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Als die U.S.S. Enterprise NCC-1701™ im September 1966 erstmals auf den Fernsehbildschirmen auftauchte, ahnte wohl niemand, welche Reise damit beginnen würde. Aus der ursprünglichen „Star Trek“-Serie entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte ein gewaltiges Science-Fiction-Universum mit unzähligen Serien, Filmen und einer weltweiten Fangemeinde. Captain Kirk, Spock, McCoy und ihre Crew sind längst zu festen Größen der Popkultur geworden. Und auch sechs Jahrzehnte nach dem ersten Start der Enterprise hat das Raumschiff nichts von seiner Faszination eingebüßt.
Zum 60. Geburtstag von Star Trek lässt LEGO nun die klassische Ära wieder aufleben. Nachdem im vergangenen Jahr mit der U.S.S. Enterprise NCC-1701™-D bereits das Raumschiff aus „Star Trek: Das nächste Jahrhundert“ als LEGO-Modell umgesetzt wurde, geht es diesmal zurück zu den Anfängen. Allerdings steht dieses Mal nicht das ikonische Raumschiff selbst im Mittelpunkt. Die LEGO Icons: Star Trek: U.S.S. Enterprise NCC-1701™ Brücke führt uns vielmehr dorthin, wo Captain Kirk seine Befehle gibt, Spock die Anzeigen überwacht und die Crew zu ihren Missionen aufbricht: auf die Brücke und in den Transporterraum.
Das 1.701 Teile umfassende Set erscheint am 1. September 2026 und kostet 179,99 Euro. Der Termin könnte dabei kaum passender gewählt sein, denn damit startet zugleich der Jubiläumsmonat zum 60. Geburtstag von Star Trek. Wir durften allerdings schon vor dem offiziellen Verkaufsstart selbst auf dem Captain's Chair Platz nehmen, denn LEGO hat uns das Set bereits vorab für diese Rezension zur Verfügung gestellt.
Willkommen auf der Enterprise Wie es sich für ein LEGO-Set gehört, muss die U.S.S. Enterprise NCC-1701™ Brücke natürlich erst einmal zusammengebaut werden. Die insgesamt 1.701 Teile sind dabei auf 14 Papierbeutel verteilt, die in einem schön gestalteten Karton zu finden sind. Auf diesem werden neben der eigentlichen Brücke auch sämtliche enthaltenen Minifiguren präsentiert, sodass bereits vor dem Öffnen ein guter Eindruck vom Umfang des Sets entsteht.
Der Schwerpunkt beim Bauen liegt natürlich auf dem größten Teil des Sets – der Brücke. Computerstationen, Konsolen und Bildschirme greifen den Look der klassischen Serie gekonnt auf und lassen schnell erkennen, welchem Vorbild LEGO hier nachempfunden hat. Auch der ikonische große Hauptbildschirm, den Fans mit Sicherheit kennen, darf natürlich nicht fehlen. Auf ihm ist ein klingonischer Krieger zu sehen, der gerade Kontakt zur Enterprise aufgenommen hat. Besonders schön finde ich, dass die Designer nicht nur eine grobe Kulisse geschaffen haben, sondern zahlreiche kleinere Details integriert haben, die den bekannten Schauplatz wiedererkennbar machen und Fans zudem einige nette Easter Eggs spendieren.
Kleine Details, große Wirkung Wie man es bei einem solchen Set erwartet, kommt die Enterprise-Brücke natürlich nicht ganz ohne Sticker aus. Insgesamt liegen zwei Stickerbögen mit 28 Aufklebern bei. Das hört sich zunächst nach ziemlich viel Klebearbeit an. Allerdings wird ein kompletter Bogen allein für den Transporterraum benötigt, wobei die Aufkleber hier für zusätzliche Details an den Konsolen und technischen Einrichtungen sorgen.
Wer LEGO-Modelle lieber komplett ohne Sticker baut, wird das sicherlich etwas bedauern. Im fertigen Modell tragen sie allerdings durchaus zum authentischen Erscheinungsbild bei und fügen sich gut in das Gesamtbild der Brücke und des Transporterraums ein.
LEGO hat sich aber nicht nur beim Design, sondern auch bei den Funktionen einiges einfallen lassen. So lässt sich der Kommandosessel von Captain Kirk bewegen, wodurch sich beispielsweise die Erschütterungen eines Weltraumkampfes simulieren lassen. Im Transporterraum kann man über ein Drehrad den Transportervorgang auslösen und eine Minifigur zwischen den Plattformen bewegen. Und zu guter Letzt lassen sich die Türen des Turbolifts über einen kleinen Hebel öffnen und schließen.
Natürlich ersetzen all diese Mechanismen keine aufwendige LEGO-Technik, für ein Ausstellungsmodell sind sie aber eine nette Ergänzung. Vor allem der Transporter dürfte dazu einladen, die Crew immer wieder auf Außenmission zu schicken.
Die Crew ist komplett So schön es ist, sich die Brücke mit all ihren Details anzuschauen – was wäre sie ohne ihre legendäre Besatzung? Zum Glück hat LEGO hier nicht gespart und gleich acht Minifiguren ins Set gepackt. Mit James T. Kirk, Spock, Dr. Leonard „Pille“ McCoy, Nyota Uhura, Hikaru Sulu, Pavel Chekov, Montgomery „Scotty“ Scott und Christine Chapel ist somit nahezu die vollständige klassische Crew vertreten.
