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SimSimulator - Teil 319: The Bus
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft, doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 319: The Bus
Wer über Bus-Simulationen spricht, kommt an den TML-Studios kaum vorbei. Schließlich hat das Erfurter Studio in den letzten Jahren so ziemlich jeden bedeutenden Genre-Vertreter veröffentlicht. Mit The Bus möchte man diese Erfolgsgeschichte nun fortschreiben – und setzt dabei auf ein Höchstmaß an Authentizität sowie große Ambitionen.

Gut gemeistertes Vorhaben
1:1-Nachbauten realer Städte sind ein schwieriges Unterfangen, an dem selbst große Entwicklerteams bereits gescheitert sind. Umso bemerkenswerter war die Ankündigung der TML-Studios, für ihre neueste Bus-Simulation weite Teile Berlins originalgetreu nachzubilden und vollständig befahrbar zu machen.

Auch wenn bei dieser Ankündigung sicherlich zunächst Skepsis aufkam, muss man den Entwickler*innen am Ende ein klares Lob aussprechen: Sie haben ihren Worten Taten folgen lassen. Die Hauptstadt wurde überzeugend nachgestellt, und wer sich ein wenig in Berlin auskennt, wird viele Orte sofort wiedererkennen. Nicht nur Straßenverläufe und Straßennamen stimmen, selbst Gebäude und einzelne Geschäfte befinden sich exakt dort, wo sie auch im echten Leben zu finden sind. Das sorgt für ein hohes Maß an Authentizität und macht das Erkunden gerade für Ortskundige besonders spannend.

Gute Atmosphäre, aber …
So gelungen die Stadtgestaltung auch ist, technisch kann The Bus leider nicht ganz mithalten. Das zeigt sich bereits auf den Bürgersteigen: Berlin wirkt hier stellenweise eher wie ein verschlafenes Dorf als wie eine pulsierende Millionenmetropole – so wenige Passanten sind unterwegs. Und auch auf den Straßen fehlt es oft an echter Betriebsamkeit. Eine richtige Rush Hour kommt selten zustande, auch wenn man sich zumindest ab und an in kleineren Staus wiederfindet.

Optisch präsentiert sich das virtuelle Berlin solide, bleibt aber selbst für Simulationsverhältnisse eher im Mittelfeld. Einige Details wissen zu überzeugen, andere wirken weniger beeindruckend. Hinzu kommen teils deutliche Performance-Probleme: Gerade in dicht bebauten Gebieten oder bei viel Verkehr kommt es immer wieder zu spürbaren Rucklern, die einen aus der ansonsten stimmigen Atmosphäre reißen.

Akustisch gelingt dafür wieder mehr. Die Motorengeräusche der Busse sowie das Zischen der Türen wirken sehr authentisch und tragen viel zur Immersion bei. Weniger gelungen sind hingegen wieder die Fahrgäste: Sie sehen teilweise nicht nur etwas seltsam aus, sondern verfügen auch über Stimmen, die nicht immer zu ihrem Erscheinungsbild passen. Oder warum klingt eine optisch junge Frau wie eine alte Dame?

Detailverliebte Busse
Ein echtes Highlight sind die namensgebenden Busse. Dank offizieller Lizenzen – unter anderem von MAN – erwarten die Spielerinnen und Spieler hier detailgetreu modellierte Fahrzeuge, mit denen man im echten Leben vielleicht sogar schon selbst unterwegs war.

Besonders viel Liebe steckt dabei in den Cockpits, die hier quasi den eigenen Arbeitsplatz darstellen. Entsprechend lässt sich nahezu jeder Schalter und Knopf bedienen, was vor allem Simulationsfans begeistern dürfte. Die Steuerung mit dem Controller gestaltet sich allerdings etwas umständlich und erfordert eine gewisse Eingewöhnungszeit.

Das eigentliche Fahren geht hingegen angenehm intuitiv von der Hand. Selbst Einsteiger dürften schnell ein Gefühl für die großen Fahrzeuge entwickeln und sie sicher durch den Verkehr manövrieren können.

Sowohl für Einsteiger als auch für Profis
Gerade für Neulinge können die zahlreichen Funktionen eines Busses aber zunächst überwältigend wirken – schließlich gehören neben dem Fahren auch das Ticketmanagement und einiges mehr zum Alltag. Umso erfreulicher ist es, dass viele dieser Funktionen optional automatisiert werden können. Sogar die Wahrscheinlichkeit, dass Fahrgäste ein Ticket kaufen möchten, lässt sich individuell einstellen.

Simulations-Enthusiasten hingegen haben die Möglichkeit, sämtliche Hilfen zu deaktivieren und die realistische Fahrphysik in vollen Zügen auszukosten. So schafft das Spiel den Spagat zwischen Zugänglichkeit und Tiefgang.

Zwischen freier Fahrt und Karriereleiter
Spielerisch stehen zwei Hauptmodi zur Auswahl: die freie Fahrt und der sogenannte Wirtschaftsmodus.

In der freien Fahrt hat man, wie der Name es bereits vermuten lässt, Zugriff auf die gesamte Spielwelt sowie alle verfügbaren Busse. Zudem kann man frei bestimmen, welche Strecke man fahren möchte, zu welcher Uhrzeit und bei welchem Wetter.

Im Wirtschaftsmodus, der genauso gut Karrieremodus heißen könnte, hat man diese Freiheiten nicht. In diesem startet man nämlich mit einem kleinen Busunternehmen, einem Fahrzeug und einer einzigen Linie. Durch absolvierte Fahrten sammelt man Reputation, verdient Geld und kann sich so erst nach und nach neue Busse kaufen, Personal einstellen und weitere Strecken freischalten. Im Gegensatz zur freien fahrt entfaltet dieser Modus seine Stärke vor allem über eine längere Spielzeit und richtet sich in erster Linie an echte Simulationsfans.

Fazit:
Mit The Bus unterstreichen die TML-Studios einmal mehr ihre führende Rolle im Bereich der Bus-Simulationen. Vor allem die detailgetreuen Fahrzeuge und die überzeugende Fahrphysik wissen zu begeistern und sprechen insbesondere Genre-Fans an. Dank zahlreicher Anpassungsoptionen finden aber auch Einsteiger einen guten Zugang.

Die authentische Nachbildung Berlins sorgt zusätzlich für ein stimmiges Gesamtbild und ein glaubwürdiges Fahrerlebnis. Leider verhindern die nur durchschnittliche Grafik und die teilweise deutlichen Performance-Probleme, dass The Bus sein Potenzial voll ausschöpfen kann. Wer darüber hinwegsehen kann, erhält dennoch eine der besten Bus-Simulationen der letzten Jahre.

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Special vom: 31.03.2026
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
Kategorie: Special
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