Genre:
Action USK Freigabe:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
29,00 €
Systeme:
PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Switch 2, Xbox Series X/S
Inhalt:
Eigentlich wollten die Sex Bob-Ombs nur noch vor ihrem nächsten Gig etwas üben. Doch dann wird ihre Heimat von Robotern, Dämonen und Vegangenern überfallen und die Bandmitglieder in verschiedene Dimensionen verschleppt. Scott Pilgrim, der Bassist, wird bewusstlos geschlagen, bis er von Ramona Flowers geweckt wird. Und gemeinsam machen sie sich daran, ihre Kollegen, ihre Freunde und ihre Heimat zu befreien.
Meinung:
Der originale Scott Pilgrim Comic von Bryan Lee O’Malley war damals ein Riesenerfolg. Es war ein Indiecomic, der noch dazu 2010 von Edgar Wright verfilmt wurde und mit Scott Pilgrim vs. the World: The Game im selben Jahr ein Sidescrolling Beat’em Up erhielt. Und auch danach blieb es dabei um die Figur und ihr Universum nie still. So kam 2023 mit Scott Pilgrim Takes Off“ sogar ein eigener Anime auf Netflix heraus.
Es wird wieder wild Scott Pilgrim EX spielt zeitlich nach diesem. Und präsentiert wieder wie üblich eine äußerst wilde Geschichte. In der die Stadt Toronto von unterschiedlichen Gangs überfallen wird und die Bandmitglieder in verschiedene Dimensionen verschleppt wurden. Das macht natürlich so gesehen keinen Sinn, aber darum geht es hier auch nicht. Es geht hier um den Spaß. Und den wirst du durchaus haben.
Die Story des Games stammt von Bryan Lee O’Malley persönlich, derweil die Grafiken von Paul Robertson stammen, der schon an der Realverfilmung 2010 mitgewirkt hatte. Das sorgt natürlich für einen eigenen, distinktiven Stil, passend zu der Vorlage. Wobei der eigentliche Charme jetzt nicht so sehr nur aus dem Grafikstil entsteht, sondern aus der Darstellung der Spielewelt. Denn die wirkt wundervoll und man fühlt sich direkt an einige 16 bit-Klassiker erinnert, wie beispielsweise Mega Man X oder Super Mario World. Es ist ein grandioser, detailverliebter Pixellook, wo du im Hintergrund immer wieder was entdecken kannst oder zum Lachen findest.
Insgesamt sieben spielbare Spielcharaktere gibt. Jeder unterscheidet sich nicht nur vom Look her, sondern ebenso von seinen Werten und Angriffen. Scott Pilgrim ist der perfekte Allrounder, der mit seinem Bass in einem gewissen Umkreis für Ruhe sorgt. Ramona Flowers ist dagegen eher flotter unterwegs und Roxie Richter agiert flink und heimlich. Es macht Spaß, jede Figur wenigstens einmal kurz anzuspielen, um so seinen Favoriten herauszufinden.
Das Geld liegt auf der Straße Wobei du jetzt hier kein Kampfsystem mit einer besonderen Tiefe erwarten darfst. Letzten Endes gibt es „nur“ einen schnellen und einen langsamen Angriff, die sich beliebig miteinander kombinieren lassen. Ebenso kannst du einen Gegner auch greifen und werfen. Es lässt sich Verstärkung herbeirufen und Attacken blocken oder ausweichen. Soweit so Standard.
Die Welt ist frei erkundbar, so das du problemlos selbst auswählen kannst, wohin du als nächstes gehen möchtest. Dabei sind überall Kisten verteilt, bei deren Bruch du Herzen, zum Heilen oder gar Münzen kriegst. Auch besiegte Feinde lassen Münzen sammeln, mit denen du an bestimmten Stellen Goodies kaufen kannst, mit denen sich die jeweils spielbare Figur nochmal verbessen lässt. So kannst du unter anderem mehr Angriffsstärke erhalten. Auch hier lohnt es sich, herauszufinden, mit welchem Setup du wie spielen kannst. Items gibt es nämlich mehr als genug.
Und in der Theorie klingt dies alles wunderbar und fantastisch. Über weite Strecken macht das Spiel auch durchaus Spaß. Gleichzeitig hat es allerdings ebenso Passagen, wo der Schwierigkeitsgrad sehr nach oben schießen kann. Und du dann erstmal da sitzt und dich ärgerst. Es ist zwar so, dass die Rücksetzpunkte großzügig verteilt sind. Man aber nicht mit voller Lebensenergie respawnst, sondern exakt der Lebensenergiemenge, die du in dem Moment hattest, wo du den Punkt aktiviert hast. Was natürlich wiederum bedeutet, dass wenn du nicht ständig ins Gras beißen willst, dir nichts anderes übrig bleibt, als zurückzulaufen und dir in der vorherigen Spielewelt erst wieder mühsam die nötige Lebensenergie zusammenklauben musst. Das ist dann schon arg frustrierend.
Fazit:
Scott Pilgrim EX mag jetzt nicht der Überflieger sein. Der Schwierigkeitsgrad ist unter Umständen sehr schnell sehr hoch, die Rücksetzpunkte nicht gut durchdacht und das Kampfsystem auch nicht sonderlich tief. Dafür kann das Spiel mit viel graphischen Charme glänzen und zumindest für einen Nachmittag wird man gut unterhalten sein.
Bewertung Du kannst dieses Game hier benoten. Wohlgemerkt soll nicht die Rezension, sondern das Game an sich bewertet werden! Du hast also dieses Game gespielt? Dann bewerte es hier. Die Benotung erfolgt mit Sternen. Keine Sterne entsprechen der Schulnote 6. Fünf Sterne entsprechen der Schulnote 1.