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Killzone

Entwickler: Guerrilla Games
Publisher: Sony Computer Entertainment

Genre: Action
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 18,95 €

Systeme: PlayStation 2

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Die Menschheit hat die Grenzen der eigenen Welt längst überwunden und ist ins Weltall aufgebrochen, um fremde Planeten zu kolonisieren. Doch wie es halt manchmal so ist, verhalten sich einige Kolonien etwas aufmüpfig und zetteln einen Krieg gegen ihre Heimatwelt an, den sie jedoch verlieren. Doch die sogenannten Helghast geben sich nicht geschlagen und rüsten ihre Truppen wieder zu einem Großangriff gegen die Erde. Ziel der Invasion ist nichts geringers als die bedingungslose Unterwerfung der Erde, deren Armee die Kolonie auf dem Planeten Helghan zuvor in Schutt und Asche gebombt hat.

Meinung:
Natürlich kommt der „Krieg der Welten“ für viele Erden-Bewohner und die ISA-Armee völlig überraschend und so kommen die Helghast praktisch unbedrängt auf die Erde. In Unterzahl und zur Verteidigung gezwungen, gilt es nun auf der Seite der ISA alle Helghast-Truppen zurück zu schlagen. Dabei feuert ihr euch im Spielverlauf mit verschiedenen Kämpfern durch die großen Levels. Insgesamt stehen vier Soldaten zur Auswahl. Von einem coolen Allrounder über eine flinke Killerin und der Kampfmaschine Rico bis hin zu einem seltsamen Spion stehen die unterschiedlichsten Charakterklassen bereit. Die Story wird mit vielen Video – bzw. Zwischensequenzen vorangetrieben. Ferner kommen im Spiel reihenweise gescriptete Aktionen zum Einsatz.

Mittendrin statt nur dabei
Der Spieler wird sogleich ins kalte Wasser geworfen und findet sich mit einigen Kameraden in einem Schützengraben wieder, während um ihn herum der Krieg tobt. Bei so viel Hektik bleibt nicht viel Zeit, um sich mit der Steuerung vertraut zu machen, dennoch geht sie überraschend schnell in Fleisch und Blut über. Mit dem Analog-Stick bewegt ihr euch durch die Levels, schaut die Umgebung an, könnt den Zoom einsetzen oder kurze Sprints vollführen. Mit den Schultertasten R1 und R2 wird aus allen Rohren geschossen und, sofern verfügbar, die Sekundärwaffe abgefeuert. Damit lassen sich beispielsweise Granaten aus dem Gewehr schießen oder kurzerhand eine Ladung Schrot in den Gegner hämmern. Die „handelsübliche“ Granate lässt sich mittels L1-Taste im hohen Bogen in den Feind-Pulk werfen. Obwohl ihr zu Beginn des Spiels nur über die Standard-Ausrüstung eines gestandenen ISA-Soldaten verfügt, können unterwegs weitere durchschlagende Bleispritzen eingesammelt werden. Auch jene des Feindes. Aber aufgepasst: Mehr als drei Waffen könnt ihr nicht tragen. Wollt ihr also einen neuen Ballermann aufnehmen, muss sich erst via Knopfdruck von einem anderen getrennt werden.

Das Auswahl an Wummen ist wider erwarten sehr umfangreich ausgefallen: Vom ISA- bzw. Helghast-Messer über Pistole, MP und Schrotflinte bis hin zu Raketenwerfer, LMG und einer Kanone ist alles vorhanden was das Shooter-Herz höher schlagen lässt.

Der Feind rückt an
Zwar agieren die überwiegend kleinen Gegner-Trupps sehr geschickt und suchen immer den Schutz hinter Objekten, dennoch sind sie nach einer gezielten Salve oder einem beherzten Hangranaten-Wurf entweder sofort mausetot oder stark angeschlagen . Ferner kommt hinzu, dass die Helghast ihre Position zu halten versuchen und sich darum auch sehr offensiv geben. Das wiederum macht es, wenn man auch nur ein wenig Zielwasser intus hat, relativ einfach sie zu eliminieren. Immerhin agieren sie aber nicht wie Schießbudenfiguren und laufen blind vors Visier. Die eigenen Truppen, die dem Spieler auf Schritt und Tritt folgen und netterweise Feuerschutz geben, beweisen auch immer wieder, dass sie was in der Birne haben. Trotzdem beißen die Kameraden schnell in das nicht vorhandene Gras, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt, da in regelmäßigen Abständen neue Soldaten zum verheizen hinzukommen. Lediglich zwei, anscheinend aus der Highlander-Sippe stammende Begleiter, sind ständig an eurer Seite. Die beiden können eben nicht sterben und agieren im Vergleich mit dem normalen Fußvolk, relativ intelligent. Sie rücken auf und ergreifen auch schon mal die Initiative zum Vorstoß.

Lineare Missionen bei Top-Atmosphäre
Dass die Missionen bedauerlicherweise etwas zu geradlinig und wenig überraschend ausgefallen sind, macht die authentische Atmosphäre wieder wett. Der Spieler fühlt sich tatsächlich in ein Kriegsgebiet versetzt. Alles liegt erwartungsgemäß in Schutt und Asche, von überall steigt Rauch auf, aus der Ferne dringen Schusswechsel und Schreie ans Ohr und das plötzliche, schrille Pfeifen der wuchtig einschlagenden Granaten läßt euch zusammenzucken. Da rutscht einem schon das Herz in die Hose, wenn großes Kriegsgerät wie Schützenpanzer auf die eigene Stellung zurattern oder Landungsschiffe ihre Truppen in luftiger Höhe mittels Seil absetzen. Dazu kommen noch die nachvollziehbaren Bewegungen beim Nachladen der Waffe und das gut in Szene gesetzte KO-Schlagen eines Gegners.

