Genre:
Rollenspiele USK Freigabe:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
40 €
Systeme:
PC, PlayStation 5, Switch, Switch 2, Xbox Series X/S
Inhalt:
Das hat sich Jude Mathis anders vorgestellt. Ursprünglich wollte er „nur“ nach seinem verschwundenen Professor suchen. Doch dann trifft er auf eine merkwürdige Frau, die sich Milla Maxwell nennt und über enorme Kräfte verfügt. Gemeinsam stoßen sie auf eine riesige Anlage, die anscheinend Geister absorbiert. In letzter Minute können sie fliehen, womit ihre Abenteuer erst richtig anfangen.
Meinung:
Es geht wirklich Schlag auf Schlag. Erst Anfang des Jahres kam das Tales of Graces f Remastered heraus. Und jetzt ist bereits das Tales of Xillia Remastered erschienen. Selbst für Remastered-Verhältnisse ist dieses Tempo enorm.
Kein bloßes Tales of... Game
Doch für Bandai Namco dürfte dies das Zeichen sein, dass ihr „Tales Remaster Project“, mit dem sie eben das erreichen wollen, funktioniert. Und glaubt man der Gerüchteküche, dann ist das nächste Remaster schon in Arbeit. Und zwar soll anschließend Tales of Xillia 2 herauskommen. Eine Entscheidung, die Sinn ergibt.
Dabei ist Tales of Xillia nicht bloß irgendein Tales of...-Game. Es ist eines der erfolgreichsten der gesamten Reihe, das außerdem viele Preise einheimste. Weshalb damals dann ja ein Jahr nach Erscheinen der zweite Teil herauskam, der dann ja vermutlich dieses Mal das nächste Games des Remaster Project werden wird.
Doch der Reihe nach: Was Tales of Xillia damals so besonders machte, war die Tatsache, dass du sich zu Beginn zwischen zwei Protagonisten entscheiden konntest. Du hattest einerseits Jude Mathis, angehender Arzt, der sich ebenfalls wehren konnte. Und andererseits mit Milla Maxwell eine junge Frau, die die Nachfolgerin des höchsten Geists war und zu Beginn enorme Kräfte besaß. Die sie jedoch nach dem Prolog auch wieder verlor und danach erst lernen muss, was es heißt, ein normaler Mensch zu sein.
Wert auf Charakterinteraktionen Das Besondere ist, dass es Passagen gibt, wo einer der beiden Protagonisten verschwindet. Wenn du nun wissen möchtest, was die entsprechende Person dabei erlebt hat, empfiehlt es sich, nach dem ersten Playthrough ein zweites anzufangen. Bei dem du eben mit der entsprechend anderen Person als Spielcharakter startest. Das ist eigentlich eine durchaus clevere Idee. Allerdings fällt der Anteil, den diese unterschiedlichen Passagen an der Gesamtstory haben, nicht sonderlich groß aus, was schade ist.
Doch davon abgesehen, ist es eben auch ein typisches Tales of...-Game, bei dem sehr viel Wert auf Charakterinteraktion gelegt wird. Wie es für die Reihe üblich ist, werden wiederholt Prompts eingeblendet, die zu kleinen Dialogen führen, die die Figuren ausbauen. Es sind kleine, oftmals humoristische Gespräche, die aber trotzdem dazu führen, dass einem die Spielfiguren ans Herz wachsen.
Im Laufe der Zeit wächst die Party natürlich an. Es kommen diverse Spielfiguren hinzu, die in mancherlei Hinsicht ihr eigenes Bündel zu tragen haben, ihre eigene Historie haben. Mit diesen kannst du dann eine Gruppe aus bis zu drei Personen zusammenstellen, mit denen du entsprechend durch die Welt reist, Monster bekämpfst und Items einsammelst.
Viel zu sammeln Vor allem Letzteres ist wichtig. Denn nur mit diesen Gegenständen kannst du die obligatorischen Läden erweitern und so auch bessere Items oder Ausrüstungsgegenstände kriegen. Das ist zunächst gewöhnungsbedürftig, vor allem weil du zunächst einfach ziellos alle möglichen Objekte abgibst. Ehe du anschließend herausfindet, dass jeder Shop eine bevorzugte Item-Kategorie hat, die dann auch entsprechend am meisten Entwicklungsfortschritt geben.
Das Gute ist, dass es kein Problem ist, an diese Objekte zu kommen. Wenn du wirklich alles einsammelst, was dir auf der Karte angezeigt wird, dann schwimmst du irgendwann förmlich in den Items. Denn die Weltkarte ist voll mit Truhen, Säcken, versteckten (aber auf der Minikarte sichtbaren) Objekten oder Erinnerungsstücken eines legendären Piraten. Natürlich existieren auch jede Menge Monster, denen du zwar theoretisch ausweichen kannst, weil die dargestellt werden. Praktisch gibt dir das Kämpfen allerdings jede Menge Erfahrungspunkte, mit denen die Spielfiguren im Level aufsteigen. Außerdem erhältst du beim Levelaufstieg die Punkte fürs Liliumbrett, mit denen du die Statistiken verbessern kannst, sowie neue Fertigkeiten und Artes (Zaubersprüche) freischalten kannst.
Allerdings merkt man Tales of Xillia Remastered an, dass die Grundlage eben ein Spiel die erste HD-Konsolengeneration war. Die Oberwelt kann mitunter etwas eintönig und leer designt sein, mit aufploppenden Objekten. Außerdem kannst du stellenweise nicht auf Anhieb erkennen, wo du hinmusst, da die entsprechende Markierung teilweise erst dann auftauchte, wenn du dich ihr näherst. Auch das Backtracking nervt nach einer Zeit, da du vor allem in den Momenten, wenn du Nebenquests machst, bestimmte Gebiete öfters durchqueren musst. Und auf der Grund der eben erwähnten Aspekte dürfte dir das schon sehr bald sehr schnell auf den Keks gehen.
Übrigens bietet die Remastered-Version im Vergleich zum Original einige Vorteile. Zum einen gibt es alle DLCs, die damals herauskamen, gleich mit inbegriffen. Und du kannst außerdem vor Spielbeginn festlegen, wie dein Gameplay aussehen soll. Ob du mehr Schaden machst, mehr Erfahrungspunkte kriegst oder deine Feinde schwächer sind. Was natürlich dafür sorgt, dass das Durchspielen etwas angenehmer wirkt.
Fazit:
Als jemand, der das Original zwar besitzt aber nie gespielt hat, muss ich sagen, dass mir das Remastered Spaß gemacht hat. Klar, die Fassung hat ihre Schwächen: Die eintönige und mitunter leer wirkende Oberwelt, das nervige Backtracking und dass aus dem Aspekt der zwei spielbaren Figuren mit ihrer jeweiligen Story so wenig gemacht wird, trüben etwas den Spielspaß. Doch auf der anderen Seite hatte ich das Gefühl, dass dieses Game trotz dieser Mankos gut designt worden war und eine spannende Story bot. Mal sehen, was dann das nächste Projekt des Remastered Project werden wird.
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