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Splinter Cell: Chaos Theory

Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 44,00 €

Systeme: PC, PlayStation 2, Xbox

Testsystem: AMD Athlon XP 3,2 GHz, 512 MB RAM, GeForceFX-5900, WIN XP

Anforderungen: Windows 2000, Windows XP, GraKa 128 MB RAM, Pentium IV - 1,4 GHz, 256 MB RAM

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Sam Fisher ist zurück! So lautlos und unsichtbar wie eh und je, doch tödlicher als jemals zuvor. Ein entführter Programmierer, ein gefährlicher Algorithmus Code und eine Krisensituation im Fernen Osten sind die Story-Elemente des mittlerweile dritten Teils der Schleichspiel-Serie. Alles läuft auf einen groß angelegten Terroranschlag hinaus, doch wer steckt dahinter? Der charismatische Agent in geheimer Mission soll genau das herausfinden und Schlimmeres verhindern - alles andere als ein Routineeinsatz. Doch wenn sich Sam einmal festgebissen hat, lässt er nicht wieder locker. Die Spur führt ihn sogar nach Südkorea und Japan.

Meinung:
Da die Terroristen von heute immer gewiefter werden, hat Sam einige neue Moves gelernt und ein paar neue Ausrüstungsgegenstände im Agentengepäck. Grundlegend überarbeitet wurde das Spielprinzip nicht. Und das ist gut so; schließlich sollte man nichts ändern, was so grandios funktioniert.

Pssst!
Doch immer schön der Reihe nach. Für all diejenigen unter Euch, die noch nicht das Vergnügen hatten, Sam auf einem seiner gefährlichen Einsätze zu begleiten, möchte ich kurz das Spielprinzip der Splinter Cell Serie erläutern.

Im Großen und Ganzen geht es darum, nicht entdeckt zu werden. Dazu muss Sam einige Umwege in Kauf nehmen, sprich - durch Lüftungsschächte klettern, an Rohren und Seilen entlang hangeln, von Schatten zu Schatten huschen und Gegner möglichst leise ausschalten. Behutsames Vorgehen ist oberste Pflicht. Scheinwerfer, Kameras und Alarmanlagen müssen umgangen bzw. ausgeschaltet werden. Dafür hat Sam einige Hightech-Gerätschaften im Gepäck, die sich schnell als unverzichtbar erweisen. Vom Dietrich über Elektroschocker und Nachtsichtgerät bis hin zu einem Multifunktionsgewehr, welches einen elektrischen Impuls aussenden kann, der Lampen und Kameras für kurze Zeit lahm legt. Natürlich kann Sam auch auf einfachere Mittel zurückgreifen. Beispielsweise mit einem Pfiff Gegner in dunkle Ecken locken, wo er sie leicht ausknocken kann, ohne die übrigen Wachen zu alarmieren. Geht das schief, ist guter Rat teuer, denn Sam kann zwar auch mit Handfeuerwaffen austeilen, jedoch nicht besonders viel einstecken. Einige wenige Treffer genügen und Sam ist Geschichte. Doch soweit muss es nicht kommen. Wer clever die Levelarchitektur ausnutzt, hat den Feind bereits überrumpelt, bevor der überhaupt mitbekommt, dass Gefahr droht. Damit die übrig gelassenen Gegner nicht über die Leichen ihrer Kollegen stolpern, müssen diese in dunkle Ecken verfrachtet werden. Sind die bösen Buben nämlich einmal auf Euch aufmerksam geworden, wird es richtig unangenehm. Im dritten Teil zünden die Gauner auch schon mal eine Fackel an oder benutzen eine Taschenlampe, um die schattigen Ecken auszuleuchten. Werdet Ihr entdeckt, verfolgen Euch die Jungs ziemlich hartnäckig und machen auch vor Leitern nicht Halt.

Um Euch die Schleicherei etwas einfacher zu machen, gibt es zwei Anzeigen, die das Agentenleben deutlich erleichtern. Zum einen wird rechts oben eine Leiste eingeblendet, die anzeigt, wie gut bzw. schlecht Sam für die Gegner zu sehen ist, zum anderen visualisiert eine Leiste am rechten unteren Rand des Bildschirms, wie laut bzw. leise Sam sich im Kontrast zum allgemeinen Geräuschpegel bewegt. Diese Anzeige ist neu und fügt sich sehr sinnvoll in den Spielablauf ein.

Die Qual der Wahl
Vor dem Beginn einer Mission müsst Ihr wählen, welche Ausrüstung Ihr mitnehmen wollt. Rabiate Naturen nehmen mehr Munition mit und verzichten auf einige Hightech-Spielereien, vorsichtige Zocker nehmen lieber den Scharfschützenaufsatz für die Knarre mit und entscheiden sich für leichtere Schutzkleidung. Wer allerdings meint, dass er in Rambo-Manier durch die Levels spazieren kann, ist schief gewickelt. Trotzdem ist Sam in seinem dritten Einsatz nicht gerade zimperlich. Mit seinem neuesten Lieblingsspielzeug, einem martialischen Kampfmesser, befördert er Gegner schnell und lautlos ins Jenseits. Außerdem kann er, kopfüber an einem Rohr hängend, unter ihm stehenden Wachmännern mit einem Ruck das Genick brechen. So was sieht die Einsatzleitung zwar nicht gerne und vergibt am Ende der Mission eine dementsprechend schlechte Bewertung, doch leichter wird das Schleichabenteuer so allemal.