Die geballte Action wird dazu durch heftige Kamerabewegungen bei schweren Detonationen oder einer unmittelbar vor euren Füssen einschlagenden Granate noch unterstrichen.

Der Krieg im Netz
Die ganz große Stärke von “Killzone“ ist der Mehrspieler bzw. Online-Modus: Entweder rückt man offline als Zweier-Team - Bot oder menschlicher Partner, je nach Wahl - via Split-Screen den rotäugigen Helghast zu Leibe oder versucht sich mit bis zu 16 Gleichgesinnten auf den Internet-Schlachtfeldern. Hier sind neben den üblichen Modi wie (Team-)Deathmatch oder Domination auch speziell auf das Spiel zugeschnittene Modi anzutreffen – zum Beispiel „Assault“ oder „Supply Drop“. Um sich auf die Online-Ballerei akkurat vorzubereiten, lassen sich gegen Bots die eigenen Schiesskünste ausfeilen. Die weiteren Features und Einstellungen verleihen dem Mehrspielermodus den letzten Schliff.

Düster-Optik
Was dem geneigten Zocker bereits nach wenigen Spielminuten ins Auge sticht, ist das sehr einfarbige und blasse Erscheinungsbild. Das wäre bei einem anderen Spiel Grund genug zum knurren, hier übermittelt die monotone Farbgebung aber hervorragend die Kriegs-Szenerie einer futuristischen Erde. Daneben überzeugen mustergültige Explosionen sowie das Mündungsfeuer der Friedenstifter. Weniger prunkvoll hingegen: Zum einen die etwas ausgeflippte Physik-Engine, die immer wieder dafür sorgt, dass erledigte Gegner in skurrilen Posen am Boden liegen bleiben und in Ausnahmefällen gar seltsam zucken. In einigen Situationen bleiben sie auch an Ecken und Kanten hängen, was manchmal echt witzig anmutet. Zum anderen bricht bei viel Bildschirm-Action oder pompös ausgestatteter Level-Architektur die Frame-Rate ein. Glücklicherweise hält sich aber das Ausmaß der Slow-Downs in annehmbaren Grenzen und tut dem Spielspass keinen nennenswerten Abbruch. Auch die „Treppen-Effekte“ und die seltenen Pop-Up’s am virtuellen Horizont stören nur kleinkarierte Zocker.

Kompromisslose Soundkulisse
Nix zu beanstanden gibt’s hingegen bei der Akustik: So hört man diverse industrielle Geräusche, erhitzten Funkverkehr, weit entferntes Gewehrfeuer oder auch nur einfach dumpfe Klänge. Mit dramaturgischen Elementen wird ebenfalls nicht gespart. Egal ob euer Kamerad nach Hilfe ruft oder verzweifelte Todesschreie von sich gibt. Alles knallhart und abschreckend, aber so ist halt der Krieg.

Wer zudem stolzer Besitzer eines Home-Cinema-Systems ist, kann dank Surround-Unterstützung das Wohnzimmer beinahe in einen Kriegsschauplatz verwandeln.

Auch in der Sprachvielfalt wird gepunktet. Neben den wichtigsten EU-Sprachen, inklusive entsprechender Übersetzung in Textform, kommt das Spiel auch komplett in Deutsch daher. Die Synchronisation ist zwar wirklich quer durch die Bank passend und mit Herzblut gesprochen, wer aber auf die Original-Stimmen nicht verzichten will, wählt einfach im Optionsmenü die englische Version aus.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Mario Näf Klar, Killzone ist mittlerweile seit fast neun Monaten auf dem Markt, und das ist in der Spiele-Landschaft eine Ewigkeit. Aber dennoch bietet der Sony-Silberling auch heutzutage, trotz grafischer Mängel, noch unkomplizierte und atmosphärische Ego-Shooter-Action. Auch wenn es im Endeffekt an Genre-Primus Halo 2 nicht ganz heranreicht. Vor allem der für einen Konsolentitel sehr ausgeklügelte Online-Modus sucht seinesgleichen und begeistert über Wochen und Monate hinweg. Ein zu hoher Preis ist seit der Senkung auf unter 20 Euro ebenfalls kein greifendes Gegenargument mehr. Ergo sollten PS2-Sofakommandanten jetzt wirklich zugreifen. Das ist ein Befehl!

Killzone - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Mario Näf

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 8.50
Sound: 8.75
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.25
Wertung: 8.5
  • fetzige Action
  • superbe Atmosphäre
  • beeindruckende Soundkulisse
  • spassiger Online-Modus
  • gewissenhafte Deutsch-Übersetzung
  • fehlerhafte Physik-Engine
  • Slow-Downs
  • linearer Spielverlauf

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Rezension vom: 03.07.2005
Kategorie: Action
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Die Bewertung unserer Leser für dieses Game
Bewertung: 2.33 (6 Stimmen)
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