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Sonic Chronicles: Die dunkle Bruderschaft

Entwickler: BioWare
Publisher: Sega

Genre: Handheld
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 38 €

Systeme: DS

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Mit "Sonic Chronicles: Die dunkle Bruderschaft" wagt sich Bioware auf ganz neues Terrain. Zum einen arbeiten sie zum ersten Mal für eine japanische Softwarefirma, nämlich für Sega. Zum anderen stellt dieses Rollenspiel die erste Handheldproduktion der traditionsreichen Spieleschmiede dar. Werden die RPG-Experten den von zahlreichen Fehlschlägen geplagten Igel endlich wieder zu seiner alten Größe verhelfen?

Meinung:
Eins muss man den Verantwortlichen bei Sega lassen: Sie haben stets Mut etwas Neues mit ihrem wichtigsten Maskottchen auszuprobieren. Ein Handheld-Rollenspiel ist für Sega und Japan ja nichts Besonderes, dass man das Ruder einem westlichen Entwickler wie Bioware überlässt, ist jedoch ein echtes Novum.

Zu Beginn des Spieles gibt es einen sehr gelungenen, animierten Comic. Leider wurden nicht die Sprechblasen direkt lokalisiert, der ganze Comic wurde nur deutsch untertitelt. Wer englisch kann, ist hier also klar im Vorteil, und kann das Intro so erleben, wie es ursprünglich geplant war.

Dann geht es auch schon los, denn Knuckles wurde entführt, und die Chaos Emeralds sind verschwunden. Per Touchscreen - Sonic Chronicles kommt komplett ohne Buttons aus - steuert man den dreidimensionalen Sonic durch die schön gezeichnete, isometrische 2D-Landschaft. Wenn man mit etwas interagieren kann, sei es ein Looping, eine höhere Ebene, eine Schatztruhe oder eine Person, erscheint ein Symbol, das man antippen kann, um die entsprechende Aktion auszuführen. Manches kann Sonic nicht tun, dann ist das Symbol grau. In diesem Fall auf ein anderes Partymitglied umschalten. Das kann Igeldame Amy mit ihrem Hammer oder auch der erfinderische Fuchs Tails mit seiner Flugfähigkeit sein. Nach und nach gesellen sich weitere Charaktere aus dem Sonic-Universum dazu.

Zahlen Sie bar oder in Ringen?
Natürlich dürfen auch die gelben Ringe nicht fehlen, die überall verstreut liegen und nur darauf warten von dem blauen Igel aufgesammelt zu werden. Dieses Mal dienen sie als Zahlungsmittel, denn wie in fast jedem RPG findet man hin und wieder Geschäfte, in denen man neue Ausrüstung und verbrauchbare Items kaufen kann. Hilft man Leuten auf der Oberwelt, so erhält man ebenfalls Gegenstände als Belohnung. Auch in Schatzkisten und durch gewonnene Kämpfe lassen sich Items erlangen. Der Ausrüstungsbildschirm könnte etwas übersichtlicher sein. Die Gegenstände sind sortiert und lassen sich einem Charakter zuweisen, was durch das neben dem Itemnamen auftauchende Portrait bestätigt wird. Leider sieht man nicht, was der Charakter schon trägt, bzw. welche Slots er denn überhaupt hat. Dazu muss man ins Statusmenü, wo man aber nichts ausrüsten kann. Dennoch lassen sich die Menüs perfekt mit dem Stylus bedienen.

Fröhliche Eiersuche
Auch der Chao-Garten ist wieder mit von der Partie. So kann man in jedem Gebiet Chao-Eier sammeln, die dann irgendwann in besagter Grünanlage ausgebrütet werden. Die kleinen Wesen haben besondere Fähigkeiten und lassen sich mit den Partymitgliedern verbinden, um Vorteile in Kämpfen zu erhalten. Wie viele der vorhandenen Eier man schon gefunden hat, kann man in jeder Zone auf der Karte sehen, die ständig im oberen Bildschirm eingeblendet ist. Symbole markieren außerdem Missionsziele, Läden und andere Dinge. Natürlich kann man sich die komplette Weltkarte im entsprechenden Untermenü auch genauer ansehen.

Im Menüpunkt Logbuch kann man erledigte und offene Missionen nachschlagen. Dabei findet man nicht nur Infos zu Story und Spielregeln, sondern auch zu den Mitwirkenden bei Sega und Bioware. In das Hauptmenü, in dem man oben genannte Unterpunkte findet, gelangt man durch Antippen des Dreiecks in der linken, unteren Ecke des Touchscreens. Auch kann man dort jederzeit speichern.

Leg dich nicht mit Sonic an
Kommt es zum Kampf (man sieht die Gegner auf der Oberwelt), wechselt das Spiel in einen komplett dreidimensionalen Modus. Der sieht den DS-Versionen von Final Fantasy III&IV recht ähnlich und ist - völlig Bioware-untypisch - rundenbasiert. Wie gehabt kann man angreifen, verteidigen, Gegenstände einsetzen und Spezialattacken ausführen. Setzt man eine dieser Poweraktionen im Kampf ein, muss man Reaktionsvermögen und Stylussicherheit beweisen. So folgt man beispielsweise der Route eines Ringes oder tippt diverse Kreise im richtigen Moment an - meist in Kombination. Je besser man abschneidet, desto stärker oder treffsicherer wird die Attacke - je mächtiger diese ist, um so schwieriger ist es sie zu meistern. Auf die gleiche Art kann man mit etwas Timing die Spezialangriffe der Gegner abschwächen oder gar ins Leere laufen lasen - die Kämpfe bleiben auf diese Weise immer spannend.

