Genre:
Strategie USK Freigabe:
Downloadspiel ohne USK-Prüfung ca. Preis:
14 €
Systeme:
PC
Inhalt:
Ein Ei ist vom Himmel gefallen. In seinem Inneren ist ein göttliches Wesen mit dem Namen Dango. Es schließt mit dir einen Vertrag: Du sorgst dafür, dass es immer gut genährt wird und es versorgt dich mit Segen und Blaupausen. Also machst du dich daran, eine Stadt aufzubauen, damit du den Kontrakt erfüllen kannst.
Meinung:
Ich hatte auf meiner Bingokarte für dieses Jahr vieles, aber sicherlich nicht dieses. Dass ich noch im ersten Quartal ein Game rezensieren würde, dass ein Roguelike Citybuilder wäre. Was ich so zuvor nur ein einziges Mal gehört und gespielt hatte.
Nicht auf der Bingokarte gehabt Against the Storm hatte dieses Genre prominent vertreten. Hier musstest du auf zufällig generierten Karten nicht nur eine aufstrebende Stadt errichten. Sondern ebenfalls dich gegen diverse Gefahren erwehren.
Feastopia ist da anders. Es ist anders als Against the Storm, deutlich heller und fröhlicher. Und es gibt keine externen Gefahren, auf die du stets aufpassen musst. Nicht, dass das Game dadurch einfacher wird. Es hat dafür andere Fallstränge. Aber der Reihe nach.
Wie bereits erwähnt ist Feastopia ein Roguelike Citybuilder. Was in diesem Fall bedeutet, dass jede Karte, die du im Laufe des Spiels durchspielst, zufällig generiert ist. Du kannst zwar ein paar Eckpunkte festlegen, wie beispielsweise welches Biotop dir vorliegt. Doch die Aufteilung, welche Ressourcen vorhanden sind und wo sie zu finden sind, das ist Zufall. Ebenso zufällig ist, welche Gebäude du zu Beginn erhältst. Es gibt zwar Grundgebäude, die du immer hast. Aber weiterführende Gebäude oder Upgrades sind zufallsabhängig. Genauso, wie die Rezepte, die deine Bewohner erfinden.
Zwei Fraktionen, beide müssen zufrieden sein Im Prinzip baust du eine Stadt, die gleich zwei Fraktionen gleichermaßen zufriedenstellen muss. Deine Bewohner und den Dango. Dango selbst stellt regelmäßig neue Forderungen, die du erfüllen musst. Zu Beginn sind es noch einfache Speisen, die dann aber im Laufe des Games immer komplexer herzustellen sind. Deine Bewohner brauchen hingegen Zugang zu bestimmten Ressourcen oder Gebäuden, um glücklich zu sein.
Es ist eine Herausforderung, beide gleichermaßen zufriedenzustellen. Bei den normalen Bewohnern musst du auf den Platz achten, denn die Karten, auf denen du spielst, sind nicht unendlich groß und mehrere Gebiete sind noch dazu verdeckt. Du kannst sie allerdings nach und nach aufdecken, in dem du gewisse Ressourcen sammelst.
Die Zufriedenheit des Dangos hängt jedoch davon ab, ob du das benötigte Gebäude oder Rezept schon erhalten hast. Ist dem nicht der Fall, dann wird Dango sehr schnell wütend und deine Stadt leidet darunter.
Scheitern gehört zum Programm Am Ende ist es dein Ziel, eine Infrastruktur aufzubauen, die möglichst selbstständig läuft, ohne, dass du ständig eingreifen musst. Dabei gilt es auch darauf zu achten, ob du genügend Arbeiter hast und ob diese versorgt sind. Übrigens kannst du, wie in anno, die Arbeiter im sozialen Stand aufsteigen lassen, wenn alle Bedürfnisse erfüllt sind.
Da dies ja ein Roguelike Spiel ist, gehört Scheitern zum Gameplay dazu. Immerhin behältst du dann alle Gebäude und Rezepte, die du freigeschaltet hast. Was allerdings ehrlich gesagt nur ein schwacher Trost ist.
Neue Gebäude und Rezepte schaltest du durch das Erreichen bestimmter Ziele frei. Entweder, wenn du beispielsweise Dango erfolgreich gefüttert hast oder wenn du eine Mission erfolgreich absolviert hast. Dann darfst du dich zwischen drei verschiedenen Blaupausen entscheiden. Dabei gibt dir das Game auch an, ob ein gewisses Gebäude oder Upgrade zwingend für eine bestimmte Produktionskette nötig ist oder nicht.
Ein Tutorial, das nicht zufrieden stellt Ich will ehrlich sein: Ich mag das Citybuilder-Genre. Tu mich aber mit einem Roguelike-Ansatz schwer. Denn es sorgt dafür, dass das betreffende Game in meinen Augen nochmal künstlich schwerer gemacht wird. Noch dazu ist es unfair, wenn der Spielefortschritt so sehr vom Glücksfaktor abhängig ist. Es demotiviert, wenn du plötzlich realisierst, dass du zuvor die falsche Wahl getroffen hast und ein Scheitern daher imminent ist.
Noch dazu kommt, dass das Tutorial von Feastopia bestenfalls nur die Oberfläche ankratzt. Es erklärt zwar die grundlegende Spielmechanik. Aber gewisse Details, wie die negativen Auswirkungen, wenn Dango verärgert ist, werden noch nicht mal ansatzweise erläutert. Genau so wenig, wie, dass deine Bewohner auf ein Mal eine zweite Nahrungsquelle verlangen, aber du erst durch Herausprobieren herausfindest, was sie wirklich benötigen.
Die Grafik setzt ganz auf eine handgezeichnete Optik. Du darfst jetzt nicht jede Menge Animationen erwarten, da die Gebäude beispielsweise nur spärlich animiert sind. Aber insgesamt gefällt der knufflige Look.
Fazit:
Am Ende steht Feastopia sein eigenes Genre im Weg, bzw. wie es dies umsetzt. Ein besseres Tutorial und ein Spielfortschritt, der weniger glücksbasierend ist, hätte dafür gesorgt, dass das Game eine höhere Bewertung gekriegt hätte. Aber so dominiert mehr das Frust, denn das Spaßgefühl.
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