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Duskfade

Entwickler: Weird Beluga
Publisher: Fireshine Games

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 29,99 €

Systeme: PC, PlayStation 5, Switch 2, Xbox Series X/S

Inhalt:

Zirian hat es nicht leicht. Nicht nur, dass seine Schwester Allira nach einem folgenschweren Zwischenfall im großen Uhrturm gefangen ist – auch seine ungewöhnliche Waffe dürfte für einige überraschte Blicke sorgen. Statt eines klassischen Schwertes trägt der junge Abenteurer einen gewaltigen Uhrzeiger bei sich. Was zunächst etwas skurril klingt, passt allerdings erstaunlich gut zu der Welt, durch die er sich auf der Suche nach seiner Schwester bewegt.



Meinung:

Denn in Duskfade von Weird Beluga und Fireshine Games treffen eine zerbrochene Fantasiewelt und eine gigantische Uhrwerkmechanik aufeinander. Zwischen verwitterten Ruinen und fantasievollen Landschaften finden sich gewaltige Konstruktionen, die das zentrale Thema der Zeit immer wieder aufgreifen. Um Allira zu erreichen, muss Zirian vier riesige Ketten zerstören, die den Weg zum Uhrturm versperren. Unterstützung erhält er dabei von Cuckoo, einem kleinen mechanischen Kuckuck, mit dem er sich im Laufe des Abenteuers immer mehr anfreundet.

Auch wenn das Drumherum etwas skurril klingt, ist die Geschichte überraschend tiefgreifend. Es geht um Verlust, Familie und Erinnerungen und schlägt dabei durchaus emotionale Töne an. Ganz frei von vorhersehbaren Momenten ist sie dabei zwar nicht, doch vor allem das Zusammenspiel zwischen Zirian und Cuckoo funktioniert gut. Cuckoo sorgt nämlich immer wieder für ein wenig Spaß und verhindert dadurch, dass das Abenteuer zu ernst wird.

Wenn Bewegung zum eigentlichen Abenteuer wird
Was von Sekunde eins an positiv auffällt, ist, wie geschmeidig Zirian sich durch die Welt bewegt. Zu Beginn stehen ihm zwar lediglich seine grundlegenden Sprungfähigkeiten zur Verfügung. Im Verlauf des Abenteuers kommen jedoch ein Luft-Dash, ein Greifhaken, ein Gleiter und die Möglichkeit hinzu, auf Schienen zu grinden, was das Fortbewegen zu einem echten Highlight werden lässt.

Interessant wird dabei das Zusammenspiel dieser Fähigkeiten. Aus einem einfachen Sprung entwickelt sich später eine kleine Bewegungsabfolge, bei der wir durch die Luft dashen, uns an einen Haken schwingen und anschließend auf einer Schiene weitergleiten. Wenn mehrere Elemente ineinandergreifen, entsteht ein angenehm flüssiger Spielfluss, der immer wieder dazu einlädt, die nächste Passage auszuprobieren.

Die Fähigkeiten sind zudem nicht nur für die eigentlichen Plattformabschnitte wichtig. Sie verändern auch unseren Blick auf die Spielwelt. Immer wieder entdecken wir so Bereiche, die zunächst unerreichbar wirken. Sobald Zirian die passende Fähigkeit erhalten hat, lohnt sich also eine Rückkehr, denn dort warten weitere Sammelobjekte, Ressourcen oder andere kleine Geheimnisse.

Ganz perfekt funktioniert die Bewegung allerdings nicht. Zirian agiert bei manchen Sprüngen nämlich doch etwas zu leichtfüßig, wodurch er sich weniger präzise anfühlt. Auch die Kamera verliert in ungünstigen Situationen gerne einmal die Übersicht. In normalen Abschnitten fällt das kaum ins Gewicht, bei anspruchsvolleren Passagen kann das aber auch schon mal zu einem Fehler führen.

Wer genauer hinsieht, findet mehr
Was mir sehr gefallen hat, ist, dass das Spiel neugierige Spieler*innen belohnt. Neben dem eigentlichen Weg gibt es in der Spielwelt nämlich noch zahlreiche kleinere Abzweigungen und versteckte Bereiche, in denen wir zusätzliche Sammelobjekte und Ressourcen finden. Manche davon sind auch erst nach dem Erhalt von neuen Fähigkeiten erreichbar, weshalb sich auch ein neuerlicher Besuch bereits bekannter Areale lohnt.

Obwohl die Fähigkeiten also so manches Mal neue Wege öffnen, hätte das Aufwertungssystem meiner Meinung nach ruhig noch etwas mehr Bedeutung verdient gehabt. Die gesammelten Ressourcen lassen sich zwar für Verbesserungen einsetzen, doch der dadurch entstehende Fortschritt fühlt sich nicht immer besonders lohnend an. Gerade im Vergleich zum gelungenen Movement wirkt die Charakterentwicklung dadurch etwas blass.

Wenn der Uhrzeiger zur Waffe wird
Natürlich stehen Zirian während seiner Reise nicht nur verschiedene Bewegungsmöglichkeiten zur Verfügung. Damit er sich auch den Kreaturen der Welt erwehren kann, verfügt er über ein ungewöhnliches Uhrzeigerschwert, mit dem er leichte und schwere Angriffe austeilen kann. Zudem stehen ihm natürlich auch Ausweichmanöver und später weitere Fähigkeiten zur Verfügung.

