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Let's Watch: Yes, God, Yes - Böse Mädchen beichten nicht
Let_s_watch

godAuch, wenn uns für diese Rezension zu Yes, God, Yes – Böse Mädchen beichten nicht nicht, wie gewohnt, eine Blu-ray (die, wie die DVD-Version, ab dem 05.02.2021 im Handel erhältlich sein wird), sondern lediglich ein Stream des Films zur Verfügung stand, wollen wir euch unsere Eindrücke der Komödie dennoch nicht vorenthalten.

Als Teenager hat man es nicht leicht. Schon gar nicht, wenn man wie Alice in einem streng katholischen Haushalt im ländlichen Teil der USA aufwächst. In der Schule wird ihr beigebracht, dass Sex vor der Ehe eine Sünde ist und auch Masturbation auf direktem Weg in die Hölle führt. Alice kommt ins Grübeln: Nicht nur, weil sie sich die Sexszene aus „Titanic“ immer wieder gerne ansieht, auch beim Onlinechat lässt sie sich zu unkeuschen Handlungen hinreißen – was stimmt nur nicht mit ihr? Vier Tage in einem Kirchenlager sollen Alice wieder auf den rechten Weg bringen. Gruppenbeichten, Bibelstunden und Gebete stehen auf der Tagesordnung. Doch wie soll Alice sich hier auf ihre christlichen Werte besinnen, wenn der süße Footballstar Chris ihr ständig über den Weg läuft?

Filmkritik
Christliche Schulen, in denen jede Art der Sexualität verteufelt und sogar mit dem Weg in die Hölle angedroht wird - was sich für uns wie ein längst veraltetes Verhalten anhört, ist in den USA und gerade im sehr christlichen, ländlichen Teil der Vereinigten Staaten aber vielerorts sehr wohl an der Tagesordnung. Gerade für heranwachsende Frauen gehört es sich dort nicht, auch nur an Sex zu denken. Regisseurin Karen Maine möchte in ihrem Spielfilmdebüt dieses überholte Denken auf die Schippe nehmen und aufzeigen, dass es in Wirklichkeit zu einer Doppelmoral führt und dass junge Menschen trotz aller Androhungen ihre sexuelle Seite entdecken.
Leider muss man sagen, dass Maine dieses Vorhaben aber etwa zu seicht angeht. Nicht nur, dass die Kirche hier nur sehr oberflächlich kritisiert wird und Themen wie die Diskriminierung der LGBTQ+-Community gänzlich unangetastet bleiben (obwohl es im Film durchaus die Gelegenheit dazu gäbe), auch die sexuelle Komponente bleibt hier auf einem sehr überschaubaren Niveau. Wenn Alice ihre Sexualität entdeckt, wird dies nicht durch explizite oder erotische Bilder oder plumpe Gags à la American Pie dargestellt, sondern auf eine zaghafte und glaubhafte Weise. Das ist natürlich vollkommen in Ordnung, ein bisschen provokativer hätte es aber dennoch sein dürfen, schließlich ist gerade die Sexualität das Thema des Films.

Dennoch ist Yes, God, Yes alles andere, als ein langweiliger Film. Dafür sorgt schon allein das schauspielerische Talent der aus Stranger Things bekannten Hauptdarstellerin Natalia Dyer. Auch wenn sie bei den Dreharbeiten schon 24 Jahre alt war, verkörpert sie das neugierige Teenie auf eine wundervolle Art. Schade ist allerdings, dass ihre Rolle recht eindimensional geschrieben ist, weshalb es weder der Figur noch der Darstellerin gelingen vermag, etwas Tiefe hineinzubringen. Dafür ist ihr Zusammenspiel mit den anderen Darstellerinnen und Darstellern hervorragend, die ebenfalls allesamt alles aus ihren Figuren herausholen. Hervorragend gefallen hat mir zudem die Situationskomik, die anstatt lauter Schenkelklopfer immer wieder von allen Figuren angebracht wird und so auch immer mal wieder für ein Schmunzeln sorgt.

Bild & Ton
Da uns leider keine Blu-ray zur Verfügung stand, können wir euch an dieser Stelle leider nichts über die Bild- & Ton-Qualität der Blu-ray sagen.

Bonusmaterial
Auch über das Bonusmaterial können wir euch leider nichts Genaues sagen. Abgesehen von einem Trailer sollen sich aber ohnehin keine Extras auf der Blu-ray befinden.


Fazit:
Yes, God, Yes ist eine schön anzusehende Coming of Age-Komödie, bei der man aber immer das Gefühl hat, dass ihr irgendetwas fehlt. Denn wenn die Themen Sexualität und Kirche in einem Film schon so präsent sind, kann dieser auch gerne etwas provokativer sein. Diese Gelegenheit hat Regisseurin Karen Maine aber vollkommen verstreichen lassen. Nichtsdestotrotz ist auch diese Darstellung sehr sehenswert. Nicht nur, dass es erfrischend ist, dass das Thema Sex auch mal ganz ohne plumpe Gags und explizite Bilder wiedergegeben wird (hier könnten sich deutsche Filme mal eine Scheibe von abschneiden), auch die Situationskomik ist hervorragend und sorgt auf subtile Art für eine Menge Spaß. Auch die Darstellerinnen und Darsteller tragen mit ihrer durch und durch tollen Darbietung ihr Übriges dazu bei, dass Yes, God, Yes so sehenswert ist. Als allererstes ist hier Hauptdarstellerin Natalia Dyer zu nennen, die ihre Figur auf so wundervolle und auch sehr glaubhafte Art spielt, dass man danach am liebsten gleich noch einen Film mit ihr anschauen möchte. 


Originaltitel: Yes, God, Yes
Darsteller: Alisha Boe, Allison Shrum, Christian Adam, Donna Lynne Champlin, Francesca Reale, Gabriella Garcia, John Henry Ward, Matt Lewis, Natalia Dyer, Paige Hullett, Susan Blackwell, Tre'len Johnston
Regisseur(e): Karen Maine
Veröffentlichung: 05.02.2021
Studio/Verleih: capelight pictures
Spieldauer: 78 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 12 Jahren

Wer jetzt Interesse daran hat, sich Yes, God, Yes – Böse Mädchen beichten nicht zu kaufen, der kann dies ab dem 05.02.2021 u.a. über Amazon machen. Den Film gibt es dann ab 11,79 Euro auf DVD und Blu-ray.

Copyright: © capelight pictures


Special vom: 14.01.2021
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
Kategorie: Special
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