Genre:
Simulationen USK Freigabe:
Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
15,50 €
Systeme:
PC
Testsystem:
Windows 11 64 Bit, 64 GB RAM, Amd Ryzen 7 7800X3D 8 x 4.20GHZ, Radeon RX 7800 XT 16GB
Inhalt:
Du hast deinen Job verloren und stehst vor dem Nichts. Doch dann bietet dir deine Freundin an, doch in ihre Wohnung zu ziehen, derweil sie fort ist. Und auf ein Mal hast du jede Menge neue Chancen. Du musst nur einen grünen Daumen besitzen.
Meinung:
Mit dem grünen Daumen hapert es bei mir. Ich bin niemand, der sich großartig um seine Pflanzen kümmert. Vielmehr ist es bei mir so, dass ich sie hinstelle und dann oft vergesse. Bis ich irgendwann auf ihre vertrockneten Überreste aufmerksam werde. Uppsi!
Auch in der Zukunft darf man gärtnern Das kann mir in Tiny Eden zum Glück nicht passieren. Denn hier sind zum einen die Pflanzen Digital. Und zum anderen teilt mir das Game mit, wenn diese Pflegebedarf haben oder ich sie ernten kann.
Von Anfang an kann dabei das Game mit seinem Setting überzeugen. Denn du ziehst in eine Wohnung in einem Hochhaus in der Zukunft ein. Genauer gesagt um das Jahr 2050 herum. Das futuristische Setting macht sich allerdings nur in kleinen Details bemerkbar. Ansonsten wirkt alles bekannt, ja schon fast altbacken. Denn die Werkzeuge und Hilfsmittel, die du nutzt, sind bereits seit vielen Generationen im Einsatz gewesen.
Schnell baust du die ersten Pflanzkübel auf und füllst diese mit Erde, Kompost, Dünger oder was auch immer du je nach Pflanzenart brauchst. Dann pflanzt du die ersten Pflanzen und wässerst sie. Dabei kommt es stets darauf an, sie nicht zu unterwässen, aber ebenso nicht zu überwässern. Eine Leiste zeigt dir an, wo der Sweet Spot ist, der perfekte Punkt, den du erreichen solltest. Denn nur dann erhältst du auch das beste Ergebnis.
Hart erarbeiterter Fortschritt Wobei deine Pflanzen auch bestimmte Bedürfnisse haben. Petersilie beispielsweise mag es gerne etwas wärmer, weshalb es empfehlenswert ist, die entsprechenden Kübel drinnen aufzubauen. Wo sie es warm haben und außerdem viel Licht kriegen.
Allerdings kostet das Pflanzen Geld. Geld, dass natürlich immer rarer wird, je mehr du unter anderem für Samen oder andere Sachen ausgibst. Doch dann gibt es einen DIY-Club, der regelmäßig Aufträge verteilt, bei deren Erfüllung du Geld kriegst. Je weiter du im Spiel fortschreitest, je mehr Pflanzen du hast, desto komplexer werden diese, geben aber auch am meisten Cash. Eine weitere Möglichkeit ist ein eigener Laden, wo die Kunden per Selbstbedienung kaufen können.
Und der Fortschritt ist auch hart erarbeitet. Du kannst neue Zimmer und neue Pflanzen dann freischalten, wenn du bei bestimmten Einrichtungen deinen Stand verbesserst. Und das dauert!
Sehr Grindlastig Tiny Eden ist sehr grindlastig. Jeden Progress erarbeitest du dir mühsam, weil der Fortschritt nur langsam geschieht. Weil deine Beziehungen zu den jeweiligen Einrichtungen im Gebäude sich entsprechend sehr langsam weiterentwickeln. Ebenso, wie du deine Kohle mühsam erarbeiten musst, trotz diverser Möglichkeiten, Cash zu verdienen. Das kann auf Dauer demotivierend sein.
Und dann gibt es auch noch die diversen Bugs. Zwar sind die Entwickler seitdem Release fleißig am Patchen. Aber wenn man sich die Updates ansieht, dann scheinen die Fehler nicht weniger zu werden. Und einige von diesen sind oder waren sehr nervig.
So hatte ich teilweise Probleme, den DIY-Shop zu betreten. Wiederholt gab es eine Art unsichtbare Barriere, die mich am Durchschreiten der offenen Tür hinderte. Erst nach mehreren Anläufen kam ich hindurch. Ebenso konnte es passieren, dass mir zwar angezeigt wurde, dass Pflanzen erntereif waren. Aber mir wurde nicht gezeigt, welche genau ich jetzt abernten konnte. Erst, indem ich jede Einzelne durchgegangen und überprüft habe, fand ich die Richtige.
Immer noch mit Bugs belastet Es ist schade, dass diese Fehler vorhanden sind. Sie mildern deutlich den Spielespaß. Ohne sie, wäre das Game locker sehr empfehlenswert geworden. Einfach, weil es hier jede Menge zu entdecken und freizuschalten gibt. Was man nicht unterschätzen darf, wie motivierend das sein kann.
Grafisch ist das Game solide. Es ist kein Überflieger, hat keine bahnbrechenden grafischen Details. Aber die Umgebung wird nett dargestellt und das ist schön.
Fazit:
Ich hatte meinen Spaß an Tiny Eden, auch wenn das Game es einem nicht immer leicht macht. Es ist sehr grindlastig, sodass Fortschritt sehr, sehr langsam geschieht. Aber es macht trotzdem Spaß, sich um die ganzen Pflanzen zu kümmern und die diversen Aufträge zu erfüllen.
Was allerdings den Spielspaß trübt, sind die ganzen Bugs. Das Game wird zwar fleißig gepatcht. Aber es sind immer noch ausreichend vorhanden.
Bewertung Du kannst dieses Game hier benoten. Wohlgemerkt soll nicht die Rezension, sondern das Game an sich bewertet werden! Du hast also dieses Game gespielt? Dann bewerte es hier. Die Benotung erfolgt mit Sternen. Keine Sterne entsprechen der Schulnote 6. Fünf Sterne entsprechen der Schulnote 1.