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Kurz vorgestellt: Tony Hawk's Pro Skater 3+4
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Tony Hawk’s Pro Skater 3 und 4 gehören wohl zweifelsfrei zu den legendärsten Spielen der Videospielgeschichte. Doch funktionieren die Spiele des vermutlich besten Skateboarders aller Zeiten auch heutzutage noch, oder sind sie eventuell aus der Zeit gefallen? Dank der kürzlich veröffentlichten Remakes beider Spiele können wir diese Frage in unserem kurzen Test beantworten.

Tony Hawk’s Pro Skater 3 und 4 muss ich vermutlich nicht mehr lange vorstellen. Immerhin kann wohl eine ganze Generation stundenlang darüber sprechen, wie sie 2001 und 2002 auf der Jagd nach der perfekten Line und dem nächsten Highscore war.
Das arcadige Gameplay, welches Neversoft damals schuf und einen seinerzeit fesselte, wurde glücklicherweise ebenso ins Remake übernommen. Dabei erfährt man, was Muscle-Memory wirklich bedeutet. Denn auch wenn beinahe zweieinhalb Jahrzehnte ins Land gegangen sind, dauert es nicht lange, bis man die gewohnten Tricks mit Manuals, Reverts etc. verbindet und so wieder auf die Jagd nach dem höchsten Highscore geht.

Für frischen Wind sorgen ein paar neue Tricks, die eingebaut wurden. Schön dabei ist, dass diese nicht die Überhand nehmen, sondern eher als nette Ergänzung dienen.
Ein ähnliches Fingerspitzengefühl hat man auch bei der Auswahl der Skater und Skaterinnen bewiesen. Denn hier sind neben zahlreichen altbekannten Gesichtern wie Tony Hawk himself, Bob Burnquist, Bucky Lasek oder auch Bam Margera, der nach einigen Diskussionen doch wieder den Weg ins Roster geschafft hat, ebenfalls einige neue Skaterinnen und Skater. Eine der bekanntesten dürfte dabei vermutlich Rayssa Leal sein, die im Alter von nur 13 Jahren in Tokio die olympische Silbermedaille und letztes Jahr in Rio noch einmal die Bronzemedaille gewann. Noch erfolgreicher war der Japaner Yuto Horigome, der bei den Olympischen Sommerspielen 2020 und 2024 sogar jeweils Gold für sich sichern konnte. Weitere neue Gesichter sind Nora Vasconcellos, Jamie Foy und Zion Wright – um nur noch ein paar Namen zu nennen. Insgesamt umfasst das Roster 34 Skaterinnen und Skater.

Wie man es von den Originalspielen kennt, verfügen sämtliche Skater und Skaterinnen auch diesmal selbstverständlich wieder über Stats und unterschiedlichste Attribute. Diese sorgen natürlich für verschiedene Vor- und Nachteile, sind allerdings nicht in Stein gemeißelt. Denn wie man sie kennt, kann man in der Karriere Attribute verbessern und so die Probleme, die der eigene Lieblings-Skater/Skaterin in manchen Attributen hat, ausbügeln. Wer will, kann aber auch wieder mit einem eigenen Skater/Skaterin in den Park gehen. Der Editor zum Gestalten des eigenen Skaters bzw. der eigenen Skaterin ist dabei leicht zugänglich, sodass man schnell seinen Charakter*in erstellt hat. Leider sind gerade die optionalen beim Gestalten des Gesichts nicht ganz so tiefgehend, wie man sich das eventuell gewünscht hätte. Dafür kann aber die Individualisierung in Sachen Klamotten, Board, Rollen etc. vollends überzeugen. Zwar muss man hierzu zunächst Ingame-Credits oder einen gewissen Spielfortschritt aufweisen, doch das macht in diesem Fall sehr viel Spaß.

Dass die Karriere wieder mit dabei ist, habe ich ja bereits gerade verraten. Damit einhergehend sind natürlich erneut die Level-Ziele Teil des Spiels. Neben den berüchtigten Highscore-Jagden gilt es somit auch diesmal wieder, die legendären Buchstaben S-K-A-T-E, Tapes und noch einige weitere altbekannte sowie neue Pro- und Platinum-Ziele in einem 2-Minuten-Run zu schaffen. Das gilt übrigens nicht nur für Tony Hawk’s Pro Skater 3. Um den Umstieg auf den vierten Teil zu vereinfachen, haben die Entwickler das System angeglichen. Anstatt über NPCs an neue Aufgaben zu gelangen, hat man nun also auch hier jeweils die zweiminütigen Runs zur Verfügung.  Den einen oder anderen dürfte dies sicherlich weniger gut gefallen, ich für meinen Teil fand die 2-Minuten-Runs schon immer besser, weshalb ich mich über diese Anpassung sogar gefreut habe.
Abseits der Karriere gibt es auch einige Online-Funktionen, wie zum Beispiel Ranglisten, in denen man sich mit Spieler*innen aus aller Welt messen kann.

Bei der Levelauswahl hat man sich ebenfalls vor allem an den Originalspielen gehalten. 16 der dortigen Level sind somit auch hier wieder spielbar. Darunter natürlich auch die für viele ikonischen Airport aus Tony Hawk’s Pro Skater 3 und College aus Tony Hawk’s Pro Skater 4. Es gibt aber hier durchaus Neuerungen. Mit Movie Studio, Waterpark und Pinball gibt es nämlich ebenfalls drei gänzlich neue Level. Auch wenn diese gut gestaltet worden sind, fehlt es ihnen meiner Ansicht nach jedoch am kultigen Flair, weshalb es zwar schön ist, dass sie da sind, aber sie einfach nicht so viel Spaß bereiten wie die anderen.
Wem die Auswahl an Parks nicht genügt oder einfach nicht zusagt, kann wieder ganz eigene Parks gestalten. Auch hier haben sich die Entwickler*innen etwas ausgedacht und geben einem die Möglichkeit, hier eigene Ziele zu setzen. Außerdem ist es möglich, seine Parks auch Spieler*innen auf anderen Plattformen zum Download anzubieten.

Die größte Veränderung gibt es aber natürlich bei der Grafik. Auch wenn die Verbesserungen im Vergleich zu den beiden Originalen augenscheinlich sind, haben es die Entwicklerinnen dennoch geschafft, dass man die Herkunft noch immer sehr gut erkennt. Dieser Spagat ist sicherlich kein leichter, weshalb es umso schöner ist, dass er hier so gut gelungen ist. Selbiges gilt ebenfalls für den Soundtrack, der schon allein aus Lizenzgründen natürlich nicht ganz unangetastet blieb. Die neuen Rock-, Metal- und Hip-Hop-Songs fügen sich aber sehr gut ein, weshalb der Soundtrack dieses Remakes bei dem einen oder anderen sicherlich auch seinen Weg in die Spotify-Playlist finden wird.


Fazit:
An Remakes mangelt es momentan ja wahrlich nicht. Jedoch schaffen es nur wenige, so zu überzeugen, wie es im Fall von Tony Hawk’s Pro Skater 3+4 der Fall ist. Die Entwickler*innen haben in jeder Hinsicht die perfekte Mischung zwischen Modern und Nostalgie geschafft. Sei es die Optik, deren Ursprung man noch immer erkennt, das Gameplay, welches nur punktuell ergänzt wurde, oder der Umfang, der u. a. ein paar aktuelle Skater*innen umfasst – Tony Hawk’s Pro Skater 3+4 trifft überall die perfekte Mischung. Und Spaß macht die Highscorejagd ohnehin noch genauso wie vor zwanzig Jahren.

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Special vom: 24.07.2025
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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