Die Kämpfe funktionieren dabei grundsätzlich ordentlich, erreichen aber leider nicht das Niveau der herkömmlichen Fortbewegung. Gerade zu Beginn sind die Möglichkeiten nämlich noch sehr überschaubar und viele Gegner lassen sich nur mit einfachen Angriffen und Ausweichmanövern bezwingen. Und auch wenn die Möglichkeiten mit der Zeit etwas zunehmen, entsteht daraus nur selten eine besonders große taktische Tiefe.

Das die Kämpfe dennoch Spaß machen, liegt an der Zeitmechanik, die hier zum Einsatz kommt. Ein gut getimtes Ausweichen kann beispielsweise einen kurzen Zeitlupeneffekt auslösen, der einen Gegenangriff ermöglicht. Und selbst gegnerische Geschosse lassen sich teilweise zurückschleudern. Dieses Feature ist eine schöne Idee, die dem Kampfsystem auch die dringend benötigte zusätzliche Würze gibt.

Bedauerlicherweise wird das Potenzial, das das Spiel durch dieses nette Feature hat, aber nie wirklich ausgeschöpft. Denn auch das Zielsystem und das Ausweichen fühlen sich gelegentlich weniger zuverlässig an, als es bei einem auf präzise Bewegungen ausgelegten Spiel wünschenswert wäre.

Die Bosse machen es besser
Deutlich interessanter werden die Kämpfe bei den Bossgegnern. Hier verbindet Duskfade seine wichtigsten Spielbestandteile nämlich gekonnt miteinander. Die großen Gegner werden schließlich nicht einfach nur in einer Arena bekämpft, sondern verlangen auch, dass wir die Zeitmechanik einsetzen und uns zusätzlich auch noch durch die Umgebung bewegen und dabei unsere Plattformfähigkeiten einsetzen.

Dadurch entstehen abwechslungsreichere Begegnungen, die sich stärker von den normalen Kämpfen unterscheiden. Vor allem zeigen die Bosskämpfe, wie viel mehr aus dem Kampfsystem herauszuholen ist, wenn es mit den Bewegungsmöglichkeiten kombiniert wird. Insgesamt gehören die Bossbegegnungen somit zu den gelungensten Actionmomenten des Abenteuers.

Eine Welt mit eigenem Charme
Optisch hinterlässt Duskfade einen durchweg starken Eindruck. Die Entwickler verbinden mechanische Architektur mit klassischen Fantasy-Elementen und erschaffen dadurch eine Welt mit einem sehr eigenen Charakter. Wälder, Ruinen, unterirdische Regionen und schwebende Landschaften sorgen für Abwechslung, während Zahnräder, Uhrwerke und andere mechanische Konstruktionen immer wieder an das übergeordnete Thema erinnern.

Auch der Soundtrack passt gut zum Abenteuer und unterstützt sowohl ruhigere Erkundungsabschnitte als auch actionreichere Momente. Die Sprachausgabe ist englisch, deutsche Texte sind aber vorhanden. Eine deutsche Vertonung gibt es dagegen leider nicht.

Beim Umfang übertreibt es Duskfade nicht. Wer sich hauptsächlich auf die Geschichte konzentriert, wird in angenehmen 10 bis 11 Stunden das Ende erreichen. Spieler*innen, die jedes Geheimnis finden und bereits besuchte Gebiete mit den neu erworbenen Fähigkeiten erneut erkunden, können hingegen bis zu 28 Stunden einrechnen. Wie ich finde, ist das eine wirklich angenehme Länge.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

Duskfade ist ein charmantes 3D-Action-Abenteuer, das seine größten Stärken eindeutig beim Movement und der fantasievollen Spielwelt zeigt. Je mehr Fähigkeiten Zirian erhält, desto abwechslungsreicher werden Plattforming und Erkundung, während die Bosskämpfe beweisen, dass sich auch die Action gelungen mit diesen Elementen verbinden lässt. Das etwas simple Kampfsystem, das Backtracking und kleinere spielerische Schwächen verhindern zwar den ganz großen Wurf, trotzdem liefern Weird Beluga und Fireshine Games hier ein unterhaltsames Abenteuer ab, das Genre-Fans begeistern dürfte.



Duskfade - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.9375 Grafik: 8.00
Sound: 8.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 7.75
Wertung: 7.9375
  • Sehr gelungenes Movement
  • Abwechslungsreiche und fantasievolle Spielwelt
  • Kreative Plattformpassagen
  • Gelungene Bosskämpfe mit Plattforming-Elementen
  • Sympathisches Duo aus Zirian und Cuckoo
  • Normale Kämpfe bleiben etwas simpel
  • Zielsystem und Ausweichen nicht immer präzise
  • Kamera kann gelegentlich für Probleme sorgen
  • Backtracking beim Sammeln
  • Aufwertungssystem motiviert nicht immer ausreichend

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Rezension vom: 23.09.2026
Kategorie: Adventure
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Die Bewertung unserer Leser für dieses Game
Bewertung: 1 (7 Stimmen)
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