Genre:
Rollenspiele USK Freigabe:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
69,99 €
Systeme:
PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S
Inhalt:
Taschenmonster sind heutzutage in aller Munde. Nicht umsonst ist Pokemon das größte Franchise der Welt. Auch Digimon galt speziell in den 2000er Jahren als einer der großen Gegenstücke. Anime, Karten, Videospiele, einfach alles wurde mit Taschenmonstern umgesetzt. Bandai Namco bringt jetzt mit Digimon Story Time Stranger ein umfangreiches Rollenspiel für Fans sowie Neueinsteiger. Wie schlägt sich das Spiel? Wie sieht das Kampfsystem aus? Hat es eine komplett offene Spielwelt? All das werden wir herausfinden.
Meinung:
Wir gehen unter die Agenten In Digimon Story Time Stranger ist unser, wahlweise männlicher bzw. weiblicher Hauptcharakter ein Mitglied der ADAMAS Organisation. Als Teil dieser Gruppierung untersuchen wir Anomalien und besondere Phänomene in der Spielwelt. Zu Beginn stehen vor allem viele Dialoge im Fokus. Insofern dauert es ein wenig, bis das Spiel an Fahrt gewinnt. Doch die Gespräche sind extrem wichtig, denn die Geschichte ist anfangs angesichts von Zeitreisen und verschiedenen Welten ein wenig verwirrend. Gepaart mit den Spielmechaniken in die man in den ersten Stunden Schritt für Schritt eingeführt wird, ist man ordentlich beschäftigt, allem zu folgen. Auch ohne Vorwissen ist Digimon Story Time Stranger absolut super.
Ab in die Digiwelt Nach wenigen ersten Spielstunden erreicht man schließlich die Digiwelt. Eine tolle Welt, in der es vor Digimon nur so wimmelt. Trotzdem wirkt die Spielwelt teilweise steril. Zwar weit weniger als in der realien Spielwelt, aber man merkt es "kalte" Welt. Das mag sicherlich auch den abgegrenzten Arealen und dem schlauartigen Design geschuldet sein. Doch das Leveldesign hat auch seine Vorteile, denn man hat steht’s die Hauptgeschichte im Fokus und ist nicht allzu sehr in Nebenquests abzudriften und den Faden zu verlieren. So geht auch der Spielfluss nie verloren.Trotzdem sind Dinge wie unsichtbare Wände heute eher ungern gesehen. Der wahre Star in Digimon Story Time Stranger kommt allerdings jetzt.
Die Digimon ziehen in den Kampf Wo Bandai Namco voll den Nagel auf den Kopf trifft das Kampfsystem mit den über 450 Taschenmonstern. Nicht nur das die Digimon grandios aussehen, man wird schon von Beginn an mit der vollen Ladung Nostalgie befeuert. In den ersten Spielstunden entdeckt man so viele Digimon, die man aus der ersten Serie kennt. Ein tolles Gefühl. Doch auch ohne diese Erfahrung, trübt es den Spielspaß für Einsteiger keineswegs. Das Kampfsystem ist leicht verständlich. Klassisch rundenbasiert, mit einem Team von drei aktiven Digimon und einer kleinen Reserve bzw. Wechselbank bestreiten wir die Kämpfe. Fähigkeiten, Standardangriffe, sogenannte X-Künste als Spezialangriff und natürlich Items stehen zur Auswahl. Positiv sei an dieser Stelle erwähnt: Im Gegensatz zu Pokemon kostet der Einsatz von Items nicht den jeweiligen Zug, sondern Items sind inklusive Angriff im selben Zug nutzbar, allerdings nur ein Item. Präventivschläge, also Angriffe mit denen man Gegner vor Kampfbeginn überrascht, haben nicht nur den Vorteil des Erstangriffs, sondern einfachere Gegner werden so direkt besiegt, ohne das ein Rundenkampf folgt. So hält