Manchmal flüchtet ein Gegner, dann beginnt ein Verfolgungs-Minispiel, bei dem man seine rennenden Charaktere durch Antippen über Hindernisse hüpfen lassen muss. Können sie den Gegner stellen, wird weiter gekämpft. Natürlich erhält man für Siege und erledigte Aufträge auch Erfahrungspunkte und kann so Level Ups erreichen. Mit jedem Stufenanstieg bekommt man auch einen Bonuspunkt, den man frei auf die Statuswerte vergeben kann. Desweiteren darf man neue Poweraktionen kaufen. Von diesen Spezialfähigkeiten gibt es sogar Kombo-Skills, die zwei oder mehr Charaktere gemeinsam ausführen können. Leider gibt es im Kampf selbst keinerlei Tooltips, was diese Poweraktionen machen, obwohl man bei manchen Gegnern schon mal mit einer bestimmten Technik Vorteile erhalten kann.

Ost trifft West
Ganz und gar nicht untypisch für Bioware sind die Antwortmöglichkeiten bei Dialogen, die man durch Tabs an der Seite einer Sprechblase auswählen kann. Ein Symbol zeigt hier an, um was für eine Art Antwort es sich handelt. So kann Sonic auch sarkastische Kommentare geben, zusätzliche Fragen stellen oder seine Gefährten aufmuntern.

Insgesamt ist das Spiel eine tolle Mischung aus westlichen und östlichen Rollenspiel-Disziplinen. Wie in JRPGs ist die Anzahl der Ausrüstungsslots übersichtlich gering. Wie in westlichen Werken gibt es in Schatzkisten auch mal mehr als einen Gegenstand. Wenn man genauer hinschaut, wird man viele Details dieser Art entdecken. Japanische Rollenspiele kommen bei uns oft mit einem geringen Schwierigkeitsgrad heraus, auch da kann Sonic begeistern, denn die Kämpfe sind durchaus anspruchsvoll. Über Sieg oder Niederlage entscheidet nicht selten das Geschick, die Powerattacken richtig auszuführen, oder die feindlichen Angriffe abzuwehren. Verteidigen wird in vielen Rollenspielen kaum genutzt, doch in Sonic Chronicles frischt man so seine PP auf, die man für die Spezialangriffe braucht. Es ist also immer wichtig eine Taktik zu entwickeln, welchen Gegner man beispielsweise zuerst durch "Focus Fire" umhaut, und wann man welche Aktion durchführen sollte. Mit ständigem Tippen auf Angriff kommt man hier nicht weit.

Dem Lautstärkeregler sei dank
Musik und Sound gehören - milde gesagt - nicht gerade zum Besten, was der DS zu bieten hat. Die Stücke sind im günstigsten Fall belanglos, manchmal will man jedoch nur die Lautstärke abdrehen. Die Tonqualität der Samples lässt zu wünschen übrig, die Soundeffekte an sich sind oft merkwürdig, im Falle des Buttongeräusches sogar inakzeptabel. Einzig und allein die Geräusche, die beim Aufsammeln der Ringe oder beim Benutzen der Loopings entstehen, können sich hören lassen. So klingt Sonic!

Grafisch hat man bei Bioware überhaupt nichts verkehrt gemacht. Die Modelle in den 3D-Kämpfen sind nett animiert und stolpern bei einem missglückten Angriff schon mal. Die Landschaften sehen Sonic-typisch aus und sind wie die vielen Charakterbilder sehr gut gezeichnet.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Michael Hambsch michaelMit Bioware als Entwickler hat Sega die richtige Entscheidung für "Sonic Chronicles: Die dunkle Bruderschaft" getroffen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal ein Sonic-Game so begeistert gezockt habe. Die Grafik kann sich sehen lassen, die Kämpfe sind nicht zu leicht, und auf der Weltkarte gibt es viel zu entdecken. Die Story um Knuckles und die alten Völker der Ameisenigel passt zu einem RPG dieser Art wie die Faust aufs Auge. Dabei zeigt Bioware auch, wie man ein Rollenspiel macht, das sowohl westliche als auch fernöstliche Tradition bietet. Daumen hoch für dieses Spiel, einzig und allein der Sound hätte besser sein können.

Sonic Chronicles: Die dunkle Bruderschaft - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Michael Hambsch

Screenshots










Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 9.00
Sound: 6.50
Steuerung: 9.25
Gameplay: 9.25
Wertung: 8.5
  • Blauer Igel in Bestform
  • Das Beste aus zwei Welten
  • Schöne Grafik
  • Sound und Musik sind eher schlecht als recht
  • Keine Tooltips zu den Poweraktionen im Kampf

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Rezension vom: 24.09.2008
Kategorie: Handheld
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Bewertung: 6 (1 Stimme)
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