Besonders das neu eingeführte Multifunktionsgewehr ist ein sehr nützliches Utensil. Mittels verschiedener Aufsätze ist das Gewehr vielseitig einsetzbar und kann als Schrotflinte oder auch als Scharfschützengewehr fungieren.

Multiplayer
Natürlich darf der Multiplayer-Modus nicht fehlen und ist auch diesmal, genau wie im Vorgänger „Pandora Tomorrow“, einfach nur genial.

Wie Du mir, so ich Dir
Der Versus-Mode ist einer der am besten ausbalancierten Mehrspieler-Modi, die mir je untergekommen sind. Schwer bewaffnete Söldner, die in der Ego-Sicht durch die Levels hetzen, jagen die kaum auszumachenden und flinken Spione. Beide Parteien verfügen über Vor- und Nachteile, welche so gut aufeinander abgestimmt sind, dass sich beide ebenbürtig sind und trotzdem je Partei ein völlig anderes Spielgefühl aufkommt.

Zur Verfügung stehen im Versus-Mode eine Art Storymodus, in welchem mehrere Ziele nacheinander abgearbeitet werden, ein Datensammelmodus, in dem es darum geht, eine bestimmte Anzahl von Datendiscs einzusacken und letztendlich noch die ewig junge Deathmatch-Variante, die keiner Erläuterung bedarf.

Eine Hand wäscht die andere
Der Ko-Op-Modus bietet in vier Missionen Agentenspaß zu zweit. Auf Sam Fisher muss allerdings verzichtet werden. Zum Zuge kommen zwei unbekannte Nachwuchsagenten, die viele Aufgaben lösen müssen, welche allein nicht zu bewältigen wären. So gilt es, Hindernisse zu überwinden, indem einer für den anderen eine Räuberleiter macht, oder dem Kollegen das Überqueren eines offenen Platzes zu ermöglichen, indem man mit dem OCP-Modus des Multifunktionsgewehrs die Überwachungsanlage schachmatt setzt. Leider ist der Ko-Op-Modus mit vier Missionen doch recht kurz geraten. Auf der Xbox darf per Splitscreen, Systemlink und Xbox Live die Sache angegangen werden. Die PS2-Version bietet „nur“ Split-Screen und Online-Modus.

Augenschmaus
Optisch ist „Splinter Cell: Chaos Theory“ über jeden Zweifel erhaben. Die neue Grafik-Engine sorgt für eine überwältigende Detailfülle und bombastische Effekte. Das Licht- und Schattenspiel wurde weiter perfektioniert und sorgt für eine genial spannende Atmosphäre. Die PC-Version ist mit Abstand die schönste Fassung – die entsprechende Hardware vorausgesetzt. Bei den Konsolenversionen hat die Xbox-Fassung gegenüber der Version für die Playstation 2 die Nase vorn. Besonders die Texturen sind in der PS2-Version recht grob und es ruckelt auch ein wenig. Außerdem müssen sich PS2-Spieler mit kürzeren Abschnitten und einer beschnittenen Levelarchitektur anfreunden.

Ein Farbenfest darf natürlich nicht erwartet werden, was in der Natur des Spielprinzips liegt. Die Dunkelheit dominiert stark, sorgt aber auch für eine stets spannende Atmosphäre.

Akustik
Sperrt die Lauscher auf, es lohnt sich. Die elektronischen Klangwelten von Tobi Amon passen zum Agentenspektakel wie die Faust aufs Auge und sorgen für eine ordentliche Dynamik. Die Synchronisation ist ebenfalls sehr gelungen, wobei man bei den Nebenrollen einige Abstriche machen muss.

Fazit:
Der dritte Teil der Serie bietet Spielspaß auf höchstem Niveau und kann trotzdem den Vorgänger nicht wirklich übertrumpfen. Dafür kommt die Story viel zu spät in Schwung und bietet kaum Überraschungen. Aber wen stört das? Wer auf Schleichspiele steht, bekommt mit „Splinter Cell: Chaos Theory“ eines der besten Games des Genres. Auch wenn der Vorgänger, zumindest in meinen Augen, immer noch den besten Part der Serie darstellt, ist es doch tröstlich zu wissen, dass Sam sich nur einem geschlagen geben muss: Sich selbst.

Sam Fisher ist zwar nicht mehr der jüngste und muss im aktuellen Teil der Serie einige diesbezügliche Witze über sich ergehen lassen, doch zum alten Eisen gehört er noch lange nicht. Bereits im 4. Quartal des laufenden Jahres soll der vierte Teil der Serie auf den Markt kommen, und dann schleicht er wieder um die Ecken. Mal sehen, ob er dann als neuestes Hightech-Gerät die Superduper-Gehhilfe im Gepäck hat...

Splinter Cell: Chaos Theory - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Oliver Wormuth

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.25 Grafik: 9.50
Sound: 9.50
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.00
Wertung: 9.25
  • Tolle Grafik
  • Genialer Multiplayer
  • Feine Verbesserungen
  • Sehr gute KI
  • Klasse Sound
  • Zu kurzer Ko-Op-Modus
  • Story kommt nicht in Fahrt

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Rezension vom: 08.04.2005
Kategorie: Action
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