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SimSimulator - Teil 291: City Bus Manager
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft, doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 291: City Bus Manager
Den City Bus Simulator von Aerosoft haben wir an dieser Stelle schon vorgestellt. Der in Paderborn ansässige Publisher hat aber noch einen weiteren Bus-Affinen-Titel im Portfolio, den Bus City Manager. Wie der Name bereits vermuten lässt, sitzt man hierbei nicht selbst hinter dem Lenkrad, sondern ist als Manager eines Busunternehmens dafür zuständig, dass die Busse pünktlich fahren. Bisher durften jedoch nur PCler ihr Management-Können unter Beweis stellen: Seit ein paar Tagen ist das aber nicht mehr so. Seit wenigen Tagen ist der City Bus Manager auch für die Konsolen erhältlich und findet somit ebenfalls endlich Einzug in dieses Special.
Das grundlegende Spielprinzip habe ich damit eigentlich auch schon erklärt, nämlich das Managen eines eigenen Busunternehmens.
Bevor wir aber Fahrgäste befördern können, müssen wir zunächst einen Betriebshof errichten, was umfangreicher als gedacht von statten geht. Hier können wir nämlich nicht einfach ein fertiges Gebäude an eine Straße stellen. Stattdessen müssen wir im Stil von Sims ein Gebäude mit Fluren, Büros, einer Küche errichten - sogar die Einrichtung müssen wir selber hinstellen. Ist dies erledigt, gibt es noch Stellplätze, in denen unsere Busse untergestellt werden können, Waschanlagen, in denen sie regelmäßig gesäubert werden, Tankstellen und Werkstätten zu bauen. Damit die Busse ebenso regelmäßig gewartet und repariert werden können, müssen wir natürlich ebenfalls immer für genügend Ersatzteile sorgen. Zum Abschluss wird dann noch ein Service-Center eingerichtet. Ist auch dies erledigt, geht es dazu über, Busse zu kaufen und Busfahrer*innen und anderes Personal einzustellen.

Nachdem wir alles Notwendige haben, können wir uns auch endlich unseren ersten Linien zuwenden. Und genau dies ist der Punkt, an dem das Game seine Muskeln zeigt. Denn anders als zum Beispiel beim City Bus Simulator steht uns hier nicht eine einzige vorgefertigte Stadt zur Verfügung. Stattdessen gibt uns das Spiel hier vollkommene Freiheiten. Und das meine ich tatsächlich so. Uns steht nämlich wortwörtlich die gesamte Welt offen. Wollen wir in einer Metropole wie Berlin, New York oder Tokio unser Glück versuchen oder möchtest Du Deinem örtlichen Nahverkehrsbund zeigen, dass Du es besser kannst, uns die originalen Routen in Deiner Stadt und Umgebung nachzustellen? In City Bus Manager ist all dies möglich. Wir alleine entscheiden, auf welchen Straßen wir unterwegs sind. Lediglich die Bushaltestellen sind vorgegeben – in welcher Reihenfolge wir sie anfahren, ist aber wieder unsere Entscheidung.

Die Frage ist jetzt natürlich, wie der City Bus Manager uns diese Freiheiten ermöglicht? Haben sich die Entwickler etwa die Mühe gemacht, jede Stadt und jede noch so kleine Straße nachzubauen?
Selbstverständlich nicht. Stattdessen hat man sich dazu entschieden, die Daten von OpenStreetMap zu nutzen. Folgerichtig betrachten wir dann auch die meiste Zeit eine Karte, auf der sämtliche Straßen, Straßennamen und ebenso reale Geschäfte, Schulen etc. eingezeichnet sind. Schön ist das Ganze natürlich nicht – wobei das aber nicht nur für die Kartenansicht gilt. Auch der selbst erstellte Betriebshof sowie die Busse sehen eher rudimentär aus (da ist es bereits ganz gut, dass man die Busse nur einmal beim Kauf wirklich sieht).

Natürlich hätte das Game ein wenig hübscher aussehen können, jedoch ändert die Optik nichts daran, dass das Spiel wirklich fesselnd ist.
Der City Bus Manager weiß nämlich wirklich, wie er einen motiviert, immer weiterzumachen. Schließlich gibt es im Techtree etliche Dinge, die man freischalten kann. Von bis zu 30 neuen Bussen, über geringere Reparaturkosten, Schichtpläne und eine mobile App für die Fahrgäste bis hin zu einem größeren Einsatzgebiet gibt es zahlreiche Dinge, die es freizuschalten gilt. Um diese zu schaffen, muss man bestimmte Missionen erledigen, wobei das Spiel hier einmal mehr überrascht. Denn in der Tat handelt es sich bei den Aufgaben um städtespezifische. Anstatt also einfach nur zu sagen „erstelle eine Linie, die zu einem Supermarkt fährt“ stehen in der Aufgabenbeschreibung tatsächlich richtige Straßennamen. Wie das Spiel das genau hinbekommt, habe ich zwar nicht ganz durchschaut, aber auf jeden Fall ist es auf diese Weise gemacht worden. Ebenfalls eine nette Idee sind zufällige Events, die immer wieder unser Eingreifen benötigen. So müssen wir manchmal etwa für Schienenersatzverkehr sorgen und dafür extra eine neue Linie erstellen. Doch auch wenn alles glattläuft, gibt es immer genügend zu tun. Schließlich müssen wir nicht nur die Effizienz und Pünktlichkeit der Busse anhand realistischer Live-Daten im Auge behalten, sondern ebenso deren Zustand und die Zufriedenheit unserer Angestellten.


Fazit:
Der City Bus Manager ist mehr Management-Spiel als Simulation, dennoch hatte ich viel Spaß mit dem Spiel. Sein eigenes Busunternehmen überall auf der Welt zu starten und seine Busse über bekannte Straßen fahren zu lassen, ist ein tolles Erlebnis. Dazu kommen natürlich noch die zahlreichen Aufgaben, die das Managen eines Busunternehmens mit sich bringt. Vom Warten der Busse bis zur Kundenzufriedenheit – alles muss im Auge behalten werden, was mit der wachsenden Größe des Unternehmens zu einer immer größeren Herausforderung wird.
Wer Mikromanagement mag, wird den City Bus Manager also lieben.

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Special vom: 25.05.2025
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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