Sumerian Six
Entwickler:
Artificer
Publisher:
Devolver Digital
Genre:
Strategie
USK Freigabe:
keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis:
30,00 €
Systeme:
PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S
Inhalt:

Jemand muss die Nazis aufhalten. Sie wollen den Geiststoff für ihre sinistren Zwecke nutzt. Zum Glück gibt es die Sumerian Six, die sie stoppen können.
Meinung:
Ich liebe es, wenn ich vollkommen unvorbereitet ein Spiel starte und ich dann auf ein Mal nostalgische Flashbacks erhalte. In diesem Fall war es so, dass mir Sumerian Six starke Commandos-Vibes gab. Das war ein Echtzeit Taktikspiel, von dem Ende der 1990er der erste Teil herauskam und das mich damals in den Bann zog.
Wie ein Puzzle Doch im Laufe der Jahre verlor ich das Genre aus dem Blick. Es war nie mein absolutes Lieblingsgenre, aber gleichzeitig auch keine Spielekategorie, die mich eher abstieß. Es war ganz nett. Wobei ich irgendwann vermutete, dass diese spezifische Art von Taktikgame sowieso tot war.
Doch da habe ich mich geirrt. Bei einer Recherche fand ich heraus, dass seit damals immer wieder Spiele herauskamen, die das Genre am Leben hielten. Wie beispielsweise Shadow Tactics: Blades of the Shogun, dass von Mimimi Productions entwickelt wurde und 2016 für den PC erschien. Sumerian Six wurde jetzt nicht von denen entwickelt, sondern von Artificer, die zuvor das rundenbasierende Taktikspiel Showgunners programmierten.
Du kann, wenn man so will, Sumerian Six als eine Art Puzzlegame betrachten. Du du betrittst ein Level, hast verschiedene Ziele zu erfüllen und musst dabei diverse Hindernisse überwinden. Das größte sind hierbei verschiedene Feinde, die sich in Echtzeit bewegen und auf alles, was in ihrem Sichtfeld geschieht reagieren. Deine Mission ist es dann entsprechend, dich leise von A nach B zu arbeiten und dabei aufpassen, dass du nicht erwischt wirst. Wobei du Gegner durchaus ausschalten kannst. Nur darfst du anschließend nicht deren Körper liegen lassen.
Wie in den Comics Dabei stehen dir verschiedene Spielfiguren zur Verfügung, die noch dazu unterschiedliche Fähigkeiten haben. Sid Sterling beispielsweise kann andere Personen übernehmen, ist flink unterwegs und ist dank seiner Pistole auch jemand, der über weite Distanz Schaden ausüben kann. Seine Schwester Isabella Sterling hingegen kann Gegner ablenken oder woanders hin befördern. Ebenso ist sie als einzige in der Lage sich durch enge Gänge zu zwängen. Wojtek Galica ist ein Werbär, der in der Lage ist, mehr als zwei Körper gleichzeitig zu tragen oder sich durch gegnerische Massen zu pflügen.
Das sind nur drei von sechs spielbaren Charakteren. Die jeder für sich einzigartig sind. Allerdings steht nicht jede Figur in jedem Level zur Verfügung. Weshalb du stellenweise auch oft improvisieren musst, weil ein Charakter, von dem du eigentlich gehofft hattest, dass er da wäre, das dann in einem bestimmten Stage eben nicht ist. Aber das sorgt mit dafür, dass das Game einen gewissen Charme hat.
Jedenfalls dies und die Story. Denn diese ist eine Verneigung vor der Pulpära, von Anfang des letzten Jahrhunderts. Nur eben, dass das Setting im Zweiten Weltkrieg stattfindet. In jedem Fall weiß das Spiel, dass die Geschichte eigentlich hanebüchen ist. Und präsentiert es entsprechend mit einem Augenzwinkern.
Es ist schwer! Doch das heißt nicht, dass es entsprechend einfach ist. Im Gegenteil: Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist stellenweise sehr herausfordernd. Eben weil der Fokus auf Stealth liegt, kannst du dich nicht einfach so durch ein Stage ballern. Stattdessen musst du genau gucken und überlegen, wie du vorgehst. Wie du die verschiedenen Sichtkegel der Wachen berücksichtigst und dir ggf. auch den einen oder anderen Vorteil erschaffst.
Du wirst oft scheitern. Doch zum Glück hat das Spiel eine Schnellspeicherfunktion, die dir das Leben einfacher macht. Worüber man echt dankbar sein kann.
Leider merkt man dem Titel an, dass er ursprünglich für den PC programmiert wurde. Denn die Kamerasteuerung ist stellenweise ziemlich frickelig. Nicht immer gelingt es dir, die Ansicht so zu steuern, dass du auch wirklich alles sehen kannst. Das ist entsprechend nervig.
Trotzdem macht das Game Laune. Die Optik ist zweckdienlich, die Musik schön und die Dialoge super geschrieben.
Fazit:
Sumerian Six fühlt sich wie eine Mischung aus Pulpgeschichten und Comics an. Die Story ist wild, aber schön erzählt. Das Gameplay gleicht einer Art Puzzle, wo du die vorhandenen Fähigkeiten und Figuren entsprechend einsetzen musst. Du wirst oft scheitern, weil der Schwierigkeitsgrad stellenweise sehr hoch ist. Immerhin gibt es eine Schnellspeicherfunktion. Nur, dass die Kamerasteuerung sehr nervig ausfällt.
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