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Avatar: Die Erde Brennt

Entwickler: THQ
Publisher: THQ

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 40 €

Systeme: PlayStation 2, Wii, Xbox 360

Inhalt:
Es steht geschrieben, dass die vier großen Nationen der Erde, der Luft, des Wassers und des Windes Krieg führen werden und dass der Avatar kommen wird, der alle Elemente beherrscht und den Frieden wieder herstellt. Dieser Avatar ist jedoch vor 100 Jahren verschwunden, sodass die grausame Feuernation ungehindert das Land mit Krieg überzieht. Die junge Wasserbändigerin Katara und ihr Bruder Sokka finden den verschollenen Avatar Aang und bringen ihm die Kontrolle über das Element Wasser bei. Nun geht es auf die Suche nach einem Erd-Trainer.

Meinung:
Aang und seine Freunde Katara, Sokka, der Lemur Momo und Aangs Flugtier Appa machen sich als nächsten logischen Schritt also auf zur Erdnation. Dort lernen sie jedoch schnell, dass das Erdmilitär lieber einen halb-funktionstüchtigen Avatar in ihren Reihen hat als einen lernenden Avatar irgendwo außerhalb des Schlachtfeldes. Die Suche nach einem passenden Erdtrainer führt durch Städte, Sümpfe und Dörfer, die allesamt vom Krieg gezeichnet sind.

Sokka, übernehmen Sie
In typischer Action-Adventure-Manier steuert ihr den Avatar und eine zweite Figur aus der 3rd-Person-Ansicht. Die zweite Figur wird dabei entweder vom Computer oder aber von einem menschlichen Spieler übernommen. Die meisten der durchgängig simplen Aufgaben erfordern den Einsatz von Kräften eines bestimmten Charakters, sodass ihr im Spiel zwischen den Figuren wechseln müsst. Im Kampf verhält sich ein Charakter wie der andere. Zwar gibt es aufgrund der Waffen natürlich unterschiedliche Animationen, aber alle Combos und Angriffsbefehle sind identisch.

Wo geht es lang?
Verlaufen werdet ihr euch in Die Erde Brennt wohl kaum. Das Spiel ist so linear aufgebaut, dass ihr nicht einmal über ein Treppengeländer springen könnt, um den Weg ein wenig abzukürzen. Missionsziele liegen schön brav nacheinander auf der Karte, sodass ihr nicht daran vorbeilaufen könnt. Das Gefühl der Einengung wird durch die etlichen unsichtbaren Mauern noch verstärkt. Selbst die sogenannten "Geheimen Gegenstände", mit denen ihr Artworks freischalten könnt, erfordern maximal einen Schritt zur Seite, um sie zu finden. Dadurch ist das Spiel auch sehr schnell durchgespielt und ein Anreiz zum erneuten Zocken fehlt vollkommen.

Serien-Feeling
Die Hintergründe sehen in einem Gebiet ständig gleich und leer aus, aber wenigstens die Charaktere sind relativ gut gelungen. Der Grafikstil hält sich streng an die Serienvorlage und jeder Charakter ist wiedererkennbar. Warum aber auf allen Konsolen eine Animation der Mundpartie beim Reden fehlt, ist unerklärlich. Das sieht nicht nur peinlich aus, sondern ihr wisst auch die Hälfte der Zeit über nicht, wer da jetzt eigentlich redet. Dieser Effekt wird verstärkt durch die Tatsache, dass die deutschen Synchronsprecher wieder einmal nicht die bekannten Stimmen aus der Serie sind; ein Punkt, der bei einem Serienspiel eigentlich essenziell ist.

Bändigen für Anfänger
Dass sich alle Figuren gleich steuern, ist ja schon bekannt. Das wäre allerdings halb so tragisch, wenn sich dadurch nicht alle gleich schlecht steuern würden. Da ihr in dem Spiel viele Kämpfe bestreiten werdet, ist die Kampfsteuerung der wichtigste Punkt und hier hapert's leider gewaltig. Die Charaktere reagieren träge und lassen sich nur mühsam ausrichten. Einmal angefangene Combos lassen sich kaum abbrechen, sodass ihr oftmals ins Leere schlagen werdet. Besonders übel trifft es aber die Fernkampfattacken, die fast unmöglich zu koordinieren sind. Das liegt auch daran, dass ihr keine Kontrolle über die Kamera habt und viele Gegner oftmals außerhalb des Sichtbereichs agieren und ihrerseits Fernangriffe ausführen.

Was mach' ich hier eigentlich?
Wer kein Fan der Serie ist und die ersten beiden Staffeln nicht gesehen hat, braucht gar nicht erst versuchen, die Story zu verstehen. Die Ereignisse der ersten Staffel (und damit des Vorgängerspiels) werden im Intro mit zwei Sätzen abgehakt und los geht es. Im Verlauf des Spiels werdet ihr zwar immer wieder kleine Zwischensequenzen sehen, allerdins tauchen dort laufend Figuren auf, die nicht weiter eingeführt werden. Insgesamt wird viel Vorwissen von der eigentlichen Handlung vorausgesetzt.

Der kleine Unterschied
Der Unterschied zwischen Current- und Next-Generation ist wirklich äußerst minimal. Die Grafiken unterscheiden sich zwischen PS2 und 360 kaum, inhaltliche Änderungen gibt es gar keine und die 360-eigenen Erfolge sind lächerlich. Es gibt 5 Erfolge, die ihr allesamt im ersten Kampf sammeln könnt: "Erreiche eine Combo-Anzeige mit 10/20/30/40/50 Schlägen" und das war's. Auf der Wii wurden natürlich ein paar Bewegungskontrollen eingebaut, sodass ihr bei den Puzzles die Wiimote ein wenig hin- und herschütteln könnt, was aber auch nicht unbedingt von großem Einfallsreichtum spricht, zumal die Anweisungen auf dem Bildschirm nicht immer einleuchtend erklärt sind.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf kai.jpg Wie bei so vielen Lizenzspielen werden Fans natürlich auch bei Avatar: Der Herr der Elemente - Die Erde Brennt mehr Spielspaß haben, aber auch deren Freude wird sich in Grenzen halten. Die ungenaue Steuerung, die falschen Synchronsprecher, die maue Grafik und die Tatsache, dass das Spiel an einem Tag durchspielbar ist, sorgen für eine schnelle Ernüchterung nach dem Kauf. Da bringt es auch nichts mehr, dass die Charaktermodelle ganz gut aussehen. Wer kein Fan ist, wird an der zusammengekürzten Story verzweifeln. Ein Gutes gibt es jedoch: 360-Erfolgssammler können hier 1000 leicht verdiente Punkte abstauben.

Avatar: Die Erde Brennt - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 4.625 Grafik: 4.50
Sound: 4.00
Steuerung: 5.00
Gameplay: 5.00
Wertung: 4.625
  • CoOp-Modus
  • Gute Charakterdarstellung
  • Falsche Synchronstimmen
  • Hakelige Steuerung
  • Müde Grafik
  • Viel zu kurz
  • Alberne Erfolge (360)

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Rezension vom: 23.11.2007
Kategorie: Action
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