kämpfe kann beschleunigt werden, auch Taktiken können festgelegt werden. Dies ist besonders nützlich angesichts der vielen kleinen Scharmützeln mit Monstern. Wer die alten Teile kennt, der weiß um das notwendige „Grinding“ bescheid. Viele lieben Dragon Quest genau deswegen, andere verteufeln es. Auch hierfür haben die Entwickler eine Lösung. Der leichteste Schwierigkeitsgrad macht unseren Helden nämlich quasi unverwundbar, um somit lässt sich jeder Kampf lösen. Es hebelt zwar einige Dinge wie Ausrüstung, Fähigkeiten etc. aus, aber um die Geschichte voranzubringen, oder üble Bossgegner zu besiegen ist die Funktion durchaus nützlich. Gerade vor Bossgegner ist nämlich sehr oft ordentlich Erfahrungspunkte sammeln angesagt, sofern man den „Unsterblichkeitsmodus“ nicht nützt. Ein wenig schade ist die nach wie vor fehlende Lebenspunkteanzeige bei Gegner. Einzig die Farbe der Monsternamen lässt Rückschlüsse auf ihre Gesundheit ziehen. Gelb für geschwächt, orange/rot für nahezu besiegt. In Sachen Items ist Dragon Quest sparsam, aber dafür umso belohnender. Es gibt nicht viele Schwerter oder Rüstung, allerdings freut man sich in jeder neuen Stadt den Rüstungshändler aufzusuchen und stärkere Items zu kaufen, sofern man das notwendige Geld hat, wo wir wieder beim Thema „Grind“ wären. In Sachen Gegenstände sei auch noch erwähnt, der Charakter selbst kann nur mit wenigen Items ausgestattet werden, die er auch im Kampf nutzbar bei sich trägt. Alle übrigen gefundenen Dinge werden in der unbeschränkt großen Tasche verstaut.
Der HD-2D Look Square Enix hat mit dem mittlerweile bereits HD-2D-Look ein echtes Patent kreiert. Das wahre Hauptaugenmerk der Remakes von Dragon Quest 1 & 2 liegt nämlich ganz klar auf der Grafik. Der Retrocharme wird perfekt aufgegriffen. Die Beleuchtung in Dungeons, in Städten, ob Nacht mit Fackeln, oder bei Tageslicht, dieser detaillierte Pixelstil ist grandios. Und im Vergleich zu früher, steht uns zusätzlich zu Englisch und Japanisch jetzt auch Deutsch bei den Texten zur Verfügung. Mag auf den ersten Blick keine große Sache sein, doch das ist längst keine Selbstverständlichkeit bei JRPGs die Ihren Ursprung hauptsächlich in Japan und Amerika haben. Insofern ist auch diese Hürde beseitigt, denn gerade bei längeren Rollenspielen ist eine Fremdsprache sehr oft abschreckend.
Fazit:
Dragon Quest 1 & 2 HD-2D knüpfen an Dragon Quest 3 HD-2D an. Und zwar nicht nur storytechnisch, auch von der Umsetzung. Zwar sind die Geschichten keine Augenöffner, doch allein die Grafik, die liebevoll designten Orte, die ohnehin Dragon Quest typischen verrückten Monster sind super dargestellt. Auch nerviges Grinding lässt sich prima umgehen. Ebenso die angezeigten Questziele erleichtern den Spielfluss. In den älteren Versionen hat man nämlich schnell den Überblick verloren, wo man als nächstes hin muss. Gepaart mit Zufallskämpfen und keinem Unsterblichkeitsmodus konnte das damals ganz schön frustrierend enden. Insofern meine Empfehlung: Nutzt die Chance, egal ob Einsteiger, oder Veteran, die HD-2D Remakes sind die perfekte Möglichkeit diese Rollenspiel Meisterwerke nachzuholen.
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