Genre:
Strategie USK Freigabe:
Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
9 €
Systeme:
PC
Testsystem:
Windows 11 64 Bit, 64 GB RAM, Amd Ryzen 7 7800X3D 8 x 4.20GHZ, Radeon RX 7800 XT 16GB
Inhalt:
Der Planet Tau hat schonmal bessere Zeiten gesehen. Er ist eine Einöde, vor langer Zeit anscheinend von einer unbekannten Katastrophe heimgesucht. Doch jetzt kommt es auf dich an. Dein Ziel ist klar: Die Welt wiederbeleben.
Meinung:
Eine postapokalyptische Welt wieder zum Leben zu erwecken, ist so gesehen nichts neues. Das gab es in der Spielehistorie schon in der einen oder anderen Art, wie beispielsweise Surviving the Aftermath. Doch Seeding the Wasteland will es anders machen.
Cozy Pflanzen plfanzen Das Spiel selbst beschreibt sich als ein Plant-Based Roguelite, wobei andere gerne auch mal den Begriff Cozy hinzufügen. Sprich, das Game ist zwar herausfordernd, weshalb du entsprechend oft zurückgesetzt wirst. Aber andererseits ist es ganz nett und angenehm zum nebenbeispielen.
Du steuerst den Roboter Orchid, der von der künstlichen Intelligenz Demeter aufgeweckt wird. Sie gibt dir eine einfache Mission: Reise zu dem Stützpunkt, wo sie sich aufhält, und helfe ihr dort. Wieso sie das nicht selber kann und welche Geheimnisse sie hat, das erfährst du nach und nach.
Der Weg zum Ziel ist allerdings nicht geradlinig. Du musst immer wieder in anderen Stützpunkten Zwischenstation machen, wo dein Schiff dann modifiziert oder repariert werden kann. Derweil du diese Zeit quasi offline verbringst. Und dann ist da noch die Tatsache, dass du zwischen den Stationen wiederholt landen musst, um dein Schiff mit genügend Bioenergie zu versorgen, damit es weiterreisen kann.
Auf die Mutation kommt es an Denn dein Vehikel hat nur eine begrenzte Ladekapazität. Und je weiter du im Spiel fortschreitest, desto mehr Energie verbraucht eine Reise. Energie, die du erst jedes Mal mühsam wieder ansammeln musst.
Und hier kommt der Name des Games zum Tragen. Du bewegst Orchid über eine desolate Oberfläche, in der es vor Steinen nur so wimmelt. Es gibt nur wenige Flecken, wo du die nötigen Pflanzen anpflanzen kannst. Die nötige Saat trägst du entweder mit dir herum, oder musst sie erst bei anderen speziellen Flecken Erde einsammeln. Dann ist es auch noch so, dass die Saat jeweils eine gewisse Zeit benötigt, bis sie groß gewachsen ist. Erst in diesem Zustand geben sie dir die nötige Energie, mit der du weiterreisen kannst. Wobei sie auch sterben können, wo dann die gewünschte Energie flöten geht.
Klingt einfach? Dann kommt jetzt ein weiterer Faktor hinzu: Pflanzen können mutieren und so in bestimmten Aspekten anders werden. Entweder brauchen sie länger zum Reifwerden oder sie geben mehr Bioenergie ab. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit einer Mutation für sich alleine eher gering. Weshalb es in manchen Leveln Kristalle gibt, die Wahrscheinlichkeit erhöhen. Doch ist das Zufall, wo diese auftauchen.
Welch Zufall Der Zufall bestimmt jeden Aspekt des Games. Du musst dich jedes Mal zwischen zwei Stages entscheiden, die jeweils einen Boni oder Mali haben. Mal ist das Klima so bescheiden, dass die Pflanzen länger zum Heranreifen brauchen. Und ein anderes Mal gibt es gewisse Boni, wie einen Laden, in dem du deiner Figur Verbesserungen kaufen kannst. Die allerdings Energie kosten. Weshalb du entsprechend abwägen musst, ob du lieber sparst oder weitermachst.
Hinzu kommt außerdem, dass jede Aktion, die du durchführst, ebenfalls Energie kostet, wenn auch keine Bionenergie. Orchid hat zu Beginn nur drei Ladungen, doch in den zufällig auffindbaren Shops kannst du diese nach und nach erhöhen. In jedem Level ist eine Batterie auffindbar, die Orchid wieder aufladen kann. Das Problem ist, dass diese nicht unendlich Energie besitzt, sondern, je nach Level, nur sehr begrenzt. Du kannst zwar verstreut einzelne Ladungen finden, doch das ist eher ein Tropfen auf den heißen Stein.
Du siehst, Seeding the Wasteland kann komplex sein. Schon bald musst du genau abwägen, welche Samen du einpflanzt, wie lange die brauchen, wann sie reif sind und wieviel Energie du noch überhast. Das ist schön herausfordernd. Und wenn du scheiterst, respawnst du dann im letzten Stützpunkt, auch wenn du dabei deinen Progress verlierst.
Was hat Demeter gemacht? Doch um ehrlich zu sein, ist das faszinierendste an diesem Game eher die Story. Denn je weiter du kommst, desto klarer wird, dass Demeter Geheimnisse vor dir hat. Sie geht mit Infos eher spärlich um und es wird angedeutet, dass sie wohl früher etwas getan hat.
Das Game wird in einem Kontrast präsentiert. Das eigentliche Gameplay wird in einer 2D-Draufsicht dargestellt, ähnlich wie Don’t Starve. Doch wenn du im Raumschiff, oder einem Laden oder einem Stützpunkt bist, wechselt es in eine 3D-Grafik. Die allerdings eher rudimentär wirkt und nicht überzeugen kann.
Fazit:
Seeding the Wasteland ist ein interessantes Spiel. Das Gameplay mag auf dem ersten Blick einfach sein, entpuppt sich jedoch nach und nach als angenehm komplex. Die Story ist spannend und faszinierend. Schade nur, dass die Grafik eher einfach geraten ist.
Bewertung Du kannst dieses Game hier benoten. Wohlgemerkt soll nicht die Rezension, sondern das Game an sich bewertet werden! Du hast also dieses Game gespielt? Dann bewerte es hier. Die Benotung erfolgt mit Sternen. Keine Sterne entsprechen der Schulnote 6. Fünf Sterne entsprechen der Schulnote 1.