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SimSimulator - Teil 297: Parking World: Build & Manage
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft, doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 297: Parking World: Build & Manage
Jede*r mit Führerschein kennt es: der Ärger über zu wenige Parkplätze und schlechte Parkhäuser. Ab sofort können wir beweisen, dass wir es besser können. In Parking World: Build & Manage schlüpfen wir nämlich in die Rolle eines Parkplatz- und Parkhaus-Erbauers.

Was sich wenig aufregend anhört, entpuppt sich im Spiel als überraschend unterhaltsam. Das Spiel bietet einem nämlich einiges an Abwechslung. In den Szenarien fangen wir zunächst bei einem Festival an, wo der Veranstalter vergessen hat, für Parkplätze zu sorgen. Also heißt es, auf einem freien Acker einen improvisierten Untergrund zu errichten und darauf Parkplätze zu bauen. Nach diesem eher überschaubaren Einstieg werden unsere Aufträge nach und nach größer, bis wir irgendwann tatsächlich große Parkhäuser errichten.
Ganz so einfach ist das aber natürlich nicht. Mit ein paar Unterlagen oder dem Bau eines Gebäudes ist es nämlich noch längst nicht getan. Ganz gleich ob Parkplatz oder Parkhaus, der Bau benötigt immer einiges an Planung. Schließlich müssen sowohl die Autos als auch die Fußgänger durch Fahrbahnmarkierungen über den Parkplatz bzw. durch das Parkhaus gelotst werden. Dabei müssen wir Engpässe vermeiden, um einen steten Besucherstrom zu gewährleisten. Zudem müssen auch die Parkbuchten, die wir natürlich alle einzeln errichten, nicht nur mit dem Auto, sondern ebenfalls zu Fuß erreichbar sein. Damit ist die Arbeit aber immer noch nicht getan. Aus irgendeinem Grund liegt es nämlich ebenso in unserem Arbeitsbereich, die Toiletten mit Rohren auszustatten und diese für die Besucher zugänglich zu machen.

All diese Aufgaben benötigen nicht nur eine genaue Planung, sondern auch gute Nerven. Man kann zwar aus zwei verschiedenen Perspektiven bauen (Ego-Perspektive und aus der Drohnen-Ansicht). Doch egal, für welche man sich entscheidet, die Steuerung beim Bauen ist in keinem der beiden Fälle optimal gelöst worden. Um wirklich alles so hinzubekommen, wie man es sich ausmalt, muss man in beiden Fällen einiges an Friemelsarbeit leisten. Ein gutes Beispiel dafür sind die Rohre der Toiletten. Diese sollten durch dafür vorgesehene Halterungen laufen. Diese zu treffen grenzt aber schon beinahe an ein Wunder. Aus diesem Grund habe ich mich auch irgendwann dazu entschlossen, die Rohre einfach irgendwie an die Wände zu verlegen, Hauptsache, die Toiletten sind nutzbar. Und so geht es die ganze Zeit über. Man überlegt sich etwas Schönes, macht sich dann ans Werk, verliert irgendwann die Geduld und macht es schließlich so, dass es irgendwie funktioniert. Ob das am PC mit Maus und Tastatur weniger frustrierend ist, kann ich leider nicht einschätzen. An der Konsole muss man aber schon eine Engelsgeduld haben, wenn man wirklich das Parkhaus seiner Träume errichten möchte.

Sehr viel einfacher von der Hand geht hingegen der Managementteil. Denn wie der Name des Spiels bereits vermuten lässt, liegt es nicht nur an uns, die Parkplätze und Parkhäuser zu bauen, sondern auch, sie zu managen. Um unsere Parkplätze auch wirtschaftlich zu einem Erfolg werden zu lassen, müssen wir also auf jeden Fall die Parkgebühren anpassen. Zudem gilt es ebenfalls Wasser, Strom, Wartung und die Personalkosten im Auge zu behalten. In der Regel funktioniert das ganz gut – bis irgendwann das Schicksal zuschlägt. Sowohl in den Szenarien als ebenso im freien Modus können nämlich immer mal wieder überraschende Events starten, die den geregelten Lauf komplett über den Haufen werfen können. Wenn zum Beispiel plötzlich ein Stromausfall Schranken und andere elektrische Systeme ausfallen lässt, ist schnelles Handeln gefragt.

Technisch ist bei Parking World noch reichlich Luft nach oben. Neben der Steuerung hakt es nämlich leider auch bei der Optik. Grundsätzlich mangelt es vor allem an Details. Alles wirkt irgendwie steril. Ebenso fehlt es ebenfalls an Abwechslung. Man kann seine Parkhäuser zwar mit einigen Deko-Elementen verschönern, doch das ändert eben nichts daran, dass etwa die umgebenden Häuser alle relativ gleich aussehen oder auch immer wieder die gleichen Autos vorfahren. Mit all dem könnte man aber sicherlich noch leben. Was jedoch wirklich ärgerlich ist, ist das Ruckeln, das immer dann auftaucht, wenn entweder viel auf dem Bildschirm los ist oder man an einem großen Parkhaus arbeitet.
Es gibt aber ebenfalls positive Dinge. So sehen die Regeneffekte zum Beispiel wirklich gut aus. Und auch der Tag-Nacht-Zyklus ist ordentlich, wenngleich die Dunkelheit das Bauen nicht gerade vereinfacht.


Fazit:
Die Idee, sein eigenes Parkhaus zu errichten und anschließend zu managen, finde ich wirklich interessant. Und Parking World: Build & Manage bietet auch reichlich Möglichkeiten, seine (Parkhaus-)Träume zu verwirklichen. Allerdings braucht man dafür momentan noch reichlich Geduld. Die Steuerung ist aktuell nämlich noch sehr frickelig und treibt einen gerade bei Detailarbeiten das ein oder andere Mal zur Weißglut. Ich hoffe aber sehr, dass die Entwickler*innen an diesem Problem arbeiten und früher oder später einen Patch herausbringen. Wenn das der Fall sein sollte, kann ich das Spiel jedoch auch Konsoleros mit weniger guten Nerven empfehlen.
Schließlich erlebt man hier mal ein ganz frisches Setting, welches man in der vielfältigen Welt der Simulationsspiele bisher noch nicht erleben durfte.

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Special vom: 15.08.2025
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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