sich auch der „Grind“ in Grenzen und außerdem kann auch die Kampfgeschwindigkeit noch angepasst werden. Die Anpassung der Kämpfe geht sogar soweit bis zur kompletten KI gesteuerten automatischen Ausführung. Kombiniert man das mit automatisch fortgesetzten Dialogen und dem Unsterblichkeitsmodus, lassen sich theoretisch sogar lange Bosskämpfe gegen sogenannte Titanen (die ansonsten RPG typisch teilweise von Dialogen unterbrochen werden würden), vollkommen automatisieren. Ebenso toll ist die Erfahrungsverteilung nach gewonnen Kämpfen. Nicht nur die aktive Gruppe bekommt Erfahrungspunkte, auch die inaktiven Digimon werden belohnt. Angesichts der vielen, vielen Digimon ist das umso besser. Da wären wir auch schon bei der Individualisierung des Teams. Besiegte Gegner erhöhen die Scan-Rate eines Digimontyps. Erreicht man 100%, lässt sich das das jeweilige Monster rekrutieren und dem Team hinzufügen. Füllt man die Scan-Rate weiter auf 200% wird das Digimon mit besseren Attributen rekrutiert. Doch damit ist längst nicht Schluss. Jedes einzelne Digimon kann in unzählige weitere Formen digitieren. Unterschiedliche Formen verlangen unterschiedliche Voraussetzungen. Ebenso de-digitieren, also das rückgängig machen einer Digitation ist möglich. Dieses Sammel- und Entwicklungsprinzip macht regelrecht süchtig. Ständig prüft man welche Voraussetzung an z.B. Attributen nötig sind, um eine bestimmte Digitationsstufe freizuschalten. Eine weitere Möglichkeit seine Digimon zu trainieren ist die Digifarm. Das Gegenstück der Pension aus Pokemon. Man gibt die gewünschten Digimon bei der Digifarm ab, wo sie trainiert werden. Der Sammelspaß bleibt steht’s erhalten, ohne an irgendeiner Stelle langatmig zu werden. Alle Mechaniken greifen hervorragend ineinander!
Fazit:
Kennt ihr noch den Digimon Anime aus Ende der 90er bzw. der 2000er Jahre? Zumindest das deutsche Intro ist bis heute legendär. Mein erster Kontakt mit der Digiwelt war zu dieser Zeit und was soll ich sagen? Digimon Story Time Stranger hat mich total mit Nostalgie erwischt. Als ich die ersten Digimon gesehen haben, konnte ich mich sogar nach so vielen Jahren noch an die Namen erinnern. Ein richtig schönes Erlebnis. Allein schon das ständige Treffen alt bekannter Digimon hat mich steht’s bei der Stange gehalten. Zumal ich die coolen Digitation teilweise aus der Serie noch kannte und daher extrem motiviert war, die notwendigen Voraussetzungen dafür zu erfüllen. Die Story rund um die ADAMAS Organisation war zwar durchaus interessant, doch mich hat allein schon die Faszination Digimon, Kämpfe und das Entwicklungssystem voll gepackt. Jeden Digimon Fan der ersten Stunde kann ich das Spiel bedenkenlos ans Herz legen. Glaubt mir, über das schlauchartige Leveldesign seht ihr schnell hinweg. Aber auch jedem Einsteiger bietet Digimon Story Time Stranger die Möglichkeit, leicht ins Genre bzw. die Marke einzutauchen. Der Sammeldrang ist super und das Spielprinzip leicht zu erlernen. Los, lasst uns die Digiwelt retten Leute!
Bewertung Du kannst dieses Game hier benoten. Wohlgemerkt soll nicht die Rezension, sondern das Game an sich bewertet werden! Du hast also dieses Game gespielt? Dann bewerte es hier. Die Benotung erfolgt mit Sternen. Keine Sterne entsprechen der Schulnote 6. Fünf Sterne entsprechen der Schulnote 1.