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SimSimulator - Teil 304: Truck Driver: The Dutch Connection
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft, doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 304: Truck Driver: The Dutch Connection
Seit dem Erscheinen von Truck Driver sind schon einige Jahre vergangen. Jetzt meldet sich SOEDESCOs Truck-Simulation allerdings mit Truck Driver: The Dutch Connection zurück und will alles besser machen. Neue Engine, neue Story, neue Trucks – und eine gehörige Portion niederländischen Flair. Getreu dem Namen rollt man diesmal durch ein fiktives, aber klar niederländisch inspiriertes Setting – mit grünen Wiesen, Windmühlen und Deichen, soweit das Auge reicht. Klingt idyllisch? Ist es auch. Zumindest stellenweise.

Story auf Achse
Im Mittelpunkt von Truck Driver: The Dutch Connection stehen Lucas, ein junger Fahrer am Anfang seiner Karriere und Felix, ein alter Hase mit über 30 Jahre Erfahrung hinter dem Steuer. Gemeinsam fahren sie durch ein fiktives Holland der nahen Zukunft, in dem Künstliche Intelligenz und menschliche Fahrer Seite an Seite arbeiten und bewältigen dabei volle Terminkalender, schwierige Ladungen und persönliche Probleme. Diese kleine Geschichte ist sicherlich kein Meisterwerk, aber eine willkommene Abwechslung im sonst eher nüchternen Genre.

Vor allem weil die beiden Charaktere sympathisch wirken und ihre Gespräche bodenständig sind. Das Zusammenspiel erinnert ein wenig an einen Buddy-Movie auf Rädern – nett, aber mit einigem Potenzial nach oben. Trotzdem: Dass Truck Driver: Dutch Connection überhaupt eine Geschichte erzählt, macht es deutlich lebendiger als viele Konkurrenten und ist damit ein klarer Pluspunkt.

Neben den klassischen Transportaufträgen, die es im Story-Modus zur Genüge gibt, gibt es diesmal auch den sogenannten „Freedom-to-Roam“-Modus. Hier kann man einfach losfahren, die Landschaft genießen und das Radio aufdrehen – ganz ohne Stress. Dieser entspannte Spielmodus dürfte vor allem jene Spieler ansprechen, die bei Simulationen weniger auf knallharte Logistik, sondern mehr auf Atmosphäre und Fahrgefühl aus sind.
Das Fahrgefühl selbst ist dabei solide. Die Trucks steuern sich angenehm schwer, die Lenkung hat Gewicht, und das Einparken fühlt sich authentisch an. Wer ein Lenkrad besitzt, darf sich zudem über offizielle Unterstützung freuen. Das sorgt für ein ordentliches Plus an Immersion.

Diesmal mit Unreal Engine 5
Was sofort auffällt: die Optik. Dank Unreal Engine 5 hat sich The Dutch Connection optisch enorm gesteigert. Sonnenuntergänge spiegeln sich im Asphalt, Scheinwerfer durchbrechen den Nebel, und Windmühlen drehen sich gemächlich im Hintergrund. Die niederländisch inspirierte Spielwelt ist liebevoll gestaltet, mit authentischen Details – von Grachten über Industriehäfen bis zu malerischen Landstraßen.
Das Fahrgefühl selbst ist dabei solide. Die Trucks steuern sich angenehm schwer, die Lenkung hat Gewicht, und das Einparken fühlt sich realistisch an. Wer ein Lenkrad besitzt, darf sich zudem über offizielle Unterstützung freuen. Das sorgt für ein ordentliches Plus an Immersion.

Vorsicht Schlaglöcher!
So schön das alles klingt – die Fahrt verläuft nicht ganz ohne Schlaglöcher. Technisch hat Truck Driver: The Dutch Connection noch mit einigen Problemen zu kämpfen. Von kleineren Rucklern über sichtbares Tearing bis zu gelegentlichen Bugs, die Fahrten abrupt beenden können, gibt es hier einiges. Auch die KI im Straßenverkehr wirkt manchmal überfordert: Manch ein Auto bleibt plötzlich mitten auf der Kreuzung stehen oder reagiert gar nicht auf den Spielertruck.
Trotz der oben genannten Details wirkt die Spielwelt dennoch leblos. Ein paar Passanten hätten hier sicherlich nicht geschadet. Auch der Verkehr könnte ruhig noch etwas stärker ausfallen, denn gerade auf der Autobahn merkt man, wie wenige KI-Fahrzeuge eigentlich umherfahren.

Ebenso bleibt auch die Simulationstiefe überschaubar. Tankmanagement, Wartung, Wirtschaftssystem – vieles davon bleibt eher oberflächlich, was vor allem echte Simulationsfans enttäuschen dürfte. Dafür ist das Spiel deutlich zugänglicher als etwa der Euro Truck Simulator 2 – ideal also für Einsteiger oder alle, die einfach nur gemütlich ihre Touren fahren wollen.


Fazit:
Truck Driver: The Dutch Connection ist kein technisches Meisterwerk, aber ein sympathischer Versuch, das Genre um eine erzählerische Komponente zu erweitern. Die niederländische Kulisse ist liebevoll umgesetzt, die Stimmung stimmt, und wer einfach mal den Alltag vergessen und ein paar virtuelle Kilometer abreißen will, wird hier definitiv fündig.
Klar, Perfektionisten werden an der etwas seichten Simulation und den Performance-Problemen meckern – doch für alle, die eine leicht zugängliche, stimmungsvolle Alternative zu den großen Simulationsschwergewichten suchen, ist es dennoch einen Blick wert.

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Special vom: 17.11.2025
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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