Die Figuren passen dabei mit ihren ikonischen Anzügen und detailliert bedruckten Gesichtern optisch hervorragend zum restlichen Modell und sorgen dafür, dass die Brücke nach dem Aufbau sofort deutlich lebendiger wirkt. Besonders schön ist, dass dadurch zahlreiche bekannte Szenen nachgestellt werden können. Wer möchte, kann Kirk auf dem Kommandosessel Platz nehmen lassen, Spock an einer der Stationen positionieren oder gleich die komplette Crew für eine neue Mission versammeln.
Und natürlich dürfen auch die wohl niedlichsten und zugleich nervigsten kleinen Bewohner des Star Trek-Universums nicht fehlen: Vier Tribbles gehören ebenfalls zum Set. Die kleinen Fellknäuel sorgen für eine willkommene Prise Humor und dürften vor allem Fans der klassischen Serie ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Beim Zubehör geht es ebenfalls sehr passend zu. Neben zwei Sternenflotten-Kommunikatoren und vier Phasern gehören unter anderem Spocks Harfe, zwei vulkanische Lirpas und ein Trident-Scanner zum Lieferumfang. Für die Phaser kommt dabei sogar ein neues LEGO-Element zum Einsatz. Die Kommunikatoren werden hingegen durch bedruckte 1 × 2-Fliesen dargestellt.
Die Enterprise von innen Nach dem Aufbau präsentiert sich die Brücke als ungewöhnliches, aber ausgesprochen reizvolles Ausstellungsstück. Während LEGO bei Raumschiff-Sets normalerweise die äußere Form in den Mittelpunkt stellt, können wir hier direkt in das Innere der Enterprise blicken. Dadurch kommen die zahlreichen Konsolen und Details besonders gut zur Geltung.
Mit 57 Zentimetern Breite und 34 Zentimetern Tiefe ist die Brücke durchaus groß geraten. Die Höhe von etwas mehr als neun Zentimetern fällt dagegen vergleichsweise gering aus, was dem offenen Aufbau geschuldet ist. Gerade dadurch lässt sich das Modell aber gut von oben betrachten, sodass auch die zahlreichen Details im Inneren gut zur Geltung kommen.
Wer während des Aufbaus einen genaueren Blick auf die einzelnen Bauabschnitte werfen möchte, kann zudem die LEGO Builder App nutzen. Die digitale Anleitung bietet eine dreidimensionale Ansicht des Modells, die sich drehen und vergrößern lässt. Außerdem zeigt sie jederzeit den aktuellen Baufortschritt an. Gerade bei einem Set mit mehr als 1.700 Teilen ist diese zusätzliche Orientierung durchaus praktisch.
Natürlich kann man aber auch auf die klassische Bauanleitung zurückgreifen, die den Bau in gewohnter LEGO-Manier Schritt für Schritt erklärt. Insgesamt gilt es dabei, 312 Bauschritte zu absolvieren, die erfreulich viel Abwechslung bieten. Gerade das Zusammensetzen der zahlreichen kleinen Details bereitet dabei viel Spaß. Insgesamt ist der Zusammenbau der U.S.S. Enterprise NCC-1701™ Brücke aber dennoch nicht allzu kompliziert, sodass auch weniger erfahrene LEGO-Bauer gut zurechtkommen dürften.



Fazit: Die LEGO Icons: Star Trek: U.S.S. Enterprise NCC-1701™ Brücke dürfte für Fans der Serie sicherlich ein gelungenes zweites Star Trek-Set von LEGO darstellen und ist nebenbei auch noch ein schönes Beispiel dafür, dass sich ein LEGO Star Trek-Set nicht zwangsläufig auf das eigentliche Raumschiff konzentrieren muss. Mit der Brücke und dem Transporterraum nimmt LEGO hier nämlich zwei Schauplätze ins Visier, die für die klassische Serie mindestens genauso wichtig sind wie die Enterprise selbst.
Der hohe Detailgrad, die acht bekannten Crewmitglieder, vier Tribbles und das passende Zubehör sorgen zudem für jede Menge Star Trek-Flair. Dazu kommen kleine Funktionen wie der bewegliche Kommandosessel, der Transportermechanismus und die Turbolifttüren, die das ansonsten in erster Linie als Ausstellungsmodell konzipierte Set etwas interaktiver machen.
Der Preis von 179,99 Euro ist dabei sicherlich für viele eine echte Investition. Dafür bekommt man mit 1.701 Teilen und einer stattlichen Breite von 57 Zentimetern aber eben auch ein Modell, das im Regal oder auf dem Schreibtisch ordentlich Eindruck macht. Gerade Fans der Originalserie dürften ihre Freude daran haben, die klassische Crew auf der Brücke zu versammeln und die Enterprise auf ihre nächste Mission zu schicken – im Idealfall natürlich direkt neben der LEGO Icons: Star Trek: U.S.S. Enterprise NCC-1701™-D.
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