Genre:
Action USK Freigabe:
Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
25 €
Systeme:
PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S
Inhalt:
Die Drachen sind wieder da. Bösartige, feuerspeiende und Verderben bringende Kreaturen, die einst die Welt beinahe zu Grunde richteten, ehe sie durch Helden aufgehalten werden konnten. Jetzt sind neue Helden gefragt, um diese bösartigen Wesen erneut zu stoppen.
Meinung:
Es ist jetzt nicht so, als ob es an Hack’n Slay RPGs mangelt. Diablo IV konnte sich nach einigen Anlaufschwierigkeiten den Genrethron wieder erobern. Path of Exile 2 begeistert ebenfalls die Spieler. Und auch abseits dieser großen zwei gibt es immer mal wieder Kleinode zu bewundern, die das Genre auf die eine oder andere Art interpretieren.
Hier gibt es Drachen Auch Dragonkin: The Banished gehört dazu. Das Spiel, das von dem Entwickler Eko Software stammt, ist seit dem 16. März auf dem PC draußen, derweil Konsolenbesitzer einen Monat später im April in den Genuss des Games kamen. Was diesen Titel so anders macht? Es hat ein komplexes Skillsystem und es hat Drachen. Drachen als Feinde, sowie Wyrmlinge als Begleiter, die du ebenfalls skillen kannst.
Zu Beginn hast du die Auswahl zwischen vier verschiedenen Klassen, die im Prinzip alle die üblichen Klischees erfüllen. Du hast eine Art Krieger, eine Art Magierin, eine Art Barbar und eine Art Diebin/Attentäterin. Hier bemüht sich das Game, das Rad nicht neu zu erfinden.
Was auch für die Story an sich gilt. Es ist eben das übliche, das Bekämpfen eines großen Bösen. Noch dazu wird die Handlung so unnötig kompliziert und verworren erzählt, dass du über kurz oder lang den Faden und das Interesse an ihr verlierst.
Ein etwas anderes Skillsystem Weshalb zum Glück das Gameplay glänzen kann. Das ist auf den ersten Blick typisch Diablo-Artig. Sprich, du bewegst dich durch eine Weltkarte, bekämpfst lauter Feindeshorden mit deinen unterschiedlichen Fähigkeiten. Derweil du dann Loot aufsammelst, dass die Feinde droppen, dass du in Truhen findest oder du für erledigte Quests erhältst.
Das klingt zunächst wirklich sehr bewährt und alt bekannt. Bis du dich mit den Details beschäftigst. Denn vor allem das Skillsystem setzt Dragonkin: The Banished von vergleichbaren Spielen ab.
Du hast hier nämlich keinen Skilltree, in dem du mit gesammelten Erfahrungspunkten neue Fähigkeiten freischaltest. Du erhältst zwar mit gestiegenem Level Punkte, die du in deine Charaktereigenschaften investieren kannst. Und auf gewissen Leveln kannst du dann später gewisse Boni freischalten.
Es ergeben sich interessante Möglichkeiten Doch neue Skills schaltest du nicht automatisch frei. Stattdessen findest du im Spiel wiederholt Items, sozusagen Juwelen, die du dann auf einem Feld mit hexagonalen Feldern platzieren kannst. Dabei geben dir diese Gegenstände nicht nur neue Fähigkeiten. Ebenso versorgen sie dich mit Boni, die diese verstärken.
Du kannst allerdings nur fünf Skills gleichzeitig haben. Was heißt, dass du jedes Mal, wenn du schon das Maximum an Skills hast, gut überlegen musst, ob du einen neuen einbaust oder lieber doch den Alten mit Bonis verbesserst. So kannst du beispielsweise Schaden oder Geschwindigkeit skillen.
Gleichzeitig bist du nicht alleine unterwegs, sondern wirst irgendwann von einem Wyvern begleitet. Auch diese Draco-Form lässt sich skillen und ausbauen, allerdings nur in geringerem Umfang. Kombiniert man dies mit den eigenen Skills lassen sich interessant Kombos erschaffen, mit denen du problemlos ebenso größeren Heerscharen Herr werden kannst.
Wozu suchen, wenn man schon das gewünschte hat? Allerdings kann es sehr schnell sehr leicht passieren, dass du deine Lieblingsskills gefunden hast und nur wenig Motivation kriegst, den zu wechseln. Denn selbst, wenn du High-Level-Skills findest, bringen die dir am Ende nur äußerst wenig, weil sie kaum Verbesserungen bringen. Hier hat Diablo einen deutlichen Vorteil.
Und dann ist da noch die Stadt. Es handelt sich hierbei um das HUB-Areal des Spiels, von dem du überall hin aufbrechen kannst. Der Clou ist, dass du im Laufe des Games diese ausbauen und verbessern kannst. Was für zusätzliche Langzeitmotivation sorgen dürfte.
Optisch kann Dragonkin begeistern. Es sieht alles sehr gut und interessant aus. Die jeweiligen Level und Feinde sind abwechslungsreich designt und machen Spaß beim Zugucken.
Fazit:
Dragonkin: The Banished ist fast ein ernst zu nehmender Konkurrent gegen Diablo IV. Das Game hat viele Aspekte, die es eigenständig und interessant wirken lassen. Das Skillsystem ist einzigartig und ermutigt eigentlich zum Experimentieren. Wenn da nicht die Tatsache wäre, dass vor allem auf high Level es nur wenig Verbesserungsmöglichkeiten bietet. Die Story ist unnötig verworren und komplex, so das man über kurz oder lang den Faden verliert. Dennoch ist es immer noch ein empfehlenswertes